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25. Mai 2010

Schüler sehen täglich wie viel Energie produziert wird

Firma Regiomix 2030 nimmt ihre höchstgelegene Solaranlage auf den Dächern der Schule und der Sporthalle in Betrieb.

  1. Die Probe aufs Exempel machten Schüler bei der Eröffnung der Solaranlagen in Hinterzarten. Mit kräftiger Beinarbeit brachten sie Birnen zum Leuchten, einen Zug zum Fahren und ein Radio zum Spielen. Foto: Dieter Maurer

HINTERZARTEN / BREITNAU. Das Thema regenerative Energien ist ein Unterrichtsthema der Grund- und Hauptschule Hinterzarten-Breitnau. Jetzt verfügt die Unterrichtsstätte die zwar kleinste aber dafür höchstgelegene Solaranlage der Firma "Regiomix 2030".

Im September ließ die Regio-Wind-Verwaltungs GmbH, die 60 Module mit einer Gesamtfläche von 240 Quadratmeter auf den Flachdächern von Schule und Sporthalle installieren. Am Donnerstag wurde im Beisein der Regiomix-Geschäftsführer Andreas Markowsky und Johann-Martin Rogg sowie Bürgermeister Hansjörg Eckert, dem Kollegium und den Schülern die 950 Meter hoch gelegene Anlage offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Hinterzarten stehe in der Solar-Rangliste ziemlich am Ende: "Das soll nicht so bleiben," meinte Eckert.

Wie viel Strom die höchstgelegene Solaranlage von "regiomix 2030" produziert, können die Schüler an einer Anzeigentafel neben dem Eingang ablesen. Die Anlagen auf der Sporthalle erzeugen bei 26 kW Leistung jährlich etwa 25 000 Kilowattstunden. Jene auf dem Schuldach mit 13 kW Leistung schafft 13 000 Kilowattstunden im Jahr. Die Schüler können dies verfolgen und sehen, wie unterschiedlich die Ergebnisse an Sonnen- beziehungsweise Regentagen sind.

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Johann-Martin Rogg, bei Badenova auch zuständig für die Kommunen, erklärte: "Wir haben uns im Interesse einer verbesserten Lebensqualität in der Region die Energiewende auf die Fahnen geschrieben. " Viel Schnee auf den Dächern und ein langer Winter verringern das Ergebnis. Aber Hinterzarten habe auch Vorzüge wie saubere Luft und wenig Nebel. Direkt an die Schüler gewendet meinte er: "Wenn ihr in unserem Alter seid, ist die Energiewende geschafft."

Mit der Eröffnung in Hinterzarten sind nun alle zwölf Solaranlagen von "Regiomix 2030" am Netz und produzieren – gemeinsam mit der Wind- und Wasserkraft – jährlich rund acht Millionen Kilowattstunden sauberen Strom. Das ist in etwa der Jahresbedarf von 2600 Haushalten. Der Gewinn für die Umwelt ist die Einsparung von 4500 Tonnen Kohlenstoffdioxid.

Die größten Energiemengen liefern zwei Windkrafträder bei Hornberg, ein Wasserkraftwerk bei Emmendingen und die zwölf Photovoltaikanlagen zwischen Baden-Baden und Lörrach. Spektakulär war der Bau einer 94 kW-Anlage mit 800 Quadratmeter Modulfläche auf dem Dach der Freiburger Justizvollzugsanstalt.

Autor: Dieter Maurer