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17. Dezember 2011
Skifahren unter dem Sternenzelt
Das Skizentrum Thoma beleuchtet mit 27 Strahlen zwei weitere Abfahrten fürs Flutlichtfahren.
HINTERZARTEN. Das alpine Skizentrum Thoma am 1200 Meter hohen Windeckkopf gelegen, galt schon bislang als das größte Flutlichtareal im Schwarzwald, und ist jetzt noch größer geworden. Eigentümer Franz Thoma hat mit 27 Strahlern zwei weitere Abfahrten erschlossen und damit einen lang gehegten Plan umgesetzt. Den abendlichen Skifahrern stehen somit vier Kilometer taghell ausgeleuchtete Pisten zur Auswahl.
Bisher beleuchteten rund fünf Dutzend Strahler die Abfahrten am Georg-Thoma-Lift, am Familienlift sowie eine Strecke am Windeckkopf-Lift. Neu hinzu kommen jetzt die direkte Steilabfahrt vom Windeckkopf zur Talstation sowie die 1,4 Kilometer lange Familienabfahrt. Die 27 modernen, Strom sparenden Leuchten haben eine Leistung von 10 800 Watt. Die gesamte Flutlichtanlage verfügt über 46 200 Watt. Franz Thoma: "Damit stehen alle Abfahrten mit ihren unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden abends komplett zur Verfügung." Auch bei den Öffnungszeiten gibt es eine Erweiterung. Das Flutlicht brennt künftig von Montag bis Samstag jeweils von 18 bis 22 Uhr. Damit kommt der Betreiber vor allem Berufstätigen entgegen, aber auch Schülern, die immer häufiger Nachmittagsunterricht haben. Thoma will bei den Schulen vorsprechen und Klassenverbände zum Abendskifahren ermuntern.
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Das alpine Skizentrum wuchs kontinuierlich. 1967 eröffneten die Brüder Franz, Georg, Ottmar und Albert Thoma den Georg-Thoma-Lift am Scherzingerhang. 1969 folgte der Schlepper zum Windeckkopf und 1973 der Familien-Lift. Die drei Lifte haben eine Kapazität von 3000 Skifahrern pro Stunde. Ende der 1980er Jahre wurden die ersten Flutlichtlampen installiert. 1971 eröffnete Franz Thoma die Skihütte. Seit einigen Jahren betreibt der 75-Jährige ehemalige Langläufer das Skizentrum allein. Er investierte in eine neue Pistenwalze, tauschte die Rollenbatterien und Aufhängungen an den Liften komplett aus: "Die neuen, wartungsfreien Turbo-Gehänge haben eine Anfahrtsdämpfung, die für etwas ungeübte Skifahrer sehr angenehm ist." An allen drei Liften gilt die Hochschwarzwald-Card.
Da die Nachfolge bereits innerfamiliär geregelt ist, schloss Franz Thoma jüngst langfristige Pachtverträge über 20 Jahre mit den Grundstückseigentümern. Diese halfen ihm auch beim Anbringen der neuen Flutlichtanlage. Marc Hofmeier (Scherzingerhof), Tobias Albrecht (Gei-serhof) und Stephan Tröscher (Kingenhof) packten kräftig mit an, als es darum ging, die mehrere Kilo schweren Strahler italienischer Produktion in zehn Meter Höhe aufzuhängen. In Absprache mit den Waldeignern und der Naturschutzbehörde wurde auf den Bau von einbetonierten Stahlmasten verzichtet, stattdessen die Lampen in naturverträglicher Art an Bäumen angebracht. Allein diese Investition beläuft sich auf einen hohen fünfstelligen Euro-Betrag.
Den Skifans stehen geräumige kostenlose Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Neben dem Pistenvergnügen lockt ein Lagerfeuer zum Après-Ski. Direkt am Lift gibt es ein "Glühweinhüttle". Eine vor Jahren beantragte Beschneiungsanlage soll vorerst nicht realisiert werden.
Autor: Dieter Mauer
