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13. Juli 2016 17:19 Uhr

Zugriff in Hinterzarten

Toter Waffenhändler in Stühlingen: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Ein Waffengeschäft in Stühlingen brennt aus – in den Trümmern wird sein Besitzer gefunden, tot. Er wurde vor dem Brand ermordet. Lange hat dieser Fall die Polizei beschäftigt. Steht er nun vor der Auflösung?

  1. Spurensicherung am Tag nach der Tat: In dem hinter der Polizeiabsperrung verborgenen Foto: Wilfried Dieckmann

Nach dem gewaltsamen Tod des 88-jährigen Geschäftsmanns am 15. Februar haben die Ermittler nun einen Tatverdächtigen festgenommen. Das teilt das Polizeipräsidium Freiburg nun mit. Der Zugriff erfolgte am Montagabend in Hinterzarten, wurde aber erst am Mittwoch publik gemacht.

Bei dem Festgenommen handelt es sich den Angaben zufolge um einen 47 Jahre alten Deutschen aus dem Südbadischen, der sich auch im Landkreis Rottweil aufgehalten hat. Nach BZ-Informationen hat der Verdächtige auch Verbindungen in den Hochschwarzwald.

Von mehreren Waffen fehlt weiterhin jede Spur

Der Mann sei dringend verdächtig, den 88-Jährigen in dessen Waffenladen erschossen und das Geschäft anschließend in Brand gesetzt zu haben, so die Polizei. Seit der Tat fehlen mehrere großkalibrige Waffen aus dem Besitz des Opfers.

Das zuständige Amtsgericht hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen entsprochen und einen Haftbefehl wegen Mordes gegen den 47-Jährigen erlassen. Der Mann sitzt seit der Festnahme in Untersuchungshaft.

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Der myteriöse Fall war auch Thema in "Aktenzeichen XY...ungelöst": Vier Monate nach dem Mord an dem Waffenhändler hatten sich nach einem Fahndungsaufruf in der ZDF-Fernsehsendung mehrere Zuschauer bei der Polizei gemeldet. Ob einer ihrer Hinweise einen Anteil an der erfolgreichen Ermittlungsarbeit hat, ist noch unklar.

Polizei hofft weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung

Dem Zugriff gingen monatelange Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der bis zu 30 Beamten starken Sonderkommission "Fabrik" voraus, die – so die Polizei in ihrer Pressemitteilung – längst nicht abgeschlossen sind. Es seien noch weitere Ermittlungen zu führen. Unter anderem suche die Soko nach wie vor nach den fehlenden Waffen. Es handelt sich um drei Gewehre und eine halbautomatische Maschinenpistole (ziviler Nachbau). Bilder der gesuchten Waffen sind in diesem BZ-Artikel zu sehen.
Hinweise können unter den Telefonnummern 07741-8316-218 (Kripo Waldshut-Tiengen) oder 07741-8316-222 (anonymes Telefon) erfolgen.

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Autor: BZ/kh