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21. Dezember 2009

Weihnachtsweisen aus Männerkehlen

Die Bergweihnacht ist ein Markenzeichen des Männerchors "Hochfirst" / Zither-Quartett, Bläsergruppe und Solisten wirken mit.

  1. Mit der „Bergweihnacht“ begeisterten der Projektchor des Männerchors Hochfirst Neustadt, ein Zither-Quartett und eine neunköpfige Bläsergruppe der Stadtmusik Neustadt unter Leitung von Robert Mayr das Publikum in der Kirche „Maria in der Zarten“ in Hinterzarten. Foto: Dieter Maurer

HINTERZARTEN / NEUSTADT. Die "Bergweihnacht" ist ein Markenzeichen des Männergesangvereins Hochfirst. Seit zwei Jahrzehnten erfreut der von Stadtmusikdirektor a. D. Robert Mayr geleitete Chor im Advent tausende Musikliebhaber mit seinen Aufführungen. Da es nur wenige weihnachtliche Weisen für Männerchöre gibt, arrangierte der gebürtige Tiroler Lieder aus seiner Heimat Österreich sowie Eigenkompositionen für das 21. Konzert.

Die Aufführung in der ganz besetzten Kirche "Maria in der Zarten" am Samstag in Hinterzarten beeindruckte mit abwechslungsreichen Instrumental- und Gesangsdarbietungen. Von Soli über Vierergesänge bis zum gesamten Chor gab es viele Varianten. Über zwei Stunden zog der Projektchor mit 30 Hochfirstkehlen und 25 Gastsängern das Publikum in seinen Bann. Arnold Löffler begleitete an der Orgel und führte durch das Programm.

Zu "Echo der Berge" der Bläsergruppe der Stadtmusik Neustadt – eine Frau und acht Männer – marschierten die Sänger in die Kirche ein und stellten sich am Altar auf. Schon die ersten Lieder wie "Leise rieselt der Schnee" zeugten vom großen Volumen des Klangkörpers. Beim "Ave Maria der Berge" begeisterte Alfred Bucherer mit seinem Solo. Robert Mayr übernahm den Part auf der Posaune.

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Das Zither-Quartett mit Anja Wursthorn und Janine Diehr sowie Elke Bohnet und Monja Kleiser erfreute mit "In die Berg bin i gern" nach einem Arrangement von Robert Mayr. Die von Trompeter Manfred Schwald geleitete Bläsergruppe ließ den "Jodler" von Mayr erklingen. Ihren ersten Auftritt feierte Gastsängerin Stefanie Lickert aus Hinterzarten beim "Ave -Glöckchen". Mit dem ersten Tenor Alfred Bucherer sang die 23-jährige Sopranistin die Soli.

Beim immer wieder gern gehörten "Mamatschi" von Oskar Schima war Alfred Bucherer Solist. "Der kleine Trommler" erzählt die Geschichte eines armen Jungen, der sich kein Geschenk für den neugeborenen Jesus leisten kann. Mit Einverständnis von Maria spielt er ihm ein Stück auf seiner Trommel. Bei dem US-Weihnachtslied glänzte Hans-Peter Lais vom zweiten Tenor als Solist. Die Trommel bediente Klaus-Dieter Ficht. Von den "Schürzenjägern" stammt die Weise "A Weihnacht wie’s früher war". Chormitglied Bruno Schwanz konnte bei seiner Komposition "In einem Stall in Bethlehem" krankheitsbedingt den Solopart nicht übernehmen. "Aba Heidschi bumbeidschi" von Bernhard Brink trug das Quartett Alfred Bucherer, Hans-Peter Lais, Lothar Kleiser und Karl Schuldis vor.

Beim "Wiegenlied" von Johannes Brahms und "Still, still" brillierte erneut Stefanie Lickert mit zwei Soli. Langsam neigte sich das zweistündige Konzert dem Ende entgegen. Zum Mitsingen aufgefordert war das Publikum beim "Andachtsjodler" sowie den bekannten Weisen "Stille Nacht" und "O du fröhliche". Mit stehendem Applaus bedankten sich die begeisterten Zuhörer und bekamen als Zugabe die "Hymne der Nacht" von Beethoven.

Pfarrer Lorenz Seiser dankte für die Aufführung, bei der traditionell kein Eintritt erhoben wird. Von den freiwilligen Spenden verbleibt ein Teil bei der Pfarrei Mariä Himmelfahrt. Seiser erinnerte daran, dass an Weihnachten mehr gesungen wird und die Leute eher Konzerte besuchen als beispielsweise an Ostern. Möglicherweise hänge es damit zusammen, dass vor allem in der Weihnachtszeit die Menschen eine gewisse Sehnsucht spüren und ihre Seelen angesprochen werden: "Musik findet den Weg in die Herzen. Wir sind nicht nur Laib, sondern vor allem auch Seele. Und für die Seele müssen wir sorgen. Das Singen und Musizieren kann für Sänger und Zuhörer gleichermaßen Seelsorge sein." Das dritte Konzert findet am Sonntag, 27. Dezember, 17 Uhr in der Kirche in Bonndorf statt.

Besorgnis kam bei Akteuren und Zuhörern nach knapp einer halben Stunde auf, als ein Akteur aus Löffingen einen leichten Schwächeanfall erlitt. Das Rote Kreuz lieferte ihn vorsorglich in die Helios-Klinik ein. Dem Sänger ging es jedoch rasch wieder besser, hörte das Publikum noch.

Autor: Dieter Maurer