Hitze machte das Arbeiten schwer

Christiane Franz

Von Christiane Franz

Sa, 11. August 2018

Bahlingen

Die Studenten des Internationalen Workcamp erlebten ereignisreiche Wochen in Bahlingen und lernten die Region kennen .

BAHLINGEN. Die Aktivitäten des diesjährigen Internationalen Workcamp litten zwar unter der großen Hitze, dennoch trugen die elf Studenten mit ihrer freiwilligen Arbeit einen beachtlichen Teil zum Gemeinwohl bei. Nach getaner Arbeit erfrischte das Bad im Endinger Erleweiher besonders. Die Umgebung lernten die Studenten bei Ausflügen nach Freiburg und Straßburg kennen.

Organisiert wird das gemeinnützige Projekt "Internationales Workcamp" vom Verein Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten (IBG) mit Sitz in Stuttgart. "Es trägt zur Völkerverständigung bei. Denn, egal woher sie kommen, die jungen Leute verstehen sich", benannte Bürgermeister Harald Lotis die Motivation der Gemeinde, bereits zum dritten Mal ein Workcamp zu unterstützen. "Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, andere Kulturen und sich selbst besser kennenzulernen", bestätigte auch Landschaftsförster Fabian Meyer.

Die Studenten aus acht verschiedenen Ländern bewegten in den vergangenen zwei Wochen einiges. So wurden an der Alten Dreisam wie schon in den vergangenen Jahren die Kopfweiden sowie Gehölz zurückgeschnitten. Die Äste wurden gebündelt und daraus sogenannte Faschinen gebaut. Sie dienten der Strukturaufwertung des Gewässers und der Uferbefestigung.

Außerdem standen Mäharbeiten auf gemeindeeigenen Grundstücken auf dem Programm, beispielsweise rund um das Rückhaltebecken. Am letzten Tag widmeten sich die Studenten der Pflege des Geländes der Silberbergschule, in der sie während ihres 14-tägigen Aufenthalts untergebracht waren.

"Unser Problem war die Hitze, die nur eingeschränkt arbeiten ließ", sagte Meyer im Rückblick. Auf die Frage, was am besten gefallen hat, antworteten nahezu alle im Chor lachend "das Schwimmen". Camp-Leiter Artem fügte hinzu: "Gut war das Gefühl, etwas getan zu haben."

Das Gesellige kam ebenfalls nicht zu kurz. Dass man bei einem deutschen Workcamp einen Ausflug nach Frankreich machen kann, hatten die meisten der Teilnehmer nicht erwartet. Und auch im Ort selbst war viel geboten. Die Spanierin Sara schlüpfte beim Besuch der Feuerwehr in eine komplette Ausrüstung. "Es war heiß, eine neue Erfahrung – und ein gutes Gefühl", beschrieb sie ihre Erfahrung. Als eindrucksvoll benannte sie die Löschübung, die ihnen die Feuerwehr im Anschluss vorführte.

Orcun aus der Türkei gefiel besonders, dass die Gruppe spontan zu einer privaten Geburtstagsfeier eingeladen wurde. Der Gastgeber erklärte den Jugendlichen aus aller Welt diesen Brauch in Deutschland und lud sie ein, kräftig mitzufeiern. "Wir haben mitgetanzt", erzählte Orcun begeistert. Auch die Weinbergtour mit Weinprobe, die Thomas Gumbert mit Traktor und Planwagen begleitete, kam bei den jungen Leuten sehr gut an.

"Wichtig ist mir das abendliche gemeinsame Kochen. Die Vorgabe war, dass jedes Land der Teilnehmer für ein Gericht verantwortlich war, welches bei uns nicht bekannt ist", sagte Leon, der gemeinsam mit Artem die Camp-Leitung innehatte. Jeden Abend wurde deshalb ein anderes landestypisches Gericht zubereitet. Dafür hatten beispielsweise Jihoon und Dueong extra Zutaten aus ihrem Heimatland Korea mitgebracht.

Mit einem Abschlussgrillen bedankte sich die Gemeinde Bahlingen und verabschiedete die Teilnehmer.