Geduld der 1844-Frauen zahlt sich aus

Christian Engel

Von Christian Engel

Mi, 06. Dezember 2017

Hockey

Hockeyspielerinnen springen nach Heimsieg gegen Tübingen an die Tabellenspitze / Männer kassieren erneut knappe Niederlage.

HOCKEY (chen). Die Kugel wollte bei den Freiburger Hockeyspielerinnen zunächst nicht ins Tor. Bei den Männern von 1844 schlug sie hingegen etwas zu häufig ein, vor allem im eigenen Gehäuse. Während der Regionalligist aus Freiburg weiter auf sein erstes Erfolgserlebnis in der Halle wartet, machten es die Frauen im zweiten Spiel des Wochenendes besser – und übernehmen die Tabellenspitze der Verbandsliga.

Verbandsliga Frauen: 1844 Freiburg – SSV Ulm 0:0. Wäre der Pfosten auf Seiten der Ulmerinnen nicht aus unbiegsamem Aluminium, er hätte sich am vergangenen Samstag auf dem Boden der Burdahalle gekringelt. Etliche Male rechnete er damit, dass der Ball neben ihm im Netz einschlagen würde, jedes Mal zischte die Murmel knapp vorbei ins Toraus. Irgendwann schlägt auch beim eisernsten Vollpfosten die Stimmung um, da nimmt man eine vermeintliche Tragödie plötzlich mit Galgenhumor, da weicht die stahlharte Miene einem ungläubigen Grinsen.

1844 Freiburg gelang es in 70 Minuten nicht, den Ball im Ulmer Tor unterzubringen. Vor allem in der zweiten Halbzeit boten sich fünf Hochkaräter. Ulm war nur in der ersten Hälfte gefährlich gewesen. Weil da allerdings 1844-Keeperin Carlita Stauber gemeinsam mit ihrem langen Pfosten alles abgewehrt hatte, blieb es am Ende beim 0:0.

1844 Freiburg – HC Tübingen 3:1. Ein zweites Unentschieden bahnte sich tags darauf an. Nach dem 1:0 durch Louise Benning glich Tübingen nach einem Abwehrschnitzer prompt aus. Anschließend gelang lange kein Treffer, auch weil die Gästekeeperin famos parierte. 1844 allerdings blieb ruhig, behielt die positive Stimmung bei und versuchte, die Angriffe kontrolliert auszuspielen. Die Geduld zahlte sich aus: Fünf Minuten vor Schluss dribbelte und traf Kyra Wider, kurz darauf erhöhte Ada Haas. Freiburg führt die Tabelle nun an.

Regionalliga Männer: 1844 Freiburg – Mannheimer HC II 7:8. Wäre der Autor dieser Zeilen ein fauler Hund, er müsste einfach nur den Spielbericht vergangener Woche kopieren, hier und da ein paar Zahlen ändern, den Namen des Gegners austauschen und gegessen wäre die aufgewärmte Geschichte, denn: Vom Inhalt her hat sich nichts getan, in der Liga geht es immer noch eng zu – und Freiburg verliert die Spiele weiterhin äußert knapp, nun zum dritten Mal in Folge mit nur einem Tor Abstand.

1844 ging gegen Mannheim, wie in jeder der vorherigen drei Partien, in Führung. 2:0 stand es nach zehn Minuten, der Gegner kam nicht zum Zug. Es schien zu laufen – aber dann der obligatorische Einbruch. Ein paar Unaufmerksamkeiten in der Defensivarbeit, vermeidbare Ballverluste, Abstimmungsprobleme – und schon führte Mannheim mit 3:2.

Und dieses Hin und Her ging genauso munter weiter. Vor der Pause schwappte die Torflut Richtung Freiburg (5:3-Führung). Nach der Pause flossen die Freudentränen auf Mannheimer Seite (7:5- und 8:6-Führung). Der Anschlusstreffer von Patrick Schütze per Strafecke fiel erst in der Schlussminute. Freiburg bleibt weiter ohne Sieg.