133 Menschen wollen mit ihrer Blutspende helfen

Stefan Pichler

Von Stefan Pichler

Sa, 11. August 2018

Höchenschwand

Blutspendeaktion des Deutschen Roten Kreuzes in Höchenschwand / Elf Menschen ließen sich erstmals registrieren.

HÖCHENSCHWAND. 133 Personen, darunter elf Erstspender haben am Donnerstag im Haus des Gastes Blut gespendet. Mit dem Ergebnis ist das DRK St. Blasien, das jährlich zwei solcher Aktionen in Höchenschwand organisiert, zufrieden.

Der Kursaal im Haus des Gastes wurde an diesem Nachmittag in eine große Rotkreuzstation verwandelt. Die örtlichen Helfer schufen den Rahmen für die Arbeit des Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen. Ulrich Egge, vom DRK St. Blasien zeigte sich am Schluss zufrieden mit der Zahl der erschienenen Spendenwilligen. Von 15.30 Uhr bis 19.30 Uhr hatten sich 133 Personen registrieren lassen.

Spenderblut sei für viele Menschen überlebenswichtig. Obwohl in der modernen Medizin der Bedarf an Blutplasma ständig ansteige, gehe die Zahl der Blutspender bundesweit zurück, sagte Egge. Insofern sei es erfreulich, dass in Höchenschwand entgegen diesem Trend die Zahl der Spender auf einem hohen Niveau konstant bleibe.

Nach der Registrierung und dem Ausfüllen eines Fragebogens erfolgte zunächst ein kurzer Gesundheitscheck. So wurden von den DRK-Helfern bei jedem Spender der Blutdruck und die Temperatur gemessen, auch einen Bluttest gab es. Nach einem abschließenden Gespräch mit einem der anwesenden Ärzte konnte die Blutentnahme beginnen. Die Mehrzahl der in Höchenschwand erschienenen Blutspender waren, wie der Einheimische Manfred Schlageter (66), Mehrfachspender. "Ich mache das, weil ich selbst oder Angehörige meiner Familie vielleicht einmal auf Spenderblut angewiesen sein könnten", begründete Schlageter sein Engagement. Als junger Mann habe er während seiner Zeit bei der Bundeswehr das erste Mal Blut gespendet. Damals sei er mehr oder weniger von seinen Vorgesetzten dazu verpflichtet worden. Seither spende er regelmäßig Blut – an diesem Nachmittag war es seine 38. Blutspende.

Erfreulich war für die Organisatoren auch die Zahl der elf Erstspender. Zu ihnen zählte der 23-jährige Jonas Villinger aus Frohnschwand. "Ich habe in den Medien die Berichte über den hohen Bedarf an Blutplasma in der medizinischen Versorgung von Unfallopfern oder Krebspatienten verfolgt und deshalb eigentlich immer schon vorgehabt, Blut zu spenden. Heute habe ich dafür Zeit gefunden", sagte er. Jeder gesunde Mensch "sollte seinen Beitrag für die medizinische Versorgung der Mitmenschen leisten", fügte der Erstspender an.

Nach der Blutentnahme und einer kurzen Ruhephase konnten sich alle Spender mit einem vom DRK St. Blasien angebotenen Gulaschessen mit viel Salat sowie Kaffee und Kuchen stärken. Bei der Bewirtung unterstützte die katholische Frauengemeinschaft Höchenschwand das Rote Kreuz.

Der Blutspendedienst erhielt an dem Tag 129 Blutkonserven.