Die Dorfgemeinschaft hilft

Höchenschwander spenden 32 600 Euro nach Bauernhof-Brand

Stefan Pichler

Von Stefan Pichler

So, 19. August 2018 um 19:43 Uhr

Höchenschwand

Ein Brand hatte im Juli auf einem Bauernhof in Höchenschwand einen Schaden von einer Million Euro verursacht. Jetzt konnte der Bürgermeister der geschädigten Familie eine Spende übergeben.

Eine Spende von rund 32 600 Euro übergab Bürgermeister Stefan Dorfmeister kürzlich an die Familie Eckert, deren Anwesen bei einem Brand schwer beschädigt worden war.

Einen Schaden in Millionenhöhe hatte der Vollbrand des Ökonomieteils des landwirtschaftlichen Anwesens im Höchenschwander Ortsteil Strittberg angerichtet. Durch die Löscharbeiten war auch das angrenzende Wohnhaus so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass für die Bewohner des Hauses eine andere Unterkunft benötigt wurde. Auch musste der Viehbestand bei anderen Landwirten untergebracht werden.

Der Brand und seine Folgen für die Familie mit drei Kindern hatte in der Dorfgemeinschaft und darüber hinaus eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. So stellte die Besitzerin des als Ferienhaus genutzten alten Forsthauses in Strittberg ihr Anwesen für die Unterbringung der Familie zur Verfügung. "Wir haben auch anderweitige Angebote für eine Wohnung erhalten. Da das Forsthaus aber auf dem Nachbargrundstück zu unserem Wohnhaus steht, waren wir sehr froh hier unterzukommen", sagten Andreas und Anna-Lucia Eckert.

Die Dorfgemeinschaft hilft

Die Dorfgemeinschaft kümmerte sich um benötigte Schränke, half beim Ausräumen des Mobiliars aus dem Brandhaus oder kümmerte sich um die Unterbringung des Viehbestandes. Von der Gemeinde wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Zusätzlich gingen aus der Gesamtgemeinde zahlreiche Sachspenden ein.

Nun konnten Bürgermeister Stefan Dorfmeister und Kämmerer Michael Herr Andreas Eckert einen Spendenbetrag in Höhe von 32 608,30 Euro übergeben. "Wir sind als Gemeinde froh, dass bei diesem Fall die Dorfgemeinschaft so gut funktioniert hat. Es macht mich aber auch stolz, dass in der kurzen Zeit von nur vier Wochen ein so hoher Spendenbetrag zusammengekommen ist. Dies zeigt, dass von allen die Not und der Ernst der Lage für die Familie erkannt worden ist", sagte Bürgermeister Stefan Dorfmeister. Er hoffe, dass in absehbarer Zeit der Eckert Hof als Wahrzeichen von Strittberg wieder aufgebaut werden könne.

Dankbar zeigten sich Andreas und Anna-Lucia Eckert über das Mitgefühl, die Hilfsbereitschaft und tatkräftige Unterstützung, die sie von Beginn an erfahren hatten: "Wir sind überwältigt von der großzügigen und vielfältigen Hilfe, die uns aus Nah und Fern zu Teil wurde".

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