Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
18. Januar 2012
Diskussion um Gebühren für Marktstände
Im Gemeinderat Hohberg.
HOHBERG (rte). Soll der Wochenmarkt in Hofweier der Gemeinde etwas einbringen oder dürfen die Beschicker weiterhin ohne Standgebühr ihre Ware anbieten? Darüber hat der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsberatungen am Montagabend lebhaft diskutiert. "Wir wollen auf das Entgelt verzichten", erklärte Kämmerer Christof Kaiser, der Markt am Freitag Vormittag sei gerade so gut angelaufen, da solle nichts das Projekt gefährden.
"Kleinvieh macht auch Mist", hielt Hermann Seidt (FW) dagegen. Es handele sich dabei immerhin um die Summe von 2000 bis 3000 Euro, außerdem sei auch der Bauhof im Einsatz. Da könne man nicht die Einstellung haben: "Wir haben’s ja", so Seidt. Dieser Meinung schloss sich Thomas Schaub (CDU) an: "Wir kommen nie zu was, wenn wir nicht darauf schauen, welchen Aufwand die Gemeinde hat." Der Kämmerer hielt entgegen: "Ein funktionierender Wochenmarkt, dazu das Seniorencafé, das sollte es uns wert sein."
Es wäre schade, wenn jetzt eine Standgebühr erhoben würde, meinte Wilfried Hättig (SPD), der Markt werde jetzt nach einer längeren Anlaufphase doch sehr gut angenommen. Fraktionskollegin Annemarie Hettich fügte hinzu, dass manche Beschicker nur rund 50 Euro mit nach Hause nähmen, da lohne sich eine Gebühr nicht mehr. "Es wird den Bach runtergehen, wenn wir eine Standgebühr erheben", meinte auch Bürgermeister Klaus Jehle. Denn an manchen Wintertagen und im Sommerloch seien die Einnahmen sicherlich recht gering. Und der Aufwand des Bauhofes sei nicht nennenswert.
Werbung
Cordula Prinz (CDU) berichtete, dass Schutterwald 15 Euro Standgebühr erhebe und es in Hohberg bei den fünf Ständen auf diese Summe auch nicht ankäme. Außerdem sei das Café nicht nur für Senioren, sondern ein Marktcafé, das auch von jungen Leuten angenommen werde. Wolfgang Seitz (FW) argumentierte für einen "kleinen Betrag", die Verwaltung versprach, die tatsächlich anfallenden Kosten zu untersuchen und das Thema dann noch einmal aufzugreifen.
Autor: rte
