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24. Januar 2012

Etat für Werkrealschule wird erhöht

Gemeinderat Hohberg berät weiter über Haushalt für 2012 / Fraktionen sprechen sich für mehr Geld für die Schule aus.

HOHBERG (rte) "Bei den Haushaltsberatungen sind wir weg von Klein-Klein, und die Fraktionen ticken ähnlich". So hat Thomas Schaub (CDU) die einvernehmliche Atmosphäre in der mehrstündigen Sitzung zum Haushalt 2012 kommentiert. Viel Lob gab es aus allen Fraktionen für die Vorbereitung seitens der Verwaltung; "supertoll aufbereitet", befand Walter Gutmann (Freie Wähler).

"Es war ein Riesenwerk", sagte Bürgermeister Klaus Jehle zum Etat 2012, der mit einem Volumen von mehr als 20 Millionen Euro der größte Haushalt sein wird, den die Gemeinde je vorgelegt hat. Gegenüber dem ersten Entwurf hat sich der Etat um 38 000 Euro auf ein Gesamtvolumen von 20,583 Millionen Euro erhöht; auf den Verwaltungshaushalt kommen rund 16 Millionen Euro. Diese Daten sind indes vorläufig, denn im Zuge der Haushaltsberatungen haben sich wiederum neue Zahlen ergeben. Mehr Geld soll vor allem in die Zukunft der Gemeinde investiert werden, in Schulen und Kindergärten, die Infrastruktur der Gemeinde und mit dem Bau der beiden Rückhaltebecken in die Sicherheit der Einwohner.

Für die Kindergärten hat der Gemeinderat den Etat um 50 000 Euro auf insgesamt 1,410 Millionen Euro aufgestockt, für die Werkrealschule wurden zusätzlich 9000 Euro für Computer bewilligt, und für 2000 Euro soll neues Mobiliar für die Schulküche angeschafft werden. "Wir unterstützen die Schulanträge", so die SPD, doch frage man sich, warum Stühle angeschafft wurden, die nach Auskunft der Verwaltung nicht "schülertauglich" seien. Die Räte waren sich weiterhin einig, dass der Fehlbetrag aus dem Schuletat des vergangenen Jahres in Höhe von 1500 Euro nicht dem Budget für 2012 (45 340 Euro) entnommen werden sollte. "Das wäre nur eine Verschiebung", sagte Wolfgang Schilli (FW). Kämmerer Kaiser erläuterte, dass das Minus durch die Differenz von geplanten und tatsächlichen Schülerzahlen (152 statt geplante 112) entstand.

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Wolfgang Seitz (FW) fand den Schuletat fürs laufende Jahr ohnehin zu eng bemessen. Es sei eine "unbedingte Notwendigkeit", die Schulen so auszustatten, dass sie gut arbeiten könnten. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass beispielsweise Versicherungen in Höhe von 4000 Euro aus dem Budget bezahlt werden müssten. Der Meinung war auch sein Fraktionskollege Walter Gutmann. "Fixkosten gehören nicht zum Budget", außerdem müsse man sich vor Augen führen, dass es sich um eine grundsätzliche Änderung der Schullandschaft handele. Daher müsse das Budget variabel sein und sich auf neue Anforderungen einstellen können.

"Ja, wir brauchen eine Art Anschubfinanzierung", sagte Thomas Schaub (CDU). Es gehe darum, die Schulen attraktiv zu machen, dass die Eltern den Eindruck haben: "Da geht was." Die Räte befürworteten eine Etaterhöhung der Werkrealschule um 10 000 Euro. Man müsse die Situation nochmal im Einzelnen diskutieren, und grundsätzlich überdenken, was aus dem Budget finanziert werden soll, so Bürgermeister Jehle.

Autor: rte