Leserbriefe

Steffen Müller, Hohberg

Von Steffen Müller & Hohberg

Mi, 29. November 2017

Hohberg

FEHLPLANUNG AN DER B 3
Gefährlicher Radweg
Zum Polizeibericht "Unfall mit drei Schwerletzten auf der B 3 bei Hohberg" von Montag, 27. November.
Seit Jahren frage ich mich, wie man eine Straße beziehungsweise den Rad- und Wirtschaftsweg so planen kann, wie im Falle der B 3 zwischen Offenburg und Lahr, nämlich ohne Schutzeinrichtungen. Ich habe diesen Radweg früher als Pendler regelmäßig und bei jedem Wetter genutzt und bin auch heute noch immer wieder darauf unterwegs. Als Radfahrer bekommt man schon ein mulmiges Gefühl, wenn einem die Autos genau auf Kopfhöhe entgegenkommen, da der Radweg tiefer liegt. Riskante Überholmanöver und überhöhte Geschwindigkeit werden aus dieser Perspektive sehr unmittelbar als Gefahr wahrgenommen. Dies ist vor allem nachts, bei schlechter Sicht oder im Herbst und Winter bei rutschiger Straße ein großes Problem.

Nachts werden die Radfahrer zudem durch die in Augenhöhe fahrenden Autos dermaßen geblendet, dass die Fahrt auf dem Radweg streckenweise einem Blindflug gleicht. Ich kenne die Unfallstatistik nicht, habe aber vor einigen Jahren bereits einer jungen Autofahrerin als Ersthelfer beigestanden, als sie aus ungeklärten Gründen im wahrsten Sinne des Wortes den "Abflug" über den Radweg ins Maisfeld gemacht hatte. Dies passierte, als ich gerade auf dem Radweg in Richtung Offenburg unterwegs war – glücklicherweise etwa 100 Meter vor mir.

Schutzeinrichtungen wie Leitplanken sollten dann natürlich so ausgeführt werden, dass Gefahren für Motorradfahrer minimiert werden. Auch für diese hat die B 3 zwischen Elgersweier und Hofweier nämlich ein "Schmankerl" parat: Dort ragen abgeschrägte Rohre, die wahrscheinlich der Böschungsentlüftung dienen, mit ihren Spitzen direkt in Richtung Fahrbahn. Mein Tipp für dort: Diese einfach umdrehen. Steffen Müller, Hohberg