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04. Mai 2011

"Die Bedingungen hier sind ideal"

Mit Katharina Höfer und David Petzoldt treten zwei neue mobile Jugendsozialarbeiter in Schallstadt und Ebringen ihren Dienst an.

  1. Neue Gesichter in der offenen mobilen Jugendarbeit: David Petzoldt und Kathrin Höfer studieren an der Evangelischen Hochschule Freiburg Soziale Arbeit und sind seit April in Schallstadt und Ebringen tätig. Foto: Silvia Faller

EBRINGEN/SCHALLSTADT. Katharina Höfer (23) und David Petzoldt (29) sind die neuen Jugendsozialarbeiter in Schallstadt und Ebringen. Die beiden lösen Markus Wenberg ab, der diese Stelle von Oktober 2009 an lang innehatte. Wenberg und das Christophorus Jugendwerk Oberrimsingen haben in beidseitigem Einvernehmen den Arbeitsvertrag, der auf ein Jahr befristet war, nicht verlängert.

Katharina Höfer, die beim Christophorus Jugendwerk schon ihr Praxissemester absolviert hat, war von Januar an schon stundenweise in Ebringen tätig, damit der Jugendraum an der Schönberghalle am Mittwoch und Freitag geöffnet bleiben konnte. Nun freut sie sich, zusammen mit ihrem Lebenspartner David Petzoldt die mit einem Beschäftigungsumfang von 75 Prozent ausgestattete Stelle einzunehmen. Abgesehen von der Begleitung der Aktivitäten in den Jugendräumen – auch in Schallstadt gibt es mit dem Häusle am Alten Sportplatz einen Raum, dessen Trägerverein seit wenigen Tagen eine neue Führungsspitze hat (die BZ berichtet noch) – ist es ihre Aufgabe, Kontakte mit den Schulen, Vereinen und dem Jugendsachbearbeiter der Polizei aufzubauen und zu pflegen. Auch werden Katharina Höfer und David Petzoldt mit Jugendlichen neue Angebote entwickeln und sie – wenn nötig – in schwierigen Situationen unterstützten und beraten sowie die Jugendlichen draußen an ihren Treffpunkten aufsuchen. Beide studieren an der Evangelischen Hochschule Freiburg Sozialarbeit, werden demnächst ihre Abschlussarbeit beginnen und im Februar 2012 das Studium beenden.

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Katharina Höfer stammt aus Ihringen und hat vor Studienbeginn ein Freiwilliges Soziales Jahr im heilpädagogischen Heim Tüllinger Höhe des Diakonischen Werks der Evangelischen Landeskirche Baden geleistet. David Petzoldt ist in Hannover aufgewachsen, hat nach dem Schulabschluss zunächst eine Ausbildung zum Erzieher absolviert, war dann vier Jahre lang bei der Bundeswehr beschäftigt und kam 2008 zum Studium nach Freiburg. Auch er freut sich auf die Aufgabe in den beiden Gemeinden.

"Die Bedingungen für mobile Jugendarbeit sind hier ideal", sagt er. Und zwar deshalb, weil an beiden Orten in zentraler Lage Jugendräume bestehen und ein vielfältiges Vereinsleben existiert, was Anknüpfungspunkte zur offenen Jugendarbeit ermöglicht. Auch sei in beiden Rathäusern eine "große Offenheit für das Thema" anzutreffen, ergänzt Katharina Höfer, die schon Gesprächskontakte hatte. Zur großen Vorstellungsrunde starten die beiden in diesen Tagen.

Die Belegung der Jugendräume sehen sie als eine große Herausforderung, was auch von den beiden Vorgängern, Matthias Hittinger und Markus Wenberg, so gesehen wurde. Es geht darum, Teams von Jugendlichen zu finden, die Verantwortung übernehmen. Für das Schallstadter Häusle sollen wieder mehr Jugendliche begeistert werden, in Ebringen geht es darum, Jüngere zu motivieren. Das von Markus Wenberg erst vor einem Jahr gebildete Leitungsteam – im April 2010 wurde der Raum in der Schönberghalle nach einer Schließzeit offiziell wieder eröffnet – hat sich wieder weitgehend zerstreut.

"Ich habe noch sechs Jugendliche angetroffen. Sie sind zwar voll dabei, aber im nächsten Jahr machen sie Abitur. Und daher ist absehbar, dass sie sich nicht auf Dauer engagieren können", erzählt Katharina Höfer. Sie und Petzoldt planen zum Auftakt eine Zukunftswerkstatt, wozu öffentlich eingeladen wird. Sie soll Ideen und Vorschläge erbringen, wie die Jugendräume genutzt werden und aussehen sollen.

Offene Mobile Jugendarbeit in den Gemeinden Schallstadt und Ebringen, Telefon: 0176/41102783, Email: omj-schallstadt-ebringen@gmx.de

Autor: Silvia Faller