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10. November 2011

Hohe Summen für Hochwasserschutz

VG Hexental hat den Haushalt für 2012 verabschiedet / Rückhaltebecken Selzental wird saniert.

  1. Weist gravierende Sicherheitsmängel auf: das Hochwasserrückhaltebecken Selzental zwischen Au und Horben. Foto: Thomas Krämer

HEXENTAL (tab). Es dauerte nicht lange – und der Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hexental für das kommende Jahr war beschlossene Sache. Geprägt ist der Etat wieder von hohen Investitionen in den Hochwasserschutz: Das Becken Selzental muss für über 440 000 Euro saniert werden. In dem Zahlenwerk aber macht sich auch die Schließung der Hauptschule bemerkbar.

So sank das Volumen des Haushalts von 2,868 Millionen in 2011 auf 1,774 Millionen im kommenden Jahr. Auf den Verwaltungshaushalt, in dem die laufenden Ausgaben der Verwaltungsgemeinschaft zusammengefasst sind, entfallen fast 1,156 Millionen, auf den Vermögenshaushalt – aus ihm werden Investitionen getätigt – 618 000 Euro.

Die Personalausgaben der Verwaltungsgemeinschaft verringern sich deutlich: Mit 692 000 gibt der Verband hier über 70 000 Euro weniger aus als noch 2011. Grund dafür: Der Nachfolger von Hauptamtsleiter Friedrich Treuheit ist nicht mehr bei der VG, sondern bei der Gemeinde Merzhausen angestellt. Sie hat somit auch diese Personalkosten zu übernehmen. Aus Bestandsgrünen bleibt die VG zwar weiterhin Arbeitgeberin der Schulsekretärin, die Gemeinde Merzhausen aber leistet jedoch den vollen Kostenersatz. Der gesamte Personalkostenersatz, den Merzhausen an die VG bezahlen muss, beträgt 112 500 Euro. Umgekehrt aber muss der Verband 111 800 Euro an die Gemeinde bezahlen. Dazu kommt noch ein Sachkostenaufwand von knapp 40 000 Euro. Für Änderungen im Flächennutzungsplan (FNP) sind 5000 Euro angesetzt. Sie werden allein von Sölden getragen, da die Gemeinde für den Neubau ihres Bauhofs am Ortsrand Richtung Wittnau eine FNP-Änderung benötigt.

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Der Hochwasserschutz beschäftigt den Verwaltungsverband auch 2012 weiter: Zu einen soll ein neuer Kostenverteilungsschlüssel für die Mitgliedsgemeinden berechnet und ausgehandelt werden, zum anderen stehen im Vermögenshaushalt 120 000 Euro als weitere Planungsrate für das neue Becken "Enge" (möglicher Standort könnte beim Schützenhaus in Au sein) und 443 000 Euro für die Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens "Selzental" zwischen Horben und Au. Geplant war diese Sanierung eigentlich schon für das laufende Jahr. Für den Gewässerausbau des Dorfbachs in Merzhausen sind 32000 Euro eingeplant, diese Kosten aber trägt die Gemeinde.

Die Sanierung des Beckens "Selzental" wurde in der Sitzung der Verbandversammlung durch die Ingenieure des Büros Ernst & Co. vorgestellt. 1977 wurde das Becken mit einem Volumen von 36 000 Kubikmeter Wasser erbaut, heute weist es erhebliche Sicherheitsmängel auf. So ist beispielsweise der Damm undicht. Er wird nun saniert und erhöht, ein zweiter Ablassschieber und eine elektronische Wasserstandsmessung werden eingebaut, die Zufahrt ins Becken wird verbessert und der Damm gerodet.

Die Kosten von 443 000 Euro werden mit 70 Prozent vom Land Baden-Württemberg bezuschusst, für die verbleibenden 134 000 Euro muss die VG einen Kredit aufnehmen. Zins- und Tilgungsleistungen werden von Merzhausen, Au, Horben und Wittnau. Sölden entstehen keine Kosten, da es keine Einzugsfläche für die Hochwasserrückhaltebecken hat. Ausgeschrieben werden die Arbeiten im Dezember, Baubeginn soll im Februar sein, die Bauzeit beträgt rund vier Monate.

Autor: tab