Horben lässt den Berg beben

Louis Groß

Von Louis Groß

Di, 24. Juli 2018

Horben

Freilufttheater, Live-Musik und Wandererhock trotzen mancher Wetterkapriole.

HORBEN. Bereits in die achte Runde ging das vom Musikverein Horben veranstaltete Open-Air-Fest Bergbeben im Heubuck. Neben Freilufttheater, Live-Musik und einem Wandererhock gab es für Jugendliche und Erwachsene auch die Möglichkeit, ihr Können als Baggerfahrer auf die Probe zu stellen. Regenfälle und Gewitter am Wochenende ließen das Fest zwar nicht ins Wasser, den Strom aber das eine oder andere Mal ausfallen.

Ein wundervoller Blick bot sich dem Besucher der Wiese im Heubuck, auf dem das Open-Air-Fest Bergbeben stattfand. In der Ferne sah man ein grünes Schwarzwald-Panorama, direkt vor der Nase lag ein liebevoll gestaltetes Gelände mit bunten Lichterketten, holzverkleideten Pavillons und Festzelt. Das Fest eröffnet hat am Freitag die Laienspielgruppe des Tauziehclubs Eschbachtal mit dem Stück "Geht die Katze, tanzen die Mäuse". Es handelt von Draufgänger Detlef, der nach 25 Ehejahren nochmal richtig auf den Putz hauen will. Als seine Frau für einige Wochen auf Kur muss, ergibt sich die perfekte Gelegenheit – doch dann kommt alles anders als geplant. "Es ist ein Stück aus dem Leben, mit dem sich bestimmt einige identifizieren können", erzählte Mitorganisator Benjamin Kindle, ehemaliger Vorsitzender des Musikvereins. "Es gab durchweg positive Resonanz, und das Publikum war aufmerksam und angetan", sagte er.

Die große Herausforderung sei gewesen, das Fest sozusagen "aus dem Boden zu stampfen", berichtete Kindle. "Hier gab es zunächst keinen Strom und kein Wasser", die Organisation habe aber auch einfach Spaß gemacht. Das Bergbeben finde im Zwei-Jahres-Takt statt, anders sei es für den Verein auch nicht zu stemmen.

500 bis 600 Gäste aus Horben und den umliegenden Hexentalgemeinden erhoffte man sich am Samstag zum Konzert der Band Lancelot. Die Band existiert seit 25 Jahren und wechselte seitdem immer wieder in der Besetzung. "Wir sind froh, dass wir heute hier sind", sagte Sebastian Häßler, Manager und Gitarrist der Band. Die sechsköpfige Formation mit Gitarre, Schlagzeug, Keyboard, Bass und zwei Gesangsstimmen spielte Klassiker aus den vergangenen vier Jahrzehnten Rockgeschichte. Von ACDC, über Bon Jovi bis Nickelback sei alles dabei, erklärte Häßler.

Kindle sagte später: "Wir haben das Beste draus gemacht." Denn auch der Samstag blieb vom Unwetter nicht verschont, was drei Stromausfälle und eine Unterbrechung der Liveshow zur Folge hatte. Umso beachtenswerter war es, wie Band und Publikum trotz erschwerter Bedingungen den Spaß an der Sache nicht verloren. Getanzt und gesungen wurde bis spät in die Nacht.

Für das leibliche Wohl wurde unter anderem mit Brutzelfleisch vom Grill oder Kartoffelecken mit Kräuterquark gesorgt. Am Sonntag zum Wandererhock übernahmen die Jugendkapelle des Musikvereins Horben sowie Gastkapellen aus Sulzburg, Gündlingen und St. Georgen das musikalische Programm. Für die Kleinen wurden Hüpfburg und Kinderspiele angeboten, während sich die Größeren in einem Baggerparcours versuchen konnten.