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05. Dezember 2011
Neue Urnenstelen auf dem Friedhof
In Horben wurde zwischen zwei Stelen mit je sieben Nischen ein altes Grabkreuz aufgerichtet.
HORBEN (gln.). "Eigentlich hätte man ein Bild machen müssen, wie diese Stelle vorher aussah," erst dann könnte man so richtig würdigen, was für eine "tolle Anlage" auf dem Friedhof in Horben entstanden ist. Horbens Bürgermeister Markus Riesterer meinte damit die neue Urnenstelenanlage, die jetzt fertig gestellt wurde. Rund 15 000 Euro hat die Gemeinde investiert. Immer wieder war das Projekt aus Mangel an Geld und wegen des unklaren Standorts verschoben worden, doch mittlerweile sind die Grabfelder für Urnen auf dem Friedhof belegt und gleichzeitig steigt auch in Horben die Nachfrage nach Urnengräbern. Deshalb wurde das Projekt jetzt umgesetzt, allerdings erst, nachdem sich der Gemeinderat intensiv mit der Frage beschäftigt hatte, was zur Gemeinde und zum bestehenden Friedhof am besten passt.
Insgesamt acht Anbieter waren am Ausschreibungsverfahren beteiligt, so Hauptamtsleiter Bernd Schmid, den Zuschlag erhielt letztlich die Firma Weiher aus Freiburg. Das von ihr angebotene Würfelsystem, hergestellt aus dem Naturmaterial Granit, passe sich harmonisch in das bestehende Friedhofsbild ein, war die Meinung des Gemeinderates. Entstanden sind jetzt Urnenstelen mit je sieben Nischen, die Platz bieten für die Aufnahme von je zwei Schmuckurnen. Falls einmal mehr Bedarf bestellen sollte, ist dieser dank der zwei gleich mitgebauten Erweiterungssockel leichter zu decken. Integriert wurde zwischen die beiden Stelen ein Grabkreuz, das der Gemeinde im Rahmen einer Grabauflösung gestiftet wurde. Zu der Anlage, von der aus man einen herrlichen Blick hat, gehört auch eine Ruhebank, die die Möglichkeit bietet, inne zu halten und der verstorbenen Angehörigen oder Freunde zu gedenken. "Sehr gelungen" und "hier ist alles aus einem Guss" war denn auch das Votum der beim Abschluss der Bauarbeiten anwesenden Gemeinderäte.
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Tobias Weiher, Geschäftsführer der Weiher GmbH erklärte, der Bedarf an Urnengrabstätten habe in den vergangenen 20 Jahren deutlich zugenommen. 1990, so Weiher, gab es in Deutschland 5 Prozent Feuerbestattungen, im Jahr 2000 bereits 25 Prozent und mittlerweile sind es 50 bis 60 Prozent. In Horben sei es gelungen, eine Verbindung zwischen Tradition (das restaurierte Grabkreuz) und Moderne (die Urnenstelen) zu schaffen. Ziel sei es gewesen, die vorhandene Friedhofskultur zu wahren und die Urnenstelen harmonisch in den Friedhof zu integrieren. Die neue Anlage "an diesem wunderschönen Platz" könne den Friedhof mehr zum Begegnungspunkt für Menschen machen, auch für solche, die selbst keine Angehörigen auf dem Friedhof haben.
Autor: gln
