VG überträgt Horbens Verwaltung

Julius Wilhelm Steckmeister

Von Julius Wilhelm Steckmeister

Fr, 22. Juni 2018

Merzhausen

Merzhausen übernimmt.

MERZHAUSEN (just). Um dem Antrag der Gemeinde Horben auf Erledigung der Verwaltungsaufgaben durch die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hexental entsprechen zu können, bedürfe es der Zustimmung der Verbandsversammlung. Dies erläuterte der Verbandsvorsitzende der VG Hexental, Merzhausens Bürgermeister Christian Ante, bevor er kurz auf den Anlass des Antrags einging.

Im Frühjahr 2019 wird Markus Riesterer, langjähriger ehrenamtlicher Bürgermeister Horbens, aus dem Amt scheiden. Bereits zum August wechselt Horbens Hauptamtsleiter Bernd Schmid ins Merzhauser Rathaus. "Der Sachverhalt ist bekannt und wurde vom Gemeinderat Merzhausen schon positiv beschieden." Die VG überträgt die Aufgabe an die Gemeinde Merzhausen. "Horben hat ein bis zwei Stellen weniger in der Verwaltung als die übrigen Hexentalgemeinden. Auf Dauer hätte die Gemeinde so nicht weitermachen können", sagte Ante. Ohnehin sei es aufgrund des Fachkräftemangels schwierig, Stellen zu besetzten.

VG will Eigenständigkeit der Gemeinden dennoch stärken

"Wir sind im Sinne der interkommunalen Solidarität im Hexental bereit, diesen Kraftakt mitzugehen. Die ganzen Hexentalgemeinden und die Verwaltungsgemeinschaft sind ein sehr fragiles Gebilde", sagte er. "Die VG hat das Ziel, die Eigenständigkeit der Hexentalgemeinden zu stärken, und das kann auch über eine Unterstützung der Verwaltung geschehen", gab sich Ante überzeugt. In Sachen Eigenständigkeit versprach er den Horbenern, dass es auch weiterhin "eine Präsenz vor Ort und eine gute Dienstleistungsqualität" geben werde.

"Der Fachkräftemarkt ist finster", bestätigte Riesterer. Von ihm wollte Hannah Kegel (Bündnis 90/ Grüne) wissen, wie hoch der finanzielle Unterschied zwischen einem haupt- und einem ehrenamtlichen Bürgermeister sei. "Ein Ehrenamtlicher ist etwa halb so teuer", antwortete Riesterer. Hier seien jedoch die Pensionsansprüche nicht berücksichtigt, ergänzte Ante. "Der Gemeinderat Horben hat sich einstimmig für diese Lösung entschieden", sagte der scheidende Bürgermeister zum klaren Abstimmungsauftrag in der Verbandsversammlung.

"Ich bin Vergangenheit – ich möchte nicht die Zukunft bestimmen", ergänzte Riesterer, der sich aus diesem Grunde bei der Abstimmung, die einstimmig erfolgte, auch enthielt. Für die der Verwaltungsgemeinschaft durch die Mehrarbeit entstehenden Mehrkosten kommt die Gemeinde Horben vollständig auf.