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27. September 2011

Vorfahrtsregel einheitlich

Gemeinderat Horben diskutierte Verkehrssituation im Ort.

  1. Der nördliche Ortseingang: Wer von Langackern nach Horben hineinfährt, soll nach dem Willen des Rates runter auf Tempo 40. Foto: Axel Dröber

HORBEN (axe). Wer mit dem Auto durch Horben fährt, der wird die Verkehrssituation im Ort übersichtlich finden. Das könnte sich allerdings ändern, wenn das Neubaugebiet Heubuck am Ortseingang mehr und mehr besiedelt wird. Wo zurzeit noch einzelne Häuser stehen, wird bald ein eigener Ortsteil entstehen, von dem aus auch ein größeres Verkehrsaufkommen ausgehen dürfte.

In der jüngsten Sitzung diskutierten die Gemeinderäte darüber, wie künftig die Verkehrsführung in Horben aussehen soll. Mit Blick auf den Bereich kurz hinter dem nördlichen Ortseingang waren die Vorfahrtsregelung und die Geschwindigkeitsbegrenzung die zentralen Fragen, über die diskutiert wurden. Nach dem Willen von Bürgermeister Markus Riesterer könnte die große Straße Richtung Dorfmitte zur Vorfahrtsstraße werden, wobei er hier eine einheitliche Regelung für den ganzen Ort vorschlug. In einer Zwischenabstimmung billigten die Räte diesen Vorschlag. Eine durchgehende Vorfahrtstraße durch den Ort soll bei der Straßenverkehrsbehörde beantragt werden, womit auch an anderen Kreuzungen wie zum Steinmühleweg, zum Mühle- und zum Katzentalweg eine einheitliche Vorfahrtsregelung gelten würde.

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Schwieriger gestaltete es sich, eine Einigung über die Geschwindigkeitsbegrenzung zu erzielen. Dass die Geschwindigkeit über die innerorts vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer hinaus begrenzt werden sollte, vertraten alle Gemeinderäte. Noch habe man ortseinwärts freie Sicht, argumentierte etwa Franz-Georg Blattmann. Wenn aber erst einmal die noch freie Fläche mit Häusern und Gärten besiedelt sei, werde die Sicht behindert. Hermann Steiert sprach sich dafür aus, die Begrenzung im ganzen Ort einheitlich zu regeln. Wer vom Langacker kommend nach Horben hineinfährt, muss kurz vor dem Rathaus mit dem Tempo runter auf 30. Steiert schlug vor, diese Begrenzung ab dem Ortsschild gelten zu lassen. Unterstützung erhielt der Rat von Maria Kurz, die daran erinnerte, dass im Neubaugebiet auch viele Familien leben würden und der Bereich zu einem Spielgebiet werden könnte. Demgegenüber sprachen sich andere Räte dafür aus, zwischen der bestehenden 30er-Zone und der Ortseinfahrt Tempo 40 zur Vorschrift zu machen. Bei einer Nein-Stimme wurde dieser Vorschlag vom Gremium angenommen.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Parkregelung im Ort. Immer wieder wird in der Gemeinde über dieses Thema debattiert. Aktuell gibt es keine gesonderten Einschränkungen, geparkt werden darf überall, wobei die üblichen Vorschriften gelten. Fahrzeuge dürfen nicht auf dem Gehsteig stehen, sollen aber auch die Straße nicht komplett versperren. Oft werden diese Vorschriften in Horben nicht eingehalten, was besonders akut wird, wenn in der Halle oder im Raben Feste gefeiert werden, die viele Besucher anziehen. Besonders größere Fahrzeuge, wie landwirtschaftliche Zugmaschinen oder Transporter der Feuerwehr, können unter Umständen behindert werden. Für die Räte stellte sich daher wieder einmal die Frage, ob hier eine Beschränkung bei der Verkehrsbehörde beantragt werden sollte oder nicht. Dabei sprachen sich einige Räte dagegen aus. Es sei besser, die Situation so zu belassen, erklärte Reinhard Brunner. Eine Beschränkung sei unnötig, pflichtete ihm Franz-Georg Blattmann bei. Schließlich seien es vor allem Anwohner, die vor ihrem Haus parkten. "Eine zeitweise Enge kann man durchaus tolerieren", meinte der Rat. Und Hermann Steiert erinnerte daran, dass die gesetzliche Regelung besser umgesetzt werden müsste.

Dagegen sah Hans-Peter Buttenmüller Handlungsbedarf. "Die Straße ist oft verstopft." Die Situation bedürfe eindeutig einer Regelung, zumal Landwirte und Feuerwehr massiv behindert würden. Der im Publikum anwesende Feuerwehrkommandant Hans-Peter Amann durfte spontan die Parksituation aus der Sicht des Fachmanns schildern. Amann bestätigte, dass es gerade in Notfällen zu Behinderungen kommen könnte. Während sich die Parksituation rund um das Gerätehaus verbessert habe, könnte es auf der Durchfahrtsstraße brenzlig werden, wenn die Kameraden zu einem Einsatz ausrückten und andere Fahrzeuge in der zugeparkten Straße nicht ausweichen können.

In der Abstimmung sprachen sich drei Räte dafür aus, eine Beschränkung zu beantragen. Sie wurden allerdings von acht ihrer Gremiumskollegen überstimmt, die sich dagegen aussprachen, eine gesonderte Beschränkung zu beantragen.

Autor: axe