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21. Juli 2010
1400 Gäste mit großem Wissensdurst
Großer Ansturm beim Tag der offenen Tür der Lastverteilung / Schaltanlage Kühmoos.
RICKENBACH. Der erste Tag der offenen Tür seit Inbetriebnahme im Jahr 1967: Sonntag öffnete die Lastverteilung und Schaltanlage Kühmoos, zwischen Egg und Willaringen gelegen, erstmals ihre Pforten. Rund 1400 Besucher kamen – und überraschten damit die Schluchseewerk AG.
"Unter einem Kraftwerk kann sich jeder etwas vorstellen, unter einer Schaltanlage nicht", so Thomas Rudloff. Der Fachbereichsleiter der Schluchseewerk AG hatte daher befürchtet, dass das Interesse in der Bevölkerung nicht allzu groß ausfallen würde. Doch die Sorge war unbegründet, denn genau das Gegenteil war der Fall. Fast 1400 Besucher fanden am Sonntag den Weg zum abgelegenen Kühmoos. Und was sie zu ihrem Besuch bewegte, schien oft gerade ihr Unwissen über die Lastverteilung/Schaltanlage zu sein. So genossen die Besucher am Tag der offenen Tür zwar den Festbetrieb, hörten den aufspielenden Trachtenvereinen aus Altenschwand und Herrischried zu und ließen die Kinder auf der Hüpfburg spielen, allem voran aber nutzten sie das Angebot, sich zu informieren.
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Besucher-Gruppe um Besucher-Gruppe ließ sich von den Kühmoos-Mitarbeitern in der Außenanlage die Schaltanlagen erklären. Im Wartengebäude wurde ein Kurzfilm über das Unternehmen Schluchseewerk AG angeboten. Das Highlight des Rundgangs und stets gut besucht war aber die Lastverteilung. Hier informierten sich die Besucher darüber, wie Stromverbrauch und -erzeugung ausbalanciert, und der Kraftwerkseinsatz gesteuert werden.
Um die mitunter doch komplizierte Theorie besser darzustellen, gab es am Sonntag außer den Betriebsführungen auch das ein oder andere Modell zu begutachten. Eines veranschaulichte beispielsweise die Stromgewinnung durch Pumpspeicherkraftwerke. Besonders interessiert waren die Besucher am Modell zum geplanten Neubauprojekt Atdorf. Bis zum Festende gegen 17 Uhr gaben die Mitarbeiter ausführlich Auskunft über Sinn und Notwendigkeit des Projekts.
Das Fazit am Ende des Tages war bei Besuchern und Veranstaltern dasselbe und bestand meist nur aus einem Wort: "Super." Und der ein oder andere Schluchseewerk AG-Mitarbeiter fragte sich, warum man nicht schon früher einmal einen Tag der offenen Tür angeboten, sondern 43 Jahre damit gewartet hatte.
Autor: Saskia Baumgartner



