90 Prozent weniger CO2

psc

Von psc

Do, 16. April 2009

Hotzenwald

Pelletsheizung im Rathaus.

RICKENBACH (psc). Die Gemeinde Rickenbach vollführt den Einstieg in die regenerative Energie. Die neue Pellets-Heizanlage im Untergeschoss des Rathauses wurde nun von Bürgermeister Norbert Moosmann eingeweiht. "Als Kommune gehen wir mit gutem Beispiel voran", erklärte Moosmann mit Blick auf den im Vergleich zur herkömmlichen Ölheizung geringen Schadstoffausstoß. In Zahlen: Die alte Ölheizung im Rathaus produzierte 37 000 Kilo, die Pelletsheizung nur 3 400 Kilo CO2 im Jahr – das ist ein Zehntel des früheren Schadstoffausstoßes. Das Konzept der neuen Anlage stammt von Jürgen Pritzel, Ingenieur aus Giersbach. Ausgeführt hat sie die Firma Manfred Schäuble aus Hottingen. Auch beim Bau des Pelletslagers war mit der Zimmerei Baumgartner aus Willaringen ein einheimischer Betrieb tätig. Das Lager befindet sich im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus auf der Westseite des Rathauses. Derzeit lagern dort sieben Tonnen Pellets. Das Fassungsvermögen liegt bei 28 Tonnen. Die Erneuerung der Heizanlage kam Ende Sommer 2008 auf den Tisch. Der Brenner der Ölheizung war defekt. Für die Verwaltung und den Gemeinderat stellte sich die Frage: reparieren oder komplett erneuern? Gemeindemitarbeiter Walter Thoma äußerte damals Bedenken gegen eine Reparatur. Nach Diskussionen im Gemeinderat entschied dieser sich für die Pelletsheizung verbunden mit der Forderung eines Kostenlimits von 61 000 Euro. Die wurde laut Moosmann unterschritten. "Wir liegen momentan bei 50 000 Euro", informierte Jürgen Pritzel. Bürgermeister Moosmanns Fazit: "Der Gemeinderat hat die richtige Entscheidung getroffen." Jürgen Pritzel lobte die gute Zusammenarbeit der beteiligten Firmen. Die Anlage wird künftig von Walter Thoma betreut. Der Ausbau eines Vollwärmeschutzes steht noch an.