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15. Juli 2010
Bürger wollen das Spital und das Jugendhaus
Telefonumfrage der BZ bringt eindeutige Ergebnisse.
BAD SÄCKINGEN (akr). Bad Säckingen ohne Krankenhaus und Bad Säckingen ohne Kinder- und Jugendhaus: Das geht gar nicht. Und von Steuererhöhungen zur Lösung der städtischen Finanzkrise sollte der Gemeinderat auch besser die Finger lassen. Das sind drei markante Ergebnisse einer Telefonbefragung der Badischen Zeitung in der vergangenen Woche. Die BZ wollte es wissen und hat 1145 Bad Säckinger am Telefon nach ihrer Meinung zu fünf aktuellen lokalen Themen befragt. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, einen gewissen Aussagewert haben sie aber doch.
So fällt auf, dass der mögliche Bau eines großen Staubeckens im Haselbachtal auf das Freizeitverhalten vieler Bad Säckinger keinen oder nur einen geringen Einfluss haben würde. 28,1 Prozent der Befragten gaben an, das Haselbecken würde das Freizeitverhalten auf keinen Fall beeinträchtigen. Mit "eher nicht" antworteten 33,5 Prozent. Immerhin 21,1 Prozent gaben an, solch ein Becken würde das Freizeitverhalten auf jeden Fall beeinflussen; mit "wahrscheinlich" antworteten 17,2 Prozent.
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Brandaktuell die Frage und eindeutig die Antwort: 92,4 Prozent der Befragten können sich Bad Säckingen ohne Krankenhaus nicht vorstellen. Bad Säckingen brauche das Spital auf keinen Fall, meinten zwei Prozent, und Bad Säckingen brauche es eher nicht, meinten 5,6 Prozent der Befragten. Wie gestern berichtet, soll das Krankenhaus zu Beginn des kommenden Jahres aus dem Klinikverbund HBH herausgelöst werden und gemeinsam mit dem Waldshuter Krankenhaus in eine neue Gesellschaft geführt werden, die zu 60 Prozent vom Spitalfonds Waldshut und zu 40 Prozent vom Landkreis getragen wird.
Nicht minder eindeutig die Antwort auf die Frage, ob Bad Säckingen ein Kinder- und Jugendhaus benötigt. 696 Befragte oder 60,8 Prozent meinten "auf jeden Fall"und 346 Befragte (30,2 Prozent) antworteten mit "eigentlich schon". "Eher nicht" sagten 7,1 Prozent und "auf gar keinen Fall" sagten 1,9 Prozent.
Dauerbrenner Sparen: Zur Lösung der Finanzprobleme dürfe die Stadt die kommunalen Steuern auf gar keinen Fall erhöhen, meinten 54,3 Prozent der Befragten, "eher nicht" erhöht werden sollten die Steuern nach Meinung von 32,6 Prozent. Die Steuern müssten auf jeden Fall hoch, antworteten 3,2 Prozent und mit einem "eher ja" argumentierten 9,9 Prozent.
Ein gutes Zeugnis stellten die 1145 Befragten dem Bad Säckinger Einzelhandel aus. Zufrieden mit dem Angebot zeigten sich 59,3 Prozent, sehr zufrieden 19,9 Prozent. "Eher unzufrieden" waren 17,3 Prozent und "völlig unzufrieden" nur 3,5 Prozent der von der BZ Befragten.
Autor: mie
