Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

21. September 2010

Ferienprogramm bei den Kleinen topp

Verantwortlichen sind mit der Resonanz auf ihr Angebot zufrieden / Ältere Jugendliche sind schwerer zu erreichen.

  1. Nicht nur die Kinder der Tipifreizeit fanden das Sommerferienprogramm der drei Hotzenwaldgemeinden "Spitze" Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

HOTZENWALD. Die Ferien sind vorbei und damit auch das Kinderferienprogramm. Zeit, Bilanz zu ziehen.

"Ihr hat es super gefallen, sie hat ganz viel erzählt und ist ein ganzes Stück mutiger und stärker geworden ", schrieb eine Mutter in einer Email einen Tag nach der Abreise ihrer Tochter vom Tipilagerplatz. Und diese Reaktion auf das Sommerferienprogramm 2010 scheint symptomatisch zu sein. Das gemeinsame Angebot der drei Hotzenwaldgemeinden sei auch in diesem Jahr super angekommen und angenommen worden. Manche Veranstaltungen seien gleich nach Erscheinen des 60 Seiten starke Programms v ausgebucht gewesen, berichtet Petra Hottinger von der Tourismusinformation Görwihl. Dazu gehörten in Görwihl traditionell das Pizzabacken, der Besuch in der Bäckerei Baumgartner, aber auch Kurse, die sich mit künstlerischem Gestalten befassen.

Natürlich ist auch das Schnupper-Segelfliegen immer ein Renner, aber auch die neuen Kurse im Schulhaus in Hütten zu den Themen Filzen und Basteln mit Pappmaché, die Mechthild Thoma angeboten hat, waren rappelvoll, und das mit Kindern aus allen drei Gemeinden. Über die engagierten Teilnehmer freute sich die Kursleiterin ebenso wie Kursleiter Dirk Neumann, der ganz begeistert war von der Neugierde, aber auch von den klugen Fragen bei seinem übervollen Fotokurs, der voraussichtlich noch einen Folgetermin an einem Samstag haben wird. Auch für Sabine Stoll, die zum ersten Mal ihre Kräuterwerkstatt angeboten hat, waren die beiden Kurse eine ganz tolle Erfahrung, und selbst der Tanz- und Spieltag der Kindertrachtengruppe Görwihl, der sich an die Allerkleinsten richtete, war schon im ersten Anlauf ein voller Erfolg.

Werbung


Die größten Pechvögel dieser Sommerferienaktion waren vermutlich die Verantwortlichen des Minigolf- und Schnuppertennisangebotes beim Freizeitzentrum Herrischried. An dem im Programm angegebenen Montag schüttete es wie aus Kübeln, am eigens anberaumten Ersatztermin war das Wetter um kein Deut besser, und auch der dritte anvisierte Schnuppertag fiel ins Wasser. Zu den Glücklichen dagegen, bei denen das tatsächliche Wetter das angesagte um Längen überragte, gehörte eindeutig die eingangs erwähnte Tipifreizeit von Mutabor, bei der Natur pur die sonst in der Gunst der Kids so oft vorne liegende Spielkonsole und Konsorten locker aus dem Rennen warf.

Eine Tendenz, die auch die Macher von Mutabor in ihrer Vereinsarbeit immer wieder bemerken, hat auch Petra Hottinger ausgemacht. Das einzige ihr bekannte Angebot, das nicht ausreichend angenommen wurde, war der Wen-Do-Kurs für Selbstbehauptung und Selbstverteidigung, der für Mädchen ab 13 Jahren im Programm aufgeführt waren. Stattdessen war der Kurs für Teilnehmerinnen von Acht bis Zwölf so voll, dass er geteilt wurde und so doch zwei Kurse zustande kamen. Ältere Jugendliche fühlen sich offenbar von dem Ferienprogramm der drei Hotzenwaldgemeinden trotz des breiten Angebotsspektrums nicht (mehr) wirklich angezogen.

Autor: Karin Steinebrunner