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13. April 2010
Hebellieder vorgetragen mit und ohne Gitarre
Kurzweiliger Abend mit Marianne Höldin und Erika Buhr.
RICKENBACH-WILLARINGEN (kss). Volles Haus konnte das Lasser-Stüble in Willaringen am Freitagabend verzeichnen. Die Gruppe Hochrhein der Muettersproch-Gsellschaft hat in ihrem Jahresprogramm mehrere Veranstaltungen zum Hebeljahr eingeplant. Am Freitag präsentierten Marianne Höldin und Erika Buhr den Heimatdichter. Marianne Höldin sang Hebellieder nach Melodien aus einer 1988 vom Hebelbund herausgegebenen Sammlung, teils mit, teils ohne Gitarre, Erika Buhr las einige ausgewählte Gedichte. Daneben stellten die beiden in Dialogform biografische Hintergrundinformationen zu Johann Peter Hebel vor.
Zur Sprache kam da etwa Hausen als Geburtsort der Mutter, zu dem der 13-Jährige mit seiner damals todkranken Mutter aufbrach. Sie erreichten ihr Ziel nicht mehr – die Mutter starb unterwegs. Auch die Tatsache, dass Hebel seine ersten alemannischen Gedichte verfasste, als er bereits 40 Jahre alt war, und dass diese zunächst anonym erschienen waren, kam zur Sprache. Nach einem Jahr bekannte sich Hebel dann auch namentlich zu seiner Autorenschaft.
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Aus den ausgewählten Gedichten und Liedern, etwa dem "Sommerabend" oder dem "Liedlein vom Kirschbaum" wurden Hebels große Liebe zur Natur, aber auch sein Hang, alles in einen umfassenden Wesens- und Daseinszusammenhang einzubetten, deutlich. Natürlich durften so berühmte Zeilen wie "Der Samstig het zuem Sundig g’sait…" oder das Gedicht vom Schwarzwälder im Breisgau, in dem die Zeile "Minen Augen g’fallt Herrischried im Wald" vorkommt, nicht fehlen. Auch lustige Szenen wie "Die Marktweiber in der Stadt", bei dem Marianne Höldin als Marktfrau, die ihre Waren anpreist, ihre Einwürfe in den Vortrag von Erika Buhr einflocht, oder anrührende Bilder, wie das des in seinem Gottvertrauen selig schlummernden Knaben im Gedicht "Das Gewitter", begeisterten die Zuhörer. Zum Schluss gab Marianne Höldin noch den gesungenen Wächterruf wieder, während Erika Buhr den Anwesenden die Zeilen des Hebelschen "Trost" mit auf den Nachhauseweg gab.
Autor: kss
