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14. März 2010 18:11 Uhr
Rettung in Rickenbach-Egg
Hotzenwälder Feuerwehr hilft Katze aus der Klemme
Kein Vor, kein Zurück: Tinky, eine Katze aus dem Hotzenwald, ist bei der Mausjagd in einem Spalt zwischen zwei Garagen stecken geblieben. Ihre Rettung: acht Feuerwehrmänner, ein Bohrhammer – und ein Loch in der Wand.
RICKENBACH-EGG. Aus einer Klemme im wahrsten Sinne des Wortes musste die Willaringer Feuerwehr am frühen Freitagabend die Katze Tinky helfen. Das vierjährige Tier hatte sich in Egg vermutlich bei der Verfolgung einer Maus zu weit in den Spalt zwischen zwei Garagen gewagt – und war schließlich hoffnungslos stecken geblieben. Es gab kein Vor und kein Zurück mehr, das Kätzchen maunzte jämmerlich – und hatte Glück, dass Sigrun Reiche einen Spaziergang machte und das klagende Miauen hörte.
Die beiden Frauchen der Katze, Irene Lorenz und Marion Worzalle, wurden alarmiert. "Als wir sahen, in welch auswegsloser Situation unsere Süße steckte, sackte uns das Herz ganz schön in die Hose", erinnert sich Irene Lorenz. "Wir setzten unsere ganze Hoffnung in die Feuerwehr von Willaringen." Die war mit acht Mann, Bohrhammern und anderen Werkzeugen angerückt. "Wir haben zuerst versucht, die Katze zu greifen oder mit Hilfe von Stangen oder anderen Gerätschaften aus dem Spalt heraus zu bekommen, aber da ging gar nichts", erzählt Robert Hottinger von der Willaringer Wehr. "Von Bäumen haben wir schon öfter Katzen herunter geholt, aber ein solcher Einsatz war was Neues für uns."
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Erleichtert wurde die Rettung dadurch, dass die Besitzer beider Garagen – Familie Grasse und Meier – ohne zu Zögern die Erlaubnis gaben, ein Loch in die Wand zu schlagen, durch die Tinky gerettet werden könnte. "Wir mussten quasi direkt neben dem Tier mit den Bohrhämmern ein Loch von 40 mal 25 Zentimeter in die dicke Kalksandstein-Mauer spitzen – natürlich ohne die Katze, die die ganze Zeit maunzte, zu verletzen", schildert Hottinger die knifflige Aufgabe, die die Kameraden aber perfekt meisterten. Ein Handtuch schützte Tinky vor zu viel Bohrstaub. Nach insgesamt vier Stunden hatte Tinky ihren Alptraum hinter sich. Der für die beiden Frauchen ging aber noch weiter: "Unsere Katze war unterkühlt und hatte einen schweren Schock, es war gar nicht sicher, ob sie die das ganze überstehen wird", erinnert sich Irene Lorenz.
Nach einer Nacht in der Tierklinik in Wehr, ist Tinky aber mittlerweile wieder zu Hause in Egg. "Sie ist schon wieder putzmunter und beinahe wie früher", erzählt Irene Lorenz. "Auch ihre Ausflüge nach draußen hat sie wieder aufgenommen, aber da ist sie im Moment noch ein bisschen schreckhafter als vorher." Beide Frauchen sind überglücklich, dass ihr kleiner Liebling das Abenteuer unbeschadet überstanden hat und bedanken sich bei allen Helfern: "Frau Dr. Bank mit ihrem Team von der Tierklinik in Wehr, unsere Nachbarn, die Feuerwehr – sie alle haben ohne großes Aufhebens zu machen ihren Teil dazu beigetragen – einfach toll."
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Autor: Katja Mielcarek
