Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

16. März 2010

Kräftiger Aufwind für die Luftsportgemeinschaft

Flieger blicken auf Highlights zurück und haben neue Pläne.

  1. Stolz auf die eigene und die Leistung der LGH: (von links) Thomas Wieland, Yanik Richter, Gabriela Kade, Andris Kade, Manuel Matt, Hubert Strohmeier, Wolfgang Lange und Johann Lauber Foto: Hans-Jürgen Hege

HOTZENWALD/MAULBURG (hjh). Am Freitag blieben die Flieger der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald bei ihrer Hauptversammlung auf dem Boden der Tatsachen, hörten die Jahresberichte des Vorsitzenden und der Ressortleiter – und das Lob ihres Präsidenten Johann Lauber, der seine LGH mit kräftigem "Aufwind" ins neue Vereinsjahr 2010 steuern sieht.

Das Fazit des Vorsitzenden Ingo Dannenberger hatte der Präsident damit vorweggenommen. Der wertete nicht nur das gute Abschneiden in punkto geflogener Kilometer (weltweit belegte die LGH Rang 43) als "tolle Leistung", sondern auch die übrigen Highlights, mit denen sich die Flieger aus dem Hotzenwald unter anderem beim Flugtag in Hütten, beim Bezirksmusikfest, auf dem Stand bei der Regiomesse oder beim Hotzenwaldwettbewerb sehr vorteilhaft ins Rampenlicht stellten. "Negativ" aufgefallen seien der LGH absichtlich oder unabsichtlich nicht gemeldete Schäden an den vereinseigenen Flugzeugen. Und "zum Fiasko" hätte der Flugtag werden können, wenn es nicht im letzten Moment gelungen wäre, einen Landwirt davon zu überzeugen, dass seine Wiesen als Parkplätze für die Besucher gebraucht werden.

Werbung


An 144 Betriebstagen organisierte die LSG 4380 Starts, 2222 davon mit der Winde und 519 hinter einem Schleppflugzeug, das in absehbarer Zeit ersetzt werden müsse, weil die Maschinen dahinter immer schwerer werden und die Länge der Startbahn bei angrenzender Straße bald keine Schleppstarts mehr erlaube. "Wir stehen zwar nicht unter Zugzwang, aber wir dürfen das Problem auch nicht schleifen lassen", kündigte Ingo Dannenberger die anstehende Investition von mehreren 10 000 Euro an, die man sich angesichts eines imposanten Kassenstandes zwar erlauben könne, die aber gut durchdacht werden müsse: "Geld ist da, aber wir wollen es auch nicht verschwenden."

Investiert wurde im Laufe des Jahres in Sanierungsarbeiten an der Halle, in der Kantine und an der Tankanlage. Die Kasse weist laut Kassierer Detlef Barth "eine sehr erfolgreiche Bilanz" auf, was in erster Linie auf die tatkräftige Mithilfe aller Vereinsmitglieder zurückzuführen sei. Und zwar auch der jungen, wie Jugendwart Dennis Stächelin betonte. Seine 44 Schützlinge (acht mehr als im Vorjahr) waren unter anderem auch bei der Renovierung der Kantine präsent. Von der "tollen, gut funktionierenden Jugendgruppe" schwärmte auch Ausbildungsleiter Peter Laule, der stolz darauf hinwies, dass es im Verein derzeit 53 Flugschüler und damit "so viele wie noch nie" gebe. Projekttage an Schulen, Werbung bei der Regiomesse und Ferienprogramme in den Kommunen haben sich bezahlt gemacht und sollen in jedem Fall fortgesetzt werden. Es kommt also auch heuer wieder viel Arbeit auf den Vorstand zu, der am Freitag Zuwachs erhielt, nachdem sich Karl Baier bereit erklärte, das verwaiste Amt des technischen Leiters zu übernehmen .

Flugsportleiter Yanik Richter vergab bei der Jahreshauptversammlung der LSG Hotzenwald am Freitag in der Alemannenhalle Maulburg nicht nur die obligatorischen Mannschaftspreise an Maulburg (64 Flüge, 20469 Kilometer, 3960 Punkte), Wehr (89/24327/3452) und Bad Säckingen (21/4495/1223), sondern auch Einzelpreise. Frieder Göltenbott erhielt den Georg-Färber-Preis, Hubert Strohmeier wurde mit dem Erwin-Sahner-Preis (Geschwindigkeit) und für seinen achten Platz beim DM-Streckensegelflug im Doppelsitzer ausgezeichnet, Andris und Gabriela Kade freuten sich über den Frisetta-Preis, zu dem ihnen ein Flug über 528 Kilometer verhalf und die LSG durfte auf einen zehnten Platz bei den Deutschen Meisterschaften stolz sein. Teilweise in Abwesenheit geehrt wurden nach 25jähriger Mitgliedschaft bei der JHV der LSG Hotzenwald Martin Mutter, Paul Albietz-Kaiser, Ulf Hoss und Klaus Rübin sowie Wolfgang Lange, der seit 40 Jahren Mitglied der LSG ist und 25 Jahre als technischer Leiter fungierte. Ganz besonders stolz war Präsident Johann Lauber, dass er Thomas Wieland für seine 40-jährige Tätigkeit als Fluglehrer ehren konnte, obwohl es dafür noch gar keine Orden gebe, weil das "bisher im Verband wohl noch nie vorgekommen" sei.

Autor: hjh