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25. März 2010

Loipenverein braucht Unterstützung

Rund 25 000 Euro kostet die Sanierung von maroden Beleuchtungsmasten an der Nachtloipe – zu viel für den Verein alleine.

  1. Veraltete Masten an der Nachtloipe machen Bernd Kühnel Sorge. Erfreulich ist hingegen die Aufnahme des Hotzenwälder Loipennetzes in die neue Nordic-Cruising-Karte des Naturparks Südschwarzwald. Foto:  WOLFGANG ADAM

HERRISCHRIED. Mit dem Ende der Langlaufsaison steht der Loipenverein vor einer großen Aufgabe: Die meist über 20 Jahre alten Beleuchtungsmasten aus Holz an der beliebten Nachtloipe in Großherrischwand sind so marode, dass sie die Sicherheit der Läufer an stürmischen Tagen gefährden. Die Sanierung wird rund 25000 Euro kosten – eine Summe, die der Loipenverein alleine nicht stemmen kann, wie der Vorsitzende Bernd Kühnel im Gespräch mit der Badischen Zeitung sagte.

"Wir müssen für das 2004 angeschaffte Spurgerät noch 15 Jahre lang jährlich 8100 Euro aufbringen", berichtete Kühnel von der angespannten Kassenlage des auf 863 Mitglieder angewachsenen Vereins. Das kreditfinanzierten Fahrzeug war maßgeblich mit daran beteiligt, dass sich die Langlaufbedingungen auf den Loipen zwischen Herrischried und Görwihl seit 2003 enorm verbesserten. "Heute kommen die meisten Benutzer aus den Talgemeinden und aus der Schweiz, wobei Anreisen auch von Zürich keine Seltenheit sind", freut sich Kühnel über die positive Seite der finanziellen Belastungen. Das zertifizierte Hotzenwälder Loipenangebot findet sich jetzt auch in der vom Naturpark Südschwarzwald neu herausgegebenen Karte "Nordic Cruising Skilanglauf".

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Für die Sicherung der Nachtloipe, die in der Saison drei Mal in der Woche jeweils 20 bis 30 berufstätig stark engagierte Läufer anzieht, muss nun ein tragbares Finanzierungskonzept her. "Wir brauchen dringend Helfer mit kreativen Ideen, die uns vor den hohen Zinsbelastungen bewahren", sagt Kühnel. Die neuen Beleuchtungsmasten aus Stahl, die erstmals Steigsprossen für die Wartung und den Birnenaustauch haben, sollen spätestens im Herbst stehen. Der Vorstand sucht derzeit nach gewerblichen oder privaten Förderern, die entweder einen Geldbetrag günstig verleihen oder eine Spende leisten.

"Wenn jedes Vereinsmitglied nur einmal zehn Euro spendet – oder wenn jeder ein neues Mitglied wirbt, wären wir schon einen Riesenschritt weiter", betonte Kühnel, der bei der Suche auch die Gemeinden, aus denen die Loipenbenutzer kommen, im Visier hat. Bemühungen, über die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Bad Säckingen eine Unterstützung zu erwirken, fruchteten bisher nicht. Das ist für Bernd Kühnel bedauerlich, weil es in anderen Laufgebieten gute Beispiele für ein Gemeinde-Engagement zugunsten eines attraktiven Loipenangebotes gibt. "Die Notschrei-Loipe erhält Zahlungen von zahlreichen Gemeinden, darunter Todtnau, Münstertal, Freiburg und Kirchzarten, was dem dort schon 3000 Mitglieder zählenden Loipenverein rund 20 000 Euro im Jahr zusätzlich einbringt", weiß Kühnel. Mit Hinweis auf diese Siutuation will der Herrischrieder Verein verstärkt in der Bevölkerung das Bewusstsein dafür wecken, dass die anfallenden Loipenkosten eigentlich auf alle Nutzer umgelegt werden könnten. Das geht nur nicht, weil das große Loipennetz nicht wie ein Schwimmbad mit Kasseneinlass umzäunt werden kann. "Wir sind somit auf die Einsicht der Nutzer und auch der Gemeinden, die ja Vorteile von unserer Arbeit haben, angewiesen."

Autor: Wolfgang Adam