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09. Dezember 2009

Mit dem Service punkten

Die Hotzenwald Tourismus GmbH will ihre Leistungen verbessern / Kultur uff’m Wald geht weiter

  1. Roland Baumgartner, Helga Sandmann, Edeltraud Banholzer, Rosa Jägle-Kern und Petra Hottinger von der Tourismus GmbH Hotzenwald haben ein offenes Ohr für die Wünsche der Gäste. Foto: Julia jacob

  2. Vor allem ältere Urlauber informieren sich immer noch am liebsten über Printmedien. Foto: Julia Jacob

HERRISCHRIED. Mit dem Gütesiegel "Servicequalität" soll der Hotzenwald als Urlaubsregion weiter aufgewertet werden und auch die Veranstaltungsreihe Kultur uff’m Wald geht kommendes Jahr in eine neue Runde. Eigentlich nichts sensationell Neues gebe es zu berichten, sagte Roland Baumgartner, der Geschäftsführer der Hotzenwald Tourismus GmbH zum Auftakt eines Pressegesprächs – dann legte er jedoch los:

Was dem Gastwirt die Gourmet-Sterne, ist dem Tourismusverband ein geschwungenes "Q" – das Symbol für Servicequalität. Roland Baumgartner trägt seines am Revers und erklärt, wie die Hotzenwaldgemeinden Herrischried, Rickenbach und Görwihl von der Teilnahme der Tourismus GmbH an der bundesweiten Initiative zur Verbesserung der Serviceleistungen profitieren. "Auch Einwohner sind Gäste", lautet sein Credo. Gemeint ist, was den Gästen gefällt, kann auch für die Einheimischen nur gut sein. Das Prinzip ist denkbar einfach: Drei Jahre lang erstellt die Tourismus GmbH jährlich einen Aktionsplan auf dem je acht Punkte zur Qualitätssicherung und Verbesserung vermerkt werden. Diese werden dann nach Möglichkeit umgesetzt. Dabei spielt auch der finanzielle Handlungsrahmen eine Rolle. Vieles ist letztlich aber eine Frage der Organisation. 2008/09 wurden Zielgruppen ermittelt, Namensschilder für die Mitarbeiterinnen der Tourismusbüros entworfen und an der Außenbeleuchtung der Zweigstelle in Herrischried gefeilt, damit Ortsfremde die Anlaufstelle auch nach Einbruch der Dunkelheit auf Anhieb finden. Lohn für die Mühen ist das Gütesiegel für Servicequalität und letztlich mehr zufriedenen Gäste, hofft auch Edeltraud Banholzer vom Serviceteam. Die Überarbeitung des gemeinsamen Internetauftritts der Ferienregion steht im kommenden Jahr an. Obwohl mittlerweile viele Kunden über das Internet in den Hotzenwald gelangen, will man aber auch weiterhin nicht auf Prospekte und Messeauftritte verzichten. Gerade ältere Menschen schätzen es, wenn sie sich die Informationen im Print-Format durchlesen können, weiß Rosa Jägle-Kern von der Tourist-Info Rickenbach.

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Das Durchschnittsalter der Gäste im Hotzenwald liegt zwischen 40 und 50 Jahren. Nach wie vor beliebt ist die Ferienregion bei Senioren, die mit Busreisen herkommen. Junge Gäste nutzen die Region hingegen vor allem für den Aktivurlaub. "Das ist aber nicht die Masse", betont Roland Baumgartner. Der Schwerpunkt bleibt deshalb auch weiterhin das Wandern. "Ich bin überzeugt, dass der Hotzenwald eines der schönsten Wandergebiete im Schwarzwald ist", sagt er nicht ohne Stolz. Wanderstrecken, wie den Murgtal-Wehratal-Rundweg, bewirbt die Tourismus GmbH mitunter auch gemeinsam mit dem Naturpark Südschwarzwald. Die Werbetrommel im Ausland rührt hingegen meist der Schwarzwaldtourismusverband für die Hotzenwaldgemeinden.

Trendwende bei der Dauer der Aufenthalte
Der Sommer ist Hauptsaison, seitdem die Winter immer milder werden. Sofern Schnee liegt, kommen die Gäste tageweise für den Wintersport, nur wenige bleiben über Nacht. Dafür kann sich die Ferienregion über eine erfreuliche Entwicklung freuen. Wurde die Aufenthaltsdauer der Gäste in den vergangenen Jahren immer kürzer, zeichnet sich nun eine Trendwende ab. Im Durchschnitt bleiben die Besucher 6,7 Tage im Hotzenwald. In einem Einzugsgebiet bis zu 500 Kilometern nehmen Urlauber die Anfahrt auch für ein Wochenende in Kauf.

Dass die Veranstaltungsreihe "Kultur uff’m Wald" (wir werden über das Pogramm noch berichten) 2010 eine Neuauflage erlebt, ist indes vor allem der Unterstützung von Sponsoren zu verdanken, betont Roland Baumgartner gestern im Pressegespräch. Darüber dürfen sich nicht nur Stammgäste, sondern auch die Einheimischen.

Autor: Julia Jacob