Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
21. Oktober 2011
Hüfinger wollen mehr Einkaufsläden
Aus für Metzgerei zeigt, wie sensibel der Handel ist.
HÜFINGEN (gv). Die große Bürgerbefragung in Hüfingen in diesem Jahr zeigt es ganz deutlich: Wenn es ums Einkaufen in der Kleinstadt geht, klaffen Wunsch und Realitäten weit auseinander. Aktuellen Handlungsbedarf sehen mit 43,3 Prozent der Hüfinger bei den Einkaufsmöglichkeiten. Das ist zwar nicht die Mehrheit, doch viele Hüfinger sind mit dem Angebot offensichtlich nicht zufrieden.
Experten halten dagegen: "Hier ist der Wunsch offensichtlich weit größer als die tatsächlichen Möglichkeiten." Dabei Hüfingen ist mit seinen 5200 Einwohnern in der Kernstadt mit Einkaufsmöglichkeiten laut Statistik weit besser versorgt, als dies in Baden-Württemberg einer in etwa gleich großen Kommune entspricht. Was fehlt sind Spezialgeschäfte oder Boutiquen. Um diese wirtschaftlich betreiben zu können, reicht die Publikumsfrequenz in Hüfingen aber bei weitem nicht aus.
Wie sensibel die Einzelhandelsstrukturen in kleineren Zentren geworden sind, zeigt eine aktuelle Entwicklung. Vor wenigen Tagen hat die Metzgerei "H13" an der Hauptstraße 13 von Rotraud Kaltschmidt die Pforten geschlossen. Die Metzgerei "Holwegler" hatte die Räumlichkeiten vor einigen Jahren umgebaut, dann aber geschlossen. Die darauf folgende Landmetzgerei und nun "H13" haben mangels Umsatz die Segel gestrichen. Vor wenigen Monaten schloss die "Vitrine" mit ihren Geschenkartikeln, weil sich die Kaufgewohnheiten der Kunden bei Geschenken rapide zu Ungunsten des Ladens gewandelt hatten. Zwar entsteht dort ein Kaffeehaus, doch konnten die leeren Schaufenster nur durch die intensive Wirtschaftsförderung im Rathaus gefüllt werden.
Werbung
Autor: bz
