Neujahrsempfang

Weils Partnerstadt: Hüningen steht vor großen Veränderungen

Magdalena Kaufmann-Spachtholz

Von Magdalena Kaufmann-Spachtholz

Do, 19. Januar 2017 um 12:01 Uhr

Weil am Rhein

Über einige erfreuliche Entwicklungen berichtete der Hüninger Bürgermeister Jean-Marc Deichtmann bei seiner Neujahrsrede. Viele Bauprojekte werden die Partnerstadt weiter verändern.

Eine Besonderheit des Jahresempfangs in Hüningen ist immer, dass nicht nur viele französische Honorationen der Einladung der Stadt Hüningen und ihres Bürgermeisters gefolgt sind, sondern dass deutsche und Schweizer Vertreter aus Politik und Wirtschaft das Dreiland repräsentieren. Weils Oberbürgermeister Wolfgang Dietz und Landrätin Marion Dammann sowie einige Vertreter des Stadtrats und des Partnerschaftsvereins folgten mit großem Interesse den Entwicklungen, die Jean-Marc Deichtmann im Rückblick auf das Jahr 2016 aufführte.

Einige erfreuliche Entwicklungen vor allem in Bezug auf Bauprojekte stellte Deichtmann in den Mittelpunkt seiner Rede. Besonders die Eröffnung des Rad- und Fußgängerwegs "Trame verte", der Hüningen direkt mit Basel verbindet und von der Dreiländerbrücke den Rhein entlang bis zur Dreirosenbrücke und dem ehemaligen Hafen St. Johann führt. Mitte 2017 sollen die Sanierungsarbeiten an der ehemaligen Fabrik Lindan abgeschlossen werden und der Radweg auch wochentags geöffnet werden.

Mehrere Hotel- und Wohnkomplexe

Deichtmann hob hier die beispielhafte Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kanton Basel hervor und ehrte besonders Guy Morin, den scheidenden Basler Stadtpräsidenten und Mitinitiator der trinationalen Projekts Dreiland. In diesem Rahmen entdeckten die Hüninger und Weiler auch die Pläne für die geplante Bebauung am Rheinufer an der Dreiländerbrücke. Die zur Zeit als wilde Parkplätze genutzte Fläche soll mehreren bis zu 20 stöckigen Hotel- und Wohnkomplexen und Parkanlagen weichen.

Die Firma Constructa, bekannt für den Ausbau der Marseiller Hafenanlagen, hat hierfür den Zuschlag bekommen. Die Bauanträge laufen bereits und Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein. Bereits weit fortgeschritten sind die Arbeiten an dem Projekt "Dunette" , ebenfalls am Rhein bei der Schleuse gelegen. Hier entsteht eine Art "betreutes Wohnen im Alter", kein Pflegeheim, sondern Wohneinheiten für ältere Menschen mit leicht eingeschränkter Autonomie.

Supermarkt und Ökoquartier

Der lange blockierte Neubau eines Einkaufszentrums zwischen Palmrainbrücke und Stadtzentrum auf dem ehemaligen Geländes der Firma Plasco hat nun ebenfalls alle juristischen Hürden überwunden und noch dieses Jahr wird ein Super-U Supermarkt verkehrsgünstig dort entstehen. Daneben wird gerade an einer Art Ökoquartier gebaut auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei Biehler mit einer Parkanlage, die eine der letzten Überreste der Vauban-Festung einbeziehen soll. Die Hüninger Grundschule Marcel Pagnol, die genau dazwischen liegt, kommt ebenfalls in die Jahre und es bestehen Überlegungen über einen Ausbau beziehungsweise Umverlegung der Schule, die auch durch die wachsende Bevölkerung nötig werde. So habe Hüningen laut Deichtmann inzwischen 7000 Einwohner und bis 2025 werde wohl die Marke von 8000 Einwohnern erreicht werden. Die Infrastruktur müsse dieser Entwicklung auch folgen.

Die besten Wünsche zum neuen Jahr wurden dann vom Kinder- und Jugendstadtrat musikalisch übermittelt. Das musikalische Rahmenprogramm übernahm die Sängerin Zaza mit humorvollen französischen Chanson über die Liebe. Sie wird mit ihrem Partner Jean-Marc auch im Rahmen des Theaterfestivals Compli’Cité auftreten, das am 20. Januar in der Hüninger Stadthalle Triangle startet und mit über 25 Events aus dem Bereich Zirkus, Variété und Theater auch im Weiler Kesselhaus, in Saint-Louis und in Hesingue gastieren wird.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es ausgiebig Gelegenheit, sich zu unterhalten und die vielen Veränderungen, die Hüningen beschäftigen, zu diskutieren.

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