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19. Februar 2010
"Die Geothermie birgt auch einige Risiken"
Mielich stellt Regierung Fragen.
BREISACH (gz). Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Bärbl Mielich, befürchtet, dass das Risiko eines Erdbebens im Oberrheingraben durch Geothermieanlagen steigen könnte. Deshalb hat sie jetzt eine parlamentarische Initiative gestartet und der Landesregierung einige Fragen gestellt, wie die Politikerin in einer Pressemitteilung erklärt.
"Die Risiken dieser viel versprechenden, umweltfreundlichen Energiequelle dürfen nicht unterschätzt werden", betont Mielich in dem Schreiben. Das Tiefengeothermievorhaben der Firma Badenova in der Nähe von Oberrimsingen werfe einige wichtige Fragen nach den Folgen auf, die der Bau und der Betrieb einer solchen Anlage haben könnten. Mittels einer parlamentarischen Initiative verlangt die Grüne Landtagsabgeordnete von der Landesregierung Antworten auf entsprechende Fragen.Unter anderem will sie wissen, wie die Landesregierung das Erdbebenrisiko durch den Betrieb von Geothermieanlagen im Oberrheingraben beurteilt und in welcher Anzahl und Stärke, abhängig von den unterschiedlichen technischen Verfahren, Erdbeben auftreten könnten. Der Antrag enthält auch Fragen zur Haftung und inwieweit die Bevölkerung im Schadensfall der Beweislast enthoben und diese dem Betreiber auferlegt werden kann.
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"Geothermie ist eine viel versprechende alternative Energiequelle mit hohem Potenzial als Ersatz für fossile Energieträger und für die gefährliche Atomenergie. Die Ereignisse von Basel und Staufen haben aber deutlich gezeigt, dass auch diese neue Technologie ganz unterschiedliche Risken birgt, die nicht unterschätzt werden dürfen", erklärt Mielich. Der Standort für das geplante Tiefengeothermiekraftwerk der Badenova liege nur wenige Kilometer von dem nur unzureichend gegen Erdbeben gesicherten Atomkraftwerk Fessenheim entfernt. Deshalb sei eine umfassende seismische Risikoanalyse im Vorfeld unverzichtbar. Deren Ergebnisse müssten öffentlich unter Beteiligung der Bevölkerung diskutiert werden.
Autor: bz
