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22. Juni 2010

Fundiertes Fachwissen

20 Kaiserstühler Gästeführer erhielten BANU-Zertifikate.

  1. In Sachen Kaiserstuhl macht ihnen keiner was vor: 20 Gästeführer mit neuer Urkunde Foto: elisabeth jakob-kölblin

IHRINGEN. Die Kaiserstühler Touristen können sich seit kurzem über bundesweit zertifizierte Gästeführer freuen. 20 Kaiserstühler haben eine Ausbildung nach BANU-Vorgaben absolviert und dürfen sich nun "Zertifizierter Natur- und Landschaftsführer" nennen. Nun übergab Karin Blessing von der Landesumweltakademie zusammen mit Diana Pretzell (Plenum) in einer Feierstunde diese Zertifikate. "Ich freue mich, dass nun auch im Kaiserstuhl ein bundesweiter Standard erreicht wurde, der ein Markenzeichen für hochwertige Führungen in dieser schönen Landschaft ist", so Karin Blessing.

Der Bundesweite Arbeitskreis staatlich getragener Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz, kurz BANU, setzt sich für professionelle Umweltbildung ein und hat Richtlinien erarbeitet, um die Qualität der Umweltbildung in ganz Deutschland zu sichern. Im Rahmen eines Projektes wurde den Kaiserstühler Gästeführern fachliches Wissen über ihre Region vermittelt. Diana Pretzell, Leiterin von Plenum Naturgarten Kaiserstuhl, äußert sich zufrieden: "Mit der BANU-Zertifizierung genießen unsere Gästeführer nun bundesweite Anerkennung". Um die begehrte Urkunde zu erhalten, mussten die Teilnehmer der Ausbildung einiges leisten.

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Zu den Schwerpunkten der Seminare zählten die Themen Naturschutz und Artenkenntnis sowie die gründliche Kenntnis des Kaiserstuhls, der Geologie, seiner Entstehung und Kulturgeschichte. Außerdem wurden die Außerdarstellung und das Marketing der Region durch Vorträge der Fachleute des Tourismus beleuchtet. Themen, die für Gäste allenthalben sichtbar sind, wie die Rebflurneuordnung, gehörten ebenfalls zur Ausbildung, die über 70 Stunden umfasste. Diese Ausbildungsschritte wurden von Reinhold Treiber vom Naturzentrum Kaiserstuhl konkretisiert und koordiniert. Um von den Erfahrungen aus anderen Regionen zu lernen, standen Exkursionen zu Gästeführern am Stromberg, in das Plenum-Gebiet Heckengäu und zu Guides im Nordschwarzwald auf dem Ausbildungsprogramm. Zum Abschluss mussten alle Teilnehmer eine Hausarbeit zu einem regionalen Thema anfertigen und eine anspruchsvolle schriftliche Prüfung bestehen.

Reinhold Treiber freut sich: "Wesentlich bei Führungen ist, die Begeisterung für unsere schöne Region kenntnisreich an die Gäste weiterzugeben." Dann, so ist er überzeugt, würden die Gäste den Kaiserstuhl in guter Erinnerung behalten und wiederkommen. Derzeit gibt es über 700 zertifizierte Natur- und Landschaftsführer in Baden-Württemberg.

Autor: bz