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07. Februar 2012 16:37 Uhr
Autowerkstätten haben derzeit viel zu tun
Kälte macht auch den Autofahrern am Kaiserstuhl zu schaffen
Mit 14 und mehr Minusgraden hat die Kältewelle derzeit auch den für eher warme Temperaturen bekannten Kaiserstuhl fest im Griff. Dank der Trockenheit ist die Unfallgefahr relativ gering. Trotzdem haben die Autowerkstätten viel zu tun.
BREISACH/IHRINGEN/VOGTSBURG. "Bei solchen Temperaturen ist es zu erwarten, dass Fahrzeuge streiken", sagt Frank Wehrlin, Inhaber des gleichnamigen Ihringer Autohauses. Häufig seien alte Batterien der Grund, dass der fahrbare Untersatz den Dienst verweigert. "Bei Dieselfahrzeugen fallen auch schon mal die Glühkerzen aus", so Wehrlin. In jedem Fall müssen er und seine Mitarbeiter raus, um dem Kunden vor Ort zu helfen. Seit es so kalt ist, sei das täglich mindestens einmal der Fall, manchmal seien es auch drei Einsätze am Tag. "Wir sind täglich von 7 bis 18 Uhr erreichbar", so Wehrlin, außerhalb dieser Geschäftszeiten sollten sich die Kunden an den ADAC wenden.
"Wir müssen schon öfter raus", bestätigt Wolfgang Strub, technischer Leiter des Breisacher Autohauses Tibi. Häufig stelle sich heraus, dass das betroffene Fahrzeug seit Längerem nicht mehr in der Werkstatt war. "Manche fahren, bis es gar nicht mehr geht", so Strub. Manche Autos seien schon so lange nicht mehr gefahren, dass noch kein Winterdiesel im Tank sei. "Im Winter müssen wir generell häufiger Batterien wechseln, aber derzeit bekommen wir täglich Anrufe, des Öfteren von Neukunden und auch von verzweifelten Autofahrern aus dem Elsass", berichtet der Werkstattleiter. Die Mitarbeiter des Breisacher Autohauses versuchen zunächst, am Telefon Hilfestellung zu geben. Reicht das nicht, fahren sie zum Kunden, manchmal sogar ins Elsass.
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Kaputte Batterien, gefrorene Kühler, festgefrorenen Handbremsen oder zu viel Wasser im Diesel, weil der Kraftstofffilter nicht regelmäßig entwässert wurde – auch Franz Wolf, Inhaber des gleichnamigen Vogtsburger Autohauses, hat derzeit viel zu tun. "Täglich rufen bei uns 4 bis 5 Kunden an, die ihr Auto nicht in Gang bringen. Sogar am Sonntag musste ich einem Stammkunden Pannenhilfe leisten", erzählt der Fachmann aus Schelingen, der auch Mitglied im Vorstand der Kfz-Innung Freiburg ist. "Entweder wir können vor Ort helfen oder wir schleppen den Wagen in die Werkstatt und stellen dem Kunden ein Ersatzfahrzeug bereit", erläutert Wolf. Um Notfälle zu vermeiden, rät er seinen Kunden zum regelmäßigen Werkstattbesuch. Zumindest solle man jetzt eine Werkstatt aufsuchen, um Batterie, Lichtmaschine und die Frostschutzkonzentration zu überprüfen.
Die Mitarbeiter des Breisacher Bauhofs haben es, was den Winter angeht, hingegen recht gemütlich. "Seit es so kalt ist, mussten wir kein Mal streuen", informiert Bauhofleiter Karl-Heinz Brückner auf Anfrage der BZ. Die Fahrzeugflotte des Bauhofs stehe gut geschützt in der Garage und sei jederzeit einsatzbereit.
Einsatzbereit sind auch die Triebwagen der Kaiserstuhlbahn. "Es läuft normal", berichtet Betriebsleiter Norbert Lange aus Endingen. Zugausfälle oder Verspätungen habe es nicht gegeben. "Die Weichen sind beheizt, da kann nichts passieren", sagt Lange. Nur die Heizleitungen unter den Fahrzeugen seien morgens gelegentlich vereist, weshalb es länger dauern kann, bis es in den Zügen warm ist.
Für Annerose Höferlin, Inhaberin es Breisacher Wäschegeschäfts "Annerose", ist es ein ganz normaler Winter. Weil es im Dezember und Anfang Januar zu warm war, sei die Nachfrage nach Winterware sehr verhalten gewesen. Jetzt sei es eigentlich ein ganz normales Wintergeschäft. Seit vergangener Woche kaufen die Kundinnen vermehrt Strumpfhosen aus Wolle und Baumwolle, Leggins und langärmlige Unterhemden. Auch die Männer, insbesondere, die, die im Freien arbeiten, schätzen jetzt warme Unterwäsche. Auch wenn die Meteorologen wieder steigende Temperaturen vorhersagen, rechnet Annerose Höferlin, dass das Wintergeschäft auf jeden Fall bis Fasnacht noch ganz gut läuft. Schließlich empfiehlt es sich, bei närrischen Umzügen oder dem Gauklertagen unterm Kostüm warm angezogen zu sein.
"Ganz normal" geht es nach Auskunft von Bianka Pscheidl auch in der Helios-Rosmann-Klinik zu. "Es gibt nichts außergewöhnliches oder besondere Vorkommnisse zu berichten", sagt Pscheidl, zuständig für PR und Marketing in dem Breisacher Krankenhaus.
Autor: Agnes Pohrt


