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04. Februar 2012
RHEINGEFLÜSTER: Betrunkene und aggressive Jugendliche
Das Thema ist ernst und schwierig, und deshalb ist es gut, dass die Breisacher Stadtverwaltung hier die Initiative ergreift. Die Rede ist vom stark zunehmenden Alkoholkonsum junger Menschen, die damit oft Stress und Beziehungsprobleme betäuben wollen und dabei sogar immer öfters straffällig werden. Ist Letzteres der Fall, kann eine gefährliche Spirale in Gang kommen, die auch im Gefängnis enden kann.
Die Jugendsachbearbeiter des Breisacher Polizeireviers haben einen deutlichen Anstieg von betrunkenen Jugendlichen registriert und deshalb bei der Stadtverwaltung vorgesprochen. Dort hat man nicht nur ein offenes Ohr für solche Probleme, sondern auch den Arbeitskreis Suchtprävention. Dieser hat nun vorgeschlagen, das Thema öffentlich zu diskutieren und vor allem Eltern, Vereine, Schulen, Kirchen, Jugendzentren und auch den Handel, der den Alkohol verkauft, mit in die Pflicht zu nehmen.
Bleibt zu hoffen, dass der Versuch erfolgreich ist. Denn Koma-Saufen hat noch keinem Jugendlichen gut getan und erst recht nicht seine Probleme gelöst.
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Gerade mal die Hälfte der Stühle war am Mittwochabend in der Breisacher Spitalkirche besetzt. Dabei hatte die Stadtverwaltung zur Information und Diskussion über den Bebauungsplan Münsterberg eingeladen, der derzeit in der Mache ist. Für die Breisacher ist ihr Münsterberg bekanntlich ein ganz sensibles Thema. Da wollen sie mitreden, das haben die hitzigen und kontroversen Diskussionen über das Bauprojekt Kettengasse in den vergangenen zwei Jahren nur allzu deutlich gezeigt.
Mehrere Hundert Unterschriften wurden damals gegen die Pläne des Bauträgers Treubau gesammelt und immer wieder forderten die Bürger eine Überplanung des Münsterbergs. Und jetzt?
Vielleicht war ja die Kälte schuld, dass sich die Bürger am Mittwochabend lieber doch nicht vor die Haustüre trauten. Vielleicht war es auch der Fauxpas der Stadtverwaltung, die auf ihren Einladungsschreiben an die Stadträte, die Vertreter des Geschichtsvereins und der BI Kettengasse als Termin den 1. Februar 2912 angegeben hatte. Bürgermeister Oliver Rein nahm’s mit Humor: "Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Spitalkirche rappelvoll sein würde", meinte das Stadtoberhaupt, "aber wenn der Termin erst in 900 Jahren stattfindet...."
Autor: Gerold Zink
