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09. Juni 2010 17:51 Uhr
Infromationsveranstaltung in Ihringen
Zweite Offenlage für die B 31 neu
In Sachen B 31 West tut sich etwas. Zwischen 15. Juni und 14. Juli werden die geänderten Pläne für den zweiten Bauabschnitt zwischen Gottenheim und Ihringen in den Rathäusern von Ihringen, Breisach, Merdingen und Gottenheim öffentlich ausgelegt.
IHRINGEN / BREISACH / MERDINGEN / GOTTENHEIM. Zum Auftakt dieser zweiten Offenlage lädt das Regierungspräsidium am Dienstag,15. Juni, um 19 Uhr zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in die Ihringer Kaiserstuhlhalle ein.
Dabei werden die Vertreter der Behörde über die geänderte Planung informieren und auch die Gründe für ihr Festhalten an der umstrittenen Nordvariante erläutern. Diese geplante Trasse stößt bekanntlich in der Bevölkerung von Ihringen und Wasenweiler auf Widerstand.
Im Frühjahr 2006 waren die Pläne für den zweiten Bauabschnitt des Straßenprojektes erstmals in den Rathäusern ausgelegt worden. Nach der Auswertung der Stellungnahmen von Behörden und der Einwendungen der Bürger änderte die Straßenbauabteilung des Regierungspräsidiums in Teilen die Planung und ergänzte die Planunterlagen.
Verändert wurde die vorgesehene Gestaltung der Anbindung der L 104 (L 113 alt) an die B 31 alt im Bereich von Breisach-Hochstetten, vorgesehen ist zudem eine etwas andere Linienführung unter Einbeziehung der derzeitigen K 4995 östlich von Wasenweiler und eine kleinräumige Verschiebung der Trasse nordwestlich von Gottenheim (Umfahrung des Gotenheimer Ponyhofs).
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An den Wasserschutzgebieten sind zusätzliche Schutzvorkehrungen geplant. Wie das Regierungspräsidium informiert, wurde auch die Berechnung der Lämauswirkungen aktualisiert. Zugrunde gelegt wurde jetzt die Verkehrsprognose bis zum Jahr 2025. Nötig gewesen sei aufgrund des europäischen Naturschutzrechtes eine umfangreiche Überarbeitung der naturschutzfachlichen Planung. Die betreffenden Planungsteile wurden ergänzt, Ausgleichsmaßnahmen wurden geändert. Geprüft habe man auch noch einmal umfassend die von der Gemeinde Ihringen und vielen Bürgern aus Ihringen und Wasenweiler geforderte Trassenvariante südlich des Schachenwaldes, informiert die Behörde.
Dennoch kamen die Planer bekanntlich zu dem Schluss, dass die bereits in der ersten Offenlage zugrundegelegte Variante nördlich des Schachenwalds die bessere Alternative sei. Als wesentliche Gründe führen sie die kürzere Strecke, die geringere Zerschneidungswirkung, die bessere Entlastung der Ortsdurchfahrten und die geringeren Baukosten an.
Die zweite Offenlage gibt jetzt allen interessierten Bürgern die Gelegenheit, die Pläne einzusehen. Im Anschluss an die Offenlage können bis zum 28. Juli Einwendungen vorgebracht werden. Diese werden dann von der Planungsbehörde geprüft, die dazu ihre Stellungnahmen abgeben wird. Sobald dieser Verfahrensschritt abgeschlossen ist, findet dann der Erörterungstermin statt.
Einwendungen, die bereits bei der ersten Offenlage erhoben wurden, behalten, wie das Regierungspräsidium betont, ihre Gültigkeit und müssen daher nicht erneut vorgebracht werden. Die erneute Offenlage der Pläne sei vor allem für diejenigen Bürger gedacht, die von den jetzigen Planänderungen neu, stärker oder in anderer Art und Weise als bisher betroffen sind. Daher würden auch nur Bedenken und Anregungen aufgegriffen, die sich auf die Änderungen in der Planung beziehen.
Autor: Agnes Pohrt
