BZ-Serie Jobmotor

In diesen zehn Berufen sind in der Region besonders viele Stellen entstanden

Jörg Buteweg

Von Jörg Buteweg

Mi, 17. Januar 2018 um 21:30 Uhr

Wirtschaft

Welche Branchen in der Region sind die größten Jobmotoren, in welchen Berufen entstehen viele Stellen? Die Bundesagentur für Arbeit hat für die BZ die Daten aus der Region erhoben. Die Ergebnisse mögen manche überraschen.

Wer die Klagen von Verbandsvertretern über fehlende Ingenieure und Computerfachleute kennt, mag von den Zahlen in diesem Beitrag überrascht sein. Bei den Berufen, in denen 2017 nach den Daten der BA die größte Nachfrage nach Arbeitskräften herrscht, geht es nicht um Ingenieure oder andere akademische Berufe. Ganz oben stehen in den Bezirken der Arbeitsagenturen Lörrach, Freiburg und Offenburg die Dienstleistungen.

Mit weitem Abstand am stärksten gefragt sind Arbeitskräfte im Lager, das war bereits im vergangenen Jahr so. Auch sonst sind die Top Ten der am meisten gefragten Berufe ziemlich stabil. Arbeitgeber suchen vor allem Verkäuferinnen, Bürokräfte, aber auch Köche und Altenpfleger. Die große Nachfrage nach Kinderbetreuern erklärt sich aus dem Ausbau der Kleinkindbetreuung im Land.
In diesen Branchen sind die meisten Stellen entstanden

1. Berufe in der Lagerwirtschaft (2413 offene Stellen)

2. Berufe im Verkauf (1622 offene Stellen)

3. Büro- und Sekretariatskräfte (1400 offene Stellen)

4. Köche/Köchinnen (1072 offene Stellen)

5. Maschinenbau-, Betriebstechnik (988 offene Stellen)

6. Kinderbetreuung, – erziehung (971 offene Stellen)

7. Berufe im Gastronomieservice (988 offene Stellen)

8. Berufe in der Metallbearbeitung (810 offene Stellen)

9. Kunststoff-, Kautschukherstellung (721 offene Stellen)

10. Berufe in der Altenpflege (198 offene Stellen)

Zugegebenermaßen lässt sich die Frage, in welchen Berufen die meisten Stellen geschaffen wurden, nur näherungsweise beantworten. Die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit geben aber eine gute Orientierungshilfe. Den Arbeitsagenturen wird im Schnitt etwa jede zweite sozialversicherungspflichtige Stelle gemeldet, die eine Firma zu besetzen hat. Die Agenturen erfassen auch, wenn ein Arbeitgeber mitteilt, dass er nun nicht mehr sucht. Erfahrungsgemäß werde in 70 Prozent dieser Fälle die Stelle mit einem Bewerber von außen besetzt, in 30 Prozent wurde das Stellengesuch storniert. Das kann bedeuten, dass ein Arbeitgeber eine Stelle intern besetzt, dass eine Stellenbesetzung überflüssig wurde oder dass der Arbeitgeber die Hoffnung aufgegeben hat, jemanden zu finden.

Alles in allem wurden 2017 bei den Arbeitsagenturen Offenburg, Freiburg und Lörrach 36 434 solcher Abgänge verzeichnet. Im Schnitt dauerte es 107 Tage, bis ein Bewerber gefunden war. In der Altenpflege waren es sogar 198 Tage. Am längsten dauerte es, eine Stelle für Raumausstatter zu besetzen. Hier verzeichnet die Statistik eine Wartezeit von 256 Tagen.
Jobmotor 2017

Die Badische Zeitung und ihre Partner – die Industrie- und Handelskammern Freiburg, Schopfheim und Villingen-Schwenningen, die Handwerkskammer Freiburg und der Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden – wollen wissen, welche Firmen in Südbaden 2017 besonders viele Stellen geschaffen haben. Deshalb veranstalten wir zum zwölften Mal den Wettbewerb Jobmotor. Wir verleihen Preise in drei Kategorien: für Betriebe mit bis zu 19 Beschäftigten, mit 20 bis 199 Beschäftigten und 200 oder mehr Beschäftigten. Zusätzlich sind Preise ausgelobt für die beste Idee 2016, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und an die Firma zu binden. Die Bewerbung um diesen Preis ist unabhängig von der Zahl der geschaffenen Stellen. Die Teilnahme ist kostenlos. Bewerbungen sind bis zum 31. Januar möglich: mehr.bz/jobmotor