Neuer Stadtteil Dietenbach

In Gewerbegebieten nachverdichten

Elisabeth Lauck-Ndayi

Von Elisabeth Lauck-Ndayi (Freiburg)

Mo, 10. September 2018

Leserbriefe Freiburg

Leserbrief zu: "Was ein neuer Stadtteil alles braucht", BZ vom 22. August:
Da gibt es jede Menge Zweifel am Nutzen des geplanten neuen Stadtteils Dietenbach. Zum einen fällt der Stadt immer ein, in Richtung Westen der Stadt alles zuzubauen und alles lebenswerte Grün, das heißt Landwirtschaft, Gärten mit Obst und Gemüse, Bäume und Gebüsch zuzupflastern beziehungsweise zu vernichten.

In Weingarten, im Rieselfeld und im Mooswald wird nicht nur jegliches Stück Natur, sondern die Luft zum Atmen genommen. Die Vogelwelt kann ja auch ruhig eingehen, oder?

Außerdem ist es überhaupt nicht sicher, dass es mehr sozialen Wohnungsbau – das heißt Gebäude mit sozial verträglichen Mieten im Dietenbach geben wird, auch wenn der Gemeinderat anders abgestimmt hat.

Wir haben ja schön öfter erlebt, dass die 50 Prozent sozialer Wohnungsbau fast auf null geschrumpft sind, weil sich letztendlich die Immobilienkonzerne mit ihren Plänen, die Mieten und die Profite noch weiter zu steigern, durchgesetzt haben.

Damit kann die Wohnungsnot und der riesige Bedarf nach preiswerten Mieten oder wirksamen Mietpreisbremsen ohnehin nicht gelindert werden.

Warum wird nicht zum Beispiel in Gewerbegebieten nachverdichtet und flache Großmärkte mit Wohnungen aufgestockt, um mehr Wohnraum zu schaffen?
Elisabeth Lauck-Ndayi, Freiburg