Lieferdienst als Tarnung

In Pizza-Kartons soll ein 35-Jähriger Drogen verschickt haben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 16. Januar 2019 um 18:11 Uhr

Ortenaukreis

Der Imbiss soll nur eine Tarnung gewesen sein: Ein mutmaßlicher Dealer aus Oberkirch hat diesen wohl nur betrieben, um Drogen in Pizzakartons und Warmhalteboxen zu verschicken.

Beamten der Kripo Offenburg ist ein Schlag gegen einen mutmaßlichen Dealer geglückt. Der 35-Jährige steht im Verdacht, einen von ihm betriebenen Imbiss mit Lieferservice für Drogentransporte genutzt zu haben. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Offenburg konnte bereits im Mai 2018 eine Gruppe Verdächtiger aus dem Raum Oberkirch ermittelt werden, die mit größeren Mengen Marihuana einen schwunghaften Handel betrieben haben sollen.

Damals konnten mehr als 4,5 Kilogramm der Droge sowie kleinere Mengen Kokain sichergestellt werden. Einer der mutmaßlichen Täter befindet sich seither in Haft, die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Offenburg beginnt am 4. Februar. Da sich aus diesen Ermittlungen Hinweise auf weitere mutmaßliche Dealer ergaben, ließen die Ermittler der Kriminalpolizei nicht locker und identifizierten weitere Tatverdächtige, welche sich in Oberkirch dem Handel mit harten Drogen verschrieben haben sollen.

Pizzakartons als Transportmittel

Einer dieser Tatverdächtigen, ein 35-Jähriger, betrieb nach außen hin einen Schnellimbiss. Zugleich soll er zu Hause selbst Betäubungsmittel zubereitet haben. Die Drogen habe er dann im Rahmen des Lieferdienstes seines Imbisses in Warmhalteboxen und Pizzakartons an seine Abnehmer aus der Drogenszene ausgeliefert. Die gemeinsamen Recherchen der Ermittler der Kripo und des Polizeireviers Achern/Oberkirch gipfelten Mitte Dezember in den richterlich angeordneten Durchsuchungen mehrerer Wohnungen sowie des Schnellimbisses und letztlich auch in der Festnahme des 35-Jährigen. Bei der Durchsuchung wurden neben einem vierstelligen Bargeldbetrag auch größere Mengen Amphetamin sowie Grundsubstanzen für die Zubereitung von Drogen gefunden.

Dem Mittdreißiger wird nun unter anderem vorgeworfen, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge unerlaubt Handel getrieben zu haben. Das Amtsgericht Offenburg folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg und hat gegen den Verdächtigen Haftbefehl erlassen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert und befindet sich in Untersuchungshaft.