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11. Juli 2012 10:28 Uhr
evangelischen Kirchengemeinde Waldshut
Iranischer Christ darf bleiben – Flüchtlingsstatus für Hosseini
Er hat dem Islam den Rücken gekehrt und ließ sich in Waldshut taufen – nur für die Aufenthaltsgenehmigung? Jetzt hat das Verwaltungsgericht entschieden: Der Iraner Mohammad Hosseini darf bleiben.
Von der fünften Kammer des Verwaltungsgerichts Freiburg bekam Mohammend Hosseini bei einer Berufungsverhandlung den Flüchtlingsstatus. Der 35 Jahre alte Iraner wird zwar nicht als Asylsuchender anerkannt, weil er über ein sicheres Drittland eingereist ist. Aber Mohammad Hosseini bekommt den sogenannten blauen Pass. Damit kann er aus der Asylbewerberunterkunft in Albbruck ausziehen und arbeiten.
Der erste Asylantrag des jungen Iraners war abgelehnt worden. Am 29. Juni musste der Asylbewerber die fünfte Kammer des Verwaltungsgerichts Freiburg von der Ernsthaftigkeit seines Glaubenswechsels überzeugen.
Schon im Iran hatte der Muslim Kontakt zu Christen. Ein Freund nahm ihn zu einer christlichen Hausgemeinschaft mit, wie die Untergrundkirchen genannt werden. In Waldshut ließ er sich dann taufen.
Die Abkehr vom Islam gilt im Iran als Verrat und ist ein Grund für die Todesstrafe.
- Asylverfahren: Glaubensprüfung vor Gericht
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Autor: BZ



