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17. Juni 2012 17:47 Uhr

Solothurn – Sundgau

Ist der Schweizer Panther ins Elsass geschlichen?

Anfang Mai hat ein Panther in der Schweiz für Aufregung gesorgt – jetzt wollen Einwohner im Elsass einen Luchs gesichtet haben. Oder ist doch der Solothurner Panther nach Frankreich weitergezogen?

  1. Jetzt spekulieren französische Medien über eine Panther-Sichtung. Foto: dpa

Nachdem Anfang Mai ein entlaufener Hund zehn Schafe gerissen hat, wollen Einwohner von Ueberstrass im Sundgau vor einer Woche einen Luchs gesichtet haben. In derselben Nacht war erneut eine Schafherde angegriffen worden.

Mit 90 Zentimetern Schulterhöhe könnte die am Waldrand gesichtete Katze ein Luchs sein. Elsässische Medien spekulieren aber auch darüber, ob nicht ein Panther, der vor einem Monat die Wälder von Solothurn unsicher gemacht haben soll, womöglich bis ins Elsass weitergezogen sei.

"Bitte keine Panikmache", wehrt Régis Hein ab, leitender staatlicher Wildhüter im Südelsass. Die Region liegt in der Übergangszone zwischen Jura und Vogesen. "Luchse kommen hier vor, daran ist nichts Außergewöhnliches", gibt Hein zu bedenken, bezweifelt jedoch, dass ein schwarzer Panther durch die Gegend irre. "Ich bin schon vor 15 Jahren einer solchen Geschichte nachgegangen, bis sich herausgestellt hat, der Panther war einfach eine schwarze Katze."

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Deshalb versucht Bernard Ley, der Bürgermeister von Ueberstrass, vor allem seine 354 Bürger zu beruhigen. Die Bissspuren an den Schafen stammten nach den Erkenntnissen des staatlichen Jagd- und Forstamts eindeutig von einem Hund. Der jüngste Sichtungsort des Panthers auf schweizer Boden, schrieben elsässische Medien, sei lediglich 80 Kilometer vom Elsass entfernt. Die Hinweise auf den Panther in Solothurn stammen von einem Revierförster, der das Tier nicht nur gesehen, sondern auch beobachtet hat. Entsprechend wurden Fotofallen aufgestellt. Doch sie lieferten keine Belege. Gab es keinen Panther oder hat er nur seinen Standort gewechselt? Hein räumt ein: "Nichts ist unmöglich."

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Autor: Bärbel Nückles