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01. Juli 2012 11:07 Uhr

Konflikt ums Feiern

Isteiner Schwellen - begehrt für Partys

Im Sommer zieht es viele Leute nach draußen, und eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region sind die Isteiner Schwellen. Sie werden zur Entspannung nach Feierabend und zum Sonntagsausflug geschätzt, für Geburtstagsfeiern, Vereinstreffen und Musikpartys. Was die wenigsten wissen: Es ist nicht legal, zu Veranstaltungen an den Schwellen einzuladen – ob privat oder öffentlich. Manch jungen Partyorganisatoren mag das aber nicht einleuchten.

  1. Die große Party an den Schwellen bedürfte einer Genehmigung. Foto: privat

  2. Der Musikverein Egringen rastete 2011 beim Herbstausmarsch an den Schwellen – nicht ahnend, dass dies hätte genehmigt werden müssen. Foto: Ulrich Senf

Genehmigungspflicht
Wie Clemens Pfahler vom Ordnungsamt der Gemeinde Efringen-Kirchen erklärt, bedürfen öffentliche Veranstaltungen – zu denen etwa auch über soziale Netzwerke eingeladen wird – zwingend einer Genehmigung. Für den Bereich der Schwellen wären es genau gesagt sogar drei Behörden, die um Erlaubnis gefragt werden müssten: das Wasser- und Schifffahrtsamt, die Gemeinde und die Naturschutzbehörde im Landratsamt. Clemens Pfahler kann aber keinem Hoffnung darauf machen, dass eine Genehmigung gewährt wird. "Unten auf den Schwellen kann es keine Genehmigung geben, weil dort vom Stauwehr her unberechenbare Überflutungsgefahr droht und am Ufer darüber haben wir ein schützenswertes Flora Fauna Habitat."

Was geht und was nicht
Kein Problem sieht Clemens Pfahler zum Beispiel für ein privates Fest, zu dem ein Geburtstagskind ein paar Freunde mitnimmt. Die Gruppe müsse dann auch, wenn sie sich auf den Schwellen aufhalte, selbst die Risiken tragen, auf die ja durch Schilder hingewiesen werde. Kein Problem ist für ihn auch, wenn eine Gruppe die etwas abseits vom Uferweg gelegene Grillstelle benutzt. Was gar nicht gehe, seien aber Tanzveranstaltungen mit 50 bis 100 Leuten, wie sie die Gruppe junger Leute um Julien Rösch möchte, die schon mehrmals bei der Gemeinde vorstellig wurde.

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Was die Polizei sagt
Partys in freier Natur sind für die Polizei ein rotes Tuch. Diese Anlässe nähmen zu. Berühmt berüchtigt sind vor allem die Technopartys, mit denen die Polizei schlechte Erfahrungen gemacht hat, ziehen diese doch oft Ärger nach sich, Klagen über Lärm, Müll oder Betäubungsmittelkonsum. Anfang Juni erst hat die Polizei eine Technoparty an den Schwellen unterbunden, alarmiert von Anwohnern. "Die jungen Leute waren dabei, auf und am Leinpfad die Musikanlage aufzubauen, das Zelt mit dem Stromaggregat, Tische mit Getränken", berichtet die Polizei und ergänzt, dass die Veranstalter keine Genehmigung für das Event hatten, sie allerdings in diesen Bereich aber auch nie eine Genehmigung bekommen würden. Denn das Gelände sei Bundesgelände, eine Party dort "ein Verstoß gegen die strompolizeiliche Verordnung".
Die Party-Macher
Als Organisatoren mit Begeisterung für Partys im Freien outet sich die Gruppe um Julien Rösch mit Mitgliedern aus der Region. Die Gruppe hat schon viele Partys an den Schwellen organisiert, ist es aber leid, Konflikte mit der Polizei zu riskieren und möchte, dass ihre Tanzpartys genehmigt werden. Das Interesse an elektronischer Tanzmusik verbinde die Mitglieder, die zu unterschiedlichen Anlässen für Freunde Tanzpartys im Grünen organisieren, erklärt Rösch der BZ. "Es gibt keinen Eintritt, keinen Ausschank und damit glücklicherweise auch keinen Ärger". Die Gäste kämen nur auf private Einladung, seien alle über 18 Jahre alt und hinterließen den Festplatz "immer in einem einwandfreien Zustand". Man wolle junge Menschen zum respektvollen Umgang mit der Natur anleiten und der Gemeinde zeigen, "dass wir keine Krawallmacher, sondern im Leben stehende und arbeitende Personen der Gemeinschaft sind."

Die Bedenken
Beim Wasser- und Schifffahrtsamt will man Veranstaltungen dieser Gruppe nicht vorab pauschal ablehnen. Amtsleiter Jörg Vogel stellt aber klar: "Es muss bei uns eine Genehmigung eingeholt werden, wir wollen wissen, was geplant ist und wer verantwortlich ist, wenn es zu Beschädigungen an unseren Anlagen kommt". Vogel erinnert daran, dass die Gruppe ebenfalls die Genehmigung des Naturschutzes und der Gemeinde braucht. Die Gemeinde, gebranntes Kind in Sachen rücksichtslosem Verhalten von Feiernden, signalisiert Skepsis. Julien Rösch möchte aber nicht aufgeben, er hat Bürgermeister Fürstenberger um ein Gespräch gebeten.

Autor: Victoria Langelott


52 Kommentare

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Reinhard Zimmermann

Registriert seit: 02.12.2009

Kommentare: 61

30. Juni 2012 - 15:23 Uhr

Es ist wirklich schade, wenn man den Leuten jede organisierte Aktivität in der Natur mit Hinweis auf Sicherheitsbelange und Naturschutz vermiest ! Nähme man die mögliche Überflutungsgefahr an den Schwellen wirklich ernst, müsste man ebenso konsequent den an schönen Tagen herrschenden Auftrieb von Wasserratten und Sonnenanbetern unterbinden. Auch was den Naturschutz betrifft, kann ich mir als Biologe und Naturschützer kaum vorstellen, was es bei einer einigermaßen zivilisiert ablaufenden Uferparty an Problemen geben könnte.
Vielleicht käme man einer Lösung näher, wenn sich der Kreis der Verantwortlichen zusammenfände und allgemeingültig-praktikable Spielregeln für Veranstaltungen am Rheinufer festlegen würde. Sie könnten damit den Beweis erbringen, dass Behörden und Ämter nicht zwangsläufig notorische Spassbremsen sein müssen.

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Michael Kirschner  

Michael Kirschner

Registriert seit: 15.11.2011

Kommentare: 364

01. Juli 2012 - 13:37 Uhr

Hilfe - Wir werden zu Tode verwaltet.

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Christian Bartoschek

Registriert seit: 18.03.2010

Kommentare: 40

01. Juli 2012 - 15:50 Uhr

"WIR HABEN AUCH PERSONEN DIE EINEN NÜCHTERNEN KOPF BEHALTEN":
Mit diesem unfreiwilligen Geständnis (dass nämlich die Mehrzahl bekifft & zugedröhnt ist) ist wohl klar, worum es geht ... und bei "ELEKTRONISCHE MUSIK = WELTKULTUERBE fällt mir echt nix mehr ein ...
Fazit: Manirierte Großschreibung macht einseitige Weltsicht nicht besser.

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Gelöschter Nutzer #793088

Registriert seit: 16.11.2009

Kommentare: 562

01. Juli 2012 - 16:51 Uhr

Herr Bartoschek, das ist so ziemlich die billigste Art zu argumentieren.
Seien sie doch ehrlich und schreiben, dass Sie persönlich diese Art der Musik und des Feierns nicht mögen, dass es deswegen keiner zu mögen hat und folglich verboten werden/bleiben sollte.

Das war übriges ihre Art zu argumentieren auf Sie selbst angewendet. ;-)

@Herrn Roesch: Seien Sie so fair und tippen Sie bitte in einer vernünftigen Schriftweise. Sie sehen ja dass Sie sich und ihrem Anliegen damit keinen Gefallen tun. Ihre Beiträge werden auch so gelesen (und vermutlich zerpflückt). Beste Grüße :-)

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Elly Brodhag

Registriert seit: 18.11.2010

Kommentare: 325

01. Juli 2012 - 17:36 Uhr

Herr Roesch: Alles in Großbuchstaben im Internet geschrieben bedeutet "schreien". So einfach ist das.

Btw. Muss man immer und überall und auf jedem Fleckchen einen Event mit möglichst vielen Leuten machen? Meine Meinung.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

01. Juli 2012 - 17:49 Uhr

"DIESER ORT AN DEN SCHELLEN IST FÜR ALLE ETWAS HEILIGES, SCHON LANGE VERSUCHEN WIR DORT IN RUHE DAS LEBEN UND DIE NATUR ZU GENIESSEN. "

Ruhe? Mit Techno? Das kann doch unmöglich ernst gemeint sein.

Damit man mich nicht falsch versteht, ich war selbst in der Diskothek Oktan (Gott habe sie selig) wem es noch was sagt, jedes Wochenende zu Gast bis sie schloss.

Allerdings hat diese Musik nichts einem Naturschutzgebiet verloren.

Im übrigen bedeutet die Schreibweise wie Sie sie pflegen in der elektronischen Gemeinde lautes Schreien. Eine angepasste Gross-/Kleinschreibung wäre angebrachter.

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Jonathan Weber  

Jonathan Weber

Registriert seit: 01.03.2010

Kommentare: 1086

01. Juli 2012 - 20:01 Uhr

Oh ewige Intoleranz!

2 Fäßchen Bier, 40 - 50 Jugendliche (einer mit Auto und Superanlage) ein Waldparkplatz.
Fäßchen anzapfen - Superanlage anschalten - Rockmusik und Bier geniesen!

So oder so ahnlich liefen doch vor zig Jahren unsere Feste auch ab. Was ist an den Feten heute so anders?
Übrigens: die damaligen "alten Säcke" haben sich über uns damaligen Jugendlichen auch aufgeregt!

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JULIEN ROESCH  

JULIEN ROESCH

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 6

01. Juli 2012 - 23:18 Uhr

ok…
sorry für die Großschreibung und vormulierung…
habe mein halbes leben in Frankreich verbracht und versuche mein bestes…

Herr Brodhag, wir wollen nicht überall, jedes Wochenende und an jedem fleck. Wir wollen nicht mehr illegal sein, lieber mit allen die davon beteiligt sind in Absprache und Sicherheit Agieren.

Herr kern, laut ist die Autobahn sicher auch. Und uns hört man 500m weiter weg nicht mehr.

Für andere fragen, hinweise oder anliegen stehe ich gerne zu Verfügung!
Und meine Restlichen Rechtschreibfehler könnt ihr mit freundlichen grüssen behalten… danke

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Yvonne Geithe  

Yvonne Geithe

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 7

01. Juli 2012 - 23:21 Uhr

ICH KANN HERR JULIEN RÖSCH NUR BESTÄTIGEN. DIESER PLATZ AN DEN SCHWELLEN IST EIN ORT AN DEM MAN SICH MAL FÜR EINEN MOMENT IN LEBEN FALLEN LASSEN KANN, EIN ORT DES GENIESSENS, EIN ORT AN DEM MAN EINE ANDERE WAHRNEHMUNG ZUM LEBEN BEKOMMT, WO ES OHNE ÄRGER ZUGEHT, WO SICH MENSCHEN FINDEN, WO GELACHT UND AUFEINANDER ACHT GEGEBEN WIRD, VIELEICHT AUCH EIN ORT AN DEM EIN SO EINIGES KLAR WERDEN KANN, ABER GENAU DIESER PLATZ AN DEN SCHWELLEN GIBT DIR DANN WIEDER NEUE KRAFT UND ENERGIE, UM DIE REALITÄT ZU MEISTERN! ES SIND DIE KURZEN MOMENTE IM LEBEN DIE EINE WIRKLICHE BEDEUTUNG HABEN UND DIE UNS GLÜCKLICH MACHEN! ICH KANN NICHT VERSTEHN WARUM DAS SO ZU EINEM PROBLEM GEMACHT WIRD OBWOHL DAS EIN PLATZ FÜR VIELE VON UNS IST, AN DEM MAN FREI SEIN DARF. NATÜRLICH GIBT ES GESETZTE UND REGELN AUF DIESER "ICH NENNS MAL SAUBEREN WELT" ABER DIESER STREIT UM DEN ES HIER GEHT,...SCHWELLEN JA ODER NEIN, IST ÜBERFLÜSSIG!!! DENN ES GIBT AUFEINMAL NOCH SOVIEL MEHR IM LEBEN, ALS NUR DEN ALLTAG, AUSTEHN-ARBEITEN-SCHLAFEN! HERR RÖSCH BRINGT MIT DIESEN PARTYS (WIE SIE SIE AUCH NENNEN) MENSCHEN ZUSAMMEN UND SCHAFFT DEN JENIGEN EIN GEFÜHL VON FREIHEIT UND HARMONIE.)EIN GEFÜHL WAS MAN HEUT ZUTAGE VIEL ZU SELTEN HAT! DIE WELT HAT SOVIEL ANDERE PROBLEME, MAN SOLLTE DA ZUERST ANFANGEN AUFZURÄUMEN! ZUDEM KANN ICH BESTÄTIGEN, DAS DER ORT AN DEM HERR RÖSCH SICH VEREWIGT SAUBER UND ORDENLICH HINTERLASSEN WIRD! UND WENN MANCH EINER MEINT ES GINGE HIER UM DROGEN NEHMEN UND TECHNO, DANN HAT ER SOWIESO NIXS VERSTANDEN IM LEBEN! BEI SOVIEL GEFÄNGNIS SOLLTE MAN AUCH EINMAL FREI SEIN DÜRFEN IM LEBEN UND DAS MACHEN WORAUF MAN LUST HAT, DIE WELT HAT SOVIEL SCHLIMMERES ZU BIETEN! ICH PERSÖNLICH HOFFE SEHR DAS DIESES THEMA "SCHWELLEN JA ODER NEIN" ENDLICH GENEHMIGT WIRD,SCHENKT UNS VERTRAUEN UND LASST UNS EINEN MOMENT FREI LEBEN, DENN VERBIETEN KANN MAN ES IMMERNOCH! ICH DENKE ES IST WICHTIG AUCH EINMAL EINE GANZ PERSÖNLICHE MEINUNG HIER ZU HÖREN, UND WAS AUCH IMMER DIE JENIGEN DENKEN WENN SIE DIESEN TEXT HIER VON MIR LESEN,..DIE JENIGEN DIE ES VERSTEHEN WOLLEN, VERSTEHEN ES AUCH!

P.S: GROSS SCHREIBEN BEDEUTET NICHT SCHREIEN HERR Christian Bartoschek [;-)]

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Rolf Schulze  

Rolf Schulze

Registriert seit: 26.02.2012

Kommentare: 151

02. Juli 2012 - 00:56 Uhr

Frau Geithe,

Großschreibung bedeutet im Internet selbstverständlich "schreien". Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben, auch wenn Sie das nicht akzeptieren können. Oder warum schreiben Sie bewusst nur in Großbuchstaben, obwohl es ansonsten keinen Grund dafür gibt....? [ed.]

Sie schreiben, dass der Platz immer sauber hinterlassen worden sei. Ob der Müll dagegen einfach in den Fluß geworfen wurde, und die zugedröhnten Partyfans wild in die Natur urinieren, koten und kotzen, davon schreiben Sie als begeisterte teilnehmende Techno-Anhängerin natürlich nichts.

Zudem scheint es bei Techno-Freaks üblich zu sein, dass sie den Krach und Lärm dieser Musik mit der Ruhe in der Natur gleichsetzen können, die sie angeblich genießen wollen..., und deshalb laut mit Krach, Alkohol und Hanf Party feiern, und erkennen nicht mal den Widerspruch darin, selbst wenn von den Kommentatoren darauf hingewiesen wird.

Kurz gesagt, der Krach des Techno gehört in die leerstehenden Industrieanlagen, weitweg von Anwohner, Natur und Erholungssuchende. Auch Lärm ist Umweltverschmutzung, da kann der Herr Roesch noch so sehr den Platz hinterher saubermachen.

Ganz ehrlich, wie Sie und Herr Roesch sich hier aufführen, diese Aggressivität und Widersprüche in Ihren Aussagen bzw. Wahrnehmung, hätte ich kein gutes Gewissen dabei, Ihnen eine Genehmigung für Ihre Partys zu geben. Schon gar nicht an diesem Ort, wo nicht nur Überflutungsgefahr droht, sondern auch zugedröhnte Partyfans in den Fluß fallen und ersaufen könnten. [ed.]

Muss erst ein Todesfall eintreten, bis Sie wahrnehmen können, dass das Vorhaben von Herrn Roesch eine sehr goße Gefahr birgt, die man durch Verlegung der Veranstaltung an einem anderen, GEEIGNETEN Ort hätte vermeiden können?

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Yvonne Geithe  

Yvonne Geithe

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 7

02. Juli 2012 - 02:51 Uhr

Herr Schulze wie bitte? jetzt wirds lustig! Lärm sei eine umweltverschmutzung? dazu sind wir noch betrunken? Sie werfen herrn Rösch und mir vor wir wären evtl. betrunken gewesen weil wir nachts ein kommentar posten und selber schreiben sie eins um die uhrzeit???

Ich finde es ja Klasse das sie sich wohl Gedanken über die menschheit machen "das sie das thema todesfälle" ansprechen, aber ganz ehrlich ich fahre jeden tag 150 km auf der autobahn und muss sagen das ist gefährlich laut und nicht umweltfreundlich! zudem stört es sie das pippi im wald gemacht wird,...meine erlebnisse dazu möchten sie gar nicht wissen, so etwas sehe ich fast täglich und zwar mitten in freiburg! entschuldigen sie bitte ich will sie hier überhaupt nicht angreifen aber sie sind einer der menschen die nicht den sinn dahinter verstanden haben!!!ich finde ihre aufregung sehr übertrieben und ins böse hingestellt! sie sollten sich die ganze sache vieleicht ersteinmal ansehen, bevor sie ihre meinung bilden.

Es gibt natürlich solche unruhestifter die ihr konsum nicht unter kontrolle haben aber solche leute finden sie an den schwellen nicht!!! zumindestens hab ich noch keine gesehn! es ist traurig das sie so dagegen an gehn, ich habe in mein ersten kommentar geschrieben das die jenigen die es verstehen wollen auch verstehen, doch sie möchten es nicht! nein, sie geben sich nicht einmal die chance dazu! hoffentlich zeigen sie auch soviel einsatz wenns um richtig ernste dinge im leben geht!



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Gelöschter Nutzer #793088

Registriert seit: 16.11.2009

Kommentare: 562

02. Juli 2012 - 08:08 Uhr

"Kurz gesagt, der Krach des Techno gehört in die leerstehenden Industrieanlagen, weitweg von Anwohner, Natur und Erholungssuchende. Auch Lärm ist Umweltverschmutzung, da kann der Herr Roesch noch so sehr den Platz hinterher saubermachen."

Herr Schulze, da könnte der geneigte Leser ihnen durchaus recht geben. Leider durfte man vor zwei Wochen im Freiburger Industriegebiet Nord (nahe am Großmarkt) erleben dass solche eine Party in genau solch einem Umfeld wegen angeblicher Ruhestöhrung schon um 1 Uhr "dicht gemacht" wurde.

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Michael Peikel

Registriert seit: 20.05.2011

Kommentare: 127

02. Juli 2012 - 08:43 Uhr

Frau Geithe: Grossschreibung bedeutet tatsächlich "schreien" im Internet und googlen sie doch einfach mal nach den Stichworten "Lärm und Umweltverschmutzung". Die Ergebnisse werden sie wahrscheinlich überraschen.
Nun zum Thema: Die Schwellen sind ein wirklich wunderschöner Platz, verständlich das man dort gerne offiziell feiern möchte. Bedenken habe ich aber auch tatsächlich bzgl. Der Teilnehmer. Laut Herrn Rösch kommen die Gäste auf private Einladung, sind über 18 und hinterlassen das Gelände in einwandfreiem Zustand. Und genau das kann ich nicht glauben. Sowas spricht sich immer herum, es tauchen ungewünschte Gäste auf, irgendwann gerät es ausser Kontrolle und hinterher will es keiner gewesen sein.
Besuchen sich doch noch noch einmal die Schwellen in aller Ruhe und versuchen sie darüber nachzudenken, ob man wirklich an jedem Ort, der einem gefällt, so eine Veranstaltung aufziehen muss oder ob man nicht auf andere örtlichkeiten ausweichen kann.

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Rolf Schulze  

Rolf Schulze

Registriert seit: 26.02.2012

Kommentare: 151

02. Juli 2012 - 09:09 Uhr

Frau Geithe,

Lärm ist in der Tat Umweltverschmutzung, akustische Umweltverschmuzung, genauer gesagt Luftverschmutzung. Lärm ist akustischer Abfall, den z. B. eine Technoparty in der stillen Natur hinterlässt. Der geneigte Leser kann ja zu dem Thema googeln, oder sich hier informieren: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/laerm.html.

Herr Kühner,

wenn es nach mir ginge, wären alle Partys, Feste, und andere Veranstaltungen ab 1 Uhr nachts "dicht gemacht", da nach dieser Zeit der Alkoholpegel der Leute steigt, ebenso die Gewalt und Kriminalität aufgrund des Massenbesäufnisses, wie z. B. dieses Wochenende in Schopfheim und Bad Säckingen, dessen Vorfälle Sie hier in der BZ im Polizeibericht nachlesen können.

So eine Technoparty mitten in der Natur hat doch nur den Zweck, dass Jugendliche sich bis in die frühen Morgenstunden ungestört und unbeobachtet besaufen und Drogen konsumieren können, was ihnen in der Disco verwehrt wird, falls der Discothekenbetreiber die behördlichen Auflagen und Gesetze einhält. Es gibt schon genug Lärmtempel im Ländle, in denen man seine Gesundheit ruinieren kann, da benötigt man nicht auch noch zusätzlich Technopartys in der Natur.

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Philipp Eichhorn  

Philipp Eichhorn

Registriert seit: 02.07.2012

Kommentare: 3

02. Juli 2012 - 09:45 Uhr

Ich bin entsetzt wie hier mit Vorurteilen argumentiert wird. Bestimmte Menschen hier sind offensichtlich gar nicht gewillt, womöglich andere Facetten in ihre Engstirnigkeit aufzunehmen. da wird hier über GROßSCHREIBUNG philosophiert, als gäbe es nichts wichtigeres. Wenn jemand vorzieht, sich so zu verständigen, dann sollte man ihn lassen. Aber anscheinend versucht man hier eine Partei einfach nur irgendwie anzugreifen und bloß zu stellen, ohne vernünftige ausschlagkräftige Argumente zum eigentlichen Thema zu bringen. Herr Schulze scheint ja auch ein übles Bild von sich amüsierenden Menschen, bzw. "Partyfans" wie Sie sagen, zu haben. Sie werfen hier lediglich Vorurteile in den Raum, ohne diese auch nur annähernd belegen zu können. Kenn Sie "uns" eigentlich? Ich glaube kaum. Wieso Reden Sie dann so? Alle über einen Kamm zu scheren ist einfach und zeugt nicht gerade von Größe und Respekt. Und wenn ich lese, dass Musik hier mit Lärm gleich gesetzt wird, wird mir einfach nur schlecht. Die Erfahrungen eines Herrn Schulze diesbezüglich sind meines erachtens gleich Null oder wurden gar nicht erst gemacht. Musik und Natur - diese Symbiose ist so alt wie die Menschheit selbst. An keinem anderen Ort wie in der Natur, kann sich dessen urtümliche Lebendigkeit und Schönheit mit der Spiritualität der Menschen und einzigartiger Musik verbinden und ein einzigartiges Wohlgefühl erzeugen. Die Schwellen, sind in der Tat ein sehr geeigneter Ort zum Ausleben und Zusammenführen dieser essentiellen Verbindungen. Wer sagt, dass Techno in die leerstehende Industrieanlagen gehört, Herr Schulze? Wer? Sie? Hier erkennt man doch, dass Sie keinerlei Ahnung der Materie besitzen.
Ich würde jedenfalls nur begrüßen, wenn hier nicht immer gleich "dagegen" geschossen würde. Diese Engstirnigkeit und die Vorurteile die hier zum Ausdruck kommen finde ich am traurigsten. Wo ist die Offenheit, Menschen mit guten Absichten eine Chance zu geben? Vielleicht einzusehen, dass Menschen, die elektronische Musik leben und lieben eben nicht alle so sind wie sie des öfteren "dargestellt" werden. Ich wünsche mir mehr Toleranz. Und alle die die hier einfach nur "dagegen" schiessen, um friedlichen Menschen Steine in den Weg zu legen, würde ich bitten sich doch mal ein Bild von der einen oder anderen Veranstaltung vor Ort an den Schwellen zu machen, um fundierte Kenntnisse zu erlangen, die bei der Entstheung einer ehrlichen Meinungsbildung sicher von Vorteil sein könnten.

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Gelöschter Nutzer #793088

Registriert seit: 16.11.2009

Kommentare: 562

02. Juli 2012 - 09:50 Uhr

Herr Schulze.
Ich würde gerne so einiges Verbieten wenn ich könnte. Autos - schaffen Umweltzerstörung und die meisten Gesetzesverstösse und Toten; Juristen und BWLer - Fahren unsere Welt gegen die Wand; Kommentare in Online-Magazinen von Menschen die Google Halbwissen und ihre eigene Vorstellung von Vorgängen als argumentative Wahrheit wie eine Monstranz vor sich her tragen.

Ja Herr Schulze, so ist das wohl wenn quasi religös geglaubtes mit der normativen Kraft des Faktischen kollidiert. Oder um es in einer alten Volksweisheit auszudrücken:
Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht (lehnt er ab).

In diesem Sinne wünsche ich noch ein tolerantes Miteinander ;-)

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Rolf Schulze  

Rolf Schulze

Registriert seit: 26.02.2012

Kommentare: 151

02. Juli 2012 - 11:17 Uhr

Herr Kühner,

ich verweise gerne noch mal auf den obigen BZ-Artikel:

"...Es ist nicht legal, zu Veranstaltungen an den Schwellen einzuladen – ob privat oder öffentlich. Manch jungen Partyorganisatoren mag das aber nicht einleuchten. "

Und weiter:

"...Genehmigungspflicht
Wie Clemens Pfahler vom Ordnungsamt der Gemeinde Efringen-Kirchen erklärt, bedürfen öffentliche Veranstaltungen – zu denen etwa auch über soziale Netzwerke eingeladen wird – zwingend einer Genehmigung. Für den Bereich der Schwellen wären es genau gesagt sogar drei Behörden, die um Erlaubnis gefragt werden müssten: das Wasser- und Schifffahrtsamt, die Gemeinde und die Naturschutzbehörde im Landratsamt. Clemens Pfahler kann aber keinem Hoffnung darauf machen, dass eine Genehmigung gewährt wird. "Unten auf den Schwellen kann es keine Genehmigung geben, weil dort vom Stauwehr her unberechenbare Überflutungsgefahr droht und am Ufer darüber haben wir ein schützenswertes Flora Fauna Habitat."

Darum geht es, man kann nicht über drei Behörden hinweg überall private Partys veranstalten, und dann noch an den Haaren herbeigezogene Rechtfertigungen liefern, warum eine solche Technoparty unbedingt diese Idylle verschandeln muss, anstatt solche Veranstaltungen z. B. in die leerstehenden Fabrikgebäuden zu verlagern.

Zudem bin ich kein Technohasser, sondern höre selbst gelegentlich diese Musikrichtung, sogar Industrial..., aber mir würde im Traum nicht einfallen, einen solchen Krach mitten in einem Naturschutzgebiet zu wünschen, welches wohl eher für Erholung und Entspannung geeignet ist.

Ebenso habe ich nichts gegen das Vorhaben dieser angeblichen alle über 18-jährigen Naturliebhaber, eine Technoparty im Freien veranstalten zu wollen, aber es muss nicht mitten in einem Naturschutzgebiet sein, sondern könnte auch auf der Wiese eines Bauern, oder am Waldrand sein, Plätze also in der Natur, die eine nicht so schützenwerte Flora und Fauna aufweisen, wie eben die Isteiner Schwellen.

Herr Eichhorn,

ständiges Großschreiben im Internet ist mindestens genauso unhöflich und unanständig, wie die künstliche Lärmproduzierung durch Techno bei den Isteiner Schwellen, da es keinen vernünftigen Grund dafür gibt, es tun zu müssen. Zudem werfe ich keine Vorurteile in den Raum, sondern kenne mich in der Technoszene leider einigermaßen gut aus, da ich als Jugendlicher auch mit der Techno in Berührung kam, als die Technoszene in den 80er eben enstanden bzw. populär geworden ist, und um das problematische Umfeld dieser Szene weiß, zu dem es heutzutage im Jahre 2012 leider ausgeartet ist (Komasaufen, Drogen, Sachbeschädigungen, Gewalt). Wer wie ich die Technoszene damals live erlebt hat, wie Techno anfang der 80er Jahre in Frankfurt noch Underground war und kein Massenkonsum darstellte, bis dort die erste Disco Deutschlands ihre Toren öffnete die sich auf diese Musikrichtung spezialisiert hatte, der wird auch wissen, dass man eine solche Party in leerstehenden Fabrikgebäuden oder Großdiscotheken besser abfeiern kann als mitten in der unberührten Natur. Techno mit seinem schnellen Tempo passt einfach nicht in die stille Natur, sondern ist an solchen Orten besser aufgehoben, die für Krach konzipiert worden sind...

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Peter Specker

Registriert seit: 12.02.2011

Kommentare: 237

02. Juli 2012 - 11:45 Uhr

@Hr. Schulze:
Und was fällt Ihnenn dazu ein?
http://www.badische-zeitung.de/waldkirch/fette-beats-in-chilliger-atmosphaere
Wie können Sie sich erklären, dass diese Veranstaltung ohne Alkohol- bzw. Drogenexzesse und Umweltverschmutzung durch Lärm stattfand?
Der Veranstaltungsort war übrigens sehr idyllisch an der Elz in einem kleinen Park mitten in Waldkirch gelegen, also in keiner Industrieruine in einem Industriegebiet!!

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JULIEN ROESCH  

JULIEN ROESCH

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 6

02. Juli 2012 - 12:36 Uhr

Lieber Herr Schulze,

ich möchte Ihnen respektvoll, ohne Aggressionen oder Vorurteile höflich und sachlich antworten.

Zuerst zur Klarstellung einiger Punkte, die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben:

- - Ich habe tatsächlich – ohne an die Netiquette zu denken – in Großbuchstaben geschrieben, weil man die besser lesen kann und ich das aus Gewohnheit so mache. Aber Sie und Herr Peikel haben hier im Grunde recht, das hat hier nichts zu suchen.
- Ich selbst halte nicht viel von Alkohol, nehme auch keine Drogen, denn ich bin als gelernter Fitness-Trainer sehr gesundheitsbewusst. Und zu der Uhrzeit kann ich nur sagen, es gibt sogenannte „Nachteulen“, das hat mehr mit dem Biorhythmus zu tun ;-)

Und damit sind wir schon mitten im Thema:

Die Befürchtung von Herrn Peikel, „es spricht sich herum“, ist natürlich sehr naheliegend. Tatsächlich kommen immer ein paar Menschen mehr als eingeladen, allerdings in einem Maße, das unter „Begleitperson“ zusammengefasst werden kann. Wenn Sie schon einmal bei einem runden Geburtstag mit viel Familie und Freunden eingeladen waren, dann wissen Sie sicherlich selbst, dass das am Ende kaum einen Unterschied macht, es handelt sich hier nicht um "Hunderte" mehr.
Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nur sagen: Es ist noch nie ausgeartet. Der Veranstaltungsort wird in der Einladung nicht schriftlich genannt, sondern nur auf persönliche Anfrage. Dieser Art von „Flashmob“, wie die gefürchteten Facebook-Parties, die in letzter Zeit immer wieder in den Nachrichten aufgetaucht sind, kann hier also nicht entstehen.

Ja, wir sind uns auch der Gefahr bewusst, dass in Wassernähe durchaus etwas passieren könnte. Aber, auch wenn Sie, Herr Schulze, hier argumentieren, dass die Leute alle betrunken oder berauscht seien, es ist nicht der Fall. Eben deshalb wird das Stauwerk über unsere Anwesenheit in Kenntnis gesetzt, deshalb sind bei uns ausgewiesene Sanitäter dabei und Personen, die immer ein offenes Auge haben. Wenn Sie jetzt auf ein Dorffest gehen, werden sie vermutlich weit weniger nüchterne Menschen finden. Es wird auch dort uriniert und erbrochen, mehrere Tage lang Lärm gemacht – und das meist mitten in der Stadt! – und gepöbelt; oft endet es in Handgreiflichkeiten.

Genau das möchten wir aber nicht. Und das hat es auch noch nie gegeben! Wir wollen keine Exzesse, sondern eine friedliche Zeit zusammen verbringen. Die Leute, die auf unsere Veranstaltungen kommen haben die Nase voll von dem, was Sie hier vorschlagen: „Kurz gesagt, der Krach des Techno gehört in die leerstehenden Industrieanlagen, weitweg von Anwohner, Natur und Erholungsuchende." Ihre Argumentation geht in die Richtung, dass man – nur weil Ihnen diese Musik nicht gefällt – diese Menschen abschieben soll in eine Ecke, wo keiner hinschaut.
Das ist eine sehr gefährliche, ausgrenzende Haltung, die von einer intoleranten Grundeinstellung zeugt. Auf besagten Dorffesten werden oft Schlager gehört, Musik die vielen jungen Menschen nicht gefällt. Sie kommen trotzdem und versuchen sich diese vermutlich noch schön zu trinken... An die Schwellen kommen nur Leute, die diese Musik mögen. Dieser Ort ist auch weit genug von Wohnsiedlungen entfernt, um niemanden zu stören.

Damit wären wir beim Lärmschutz. Ja, laute Musik ist sicherlich auch in gewisser Weise „Lärm“ – jedoch, das hatte ich schon erwähnt – feiert man dort nicht ständig. Wir reden hier von zwei bis drei Veranstaltungen im Sommer, also nur eine beschränkte Zeitspanne. Aber es gibt viele kommerzielle Veranstaltungen, Festivals usw. in Naturschutzgebieten. Genau deswegen möchten wir eine solche Ausnahmegenehmigung bekommen. Inklusive aller Auflagen, die das nach sich zieht. Uns ist bspw. bewusst, dass wir für sanitäre Anlagen sorgen müssen und auch die Sicherheitsauflagen erfüllen.

Musik hören und tanzen, dabei die schöne Umgebung zu genießen, das schließt sich nicht per se aus, das gehört zusammen. Ich erinnere hier wieder an Volkssagen und Brauchtum: Was passiert(e) denn bei Mittsommerfesten? Richtig, es wurde bis in die Morgenstunden bei Musik getanzt, mitten in der Natur. Siehe dazu auch den Link von Herrn Specker. Diese Grundhaltung vertreten wir, auch wenn manche Menschen das mit elektronischer Musik nicht in Einklang bringen können. Aber über Geschmack lässt es sich ja bekanntlich nicht streiten, daher bitte ich hier um Toleranz.

Ich kann mich nur wiederholen: Es sind nicht nur ausschließlich die Isteiner Schwellen, es geht um die Genehmigungen von solchen Veranstaltungen im Allgemeinen. Wie Frau Geithe bemerkt hat, wollen hier einige Menschen nur in eine schönen Umfeld vom Alltag entspannen. Das geht nunmal am Besten draußen in der Natur, mit gemeinsamem Musik hören, Tanzen, Konversation betreiben – im übrigen multilingual, denn was bei den Schwellen immer auffällt: es kommen Deutsche, Schweizer und Franzosen. Streit gibt es da nie, eher großartige Verständigung aufgrund von einer gemeinsamen Leidenschaft. Also ganz im Sinne von Toleranz und Völkerverständigung.

Hochachtungsvoll
Julien Roesch

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JULIEN ROESCH  

JULIEN ROESCH

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 6

02. Juli 2012 - 12:46 Uhr

das ist doch kein krach, also bitte… http://youtu.be/JMPYmNINxrE … oder?

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Matthias Klinke

Registriert seit: 15.07.2011

Kommentare: 5

02. Juli 2012 - 13:19 Uhr

Hallo Herr Roesch,

ich kann sie sehr gut verstehen. Die Schwellen sind ein wunderbarer Platz um zu entspannen und sich zu erholen. Ich war auch schon an einigen Festen dort und eigentlich waren sie für mich immer toll. Leider habe ich in den letzten Jahren immer mehr bemerkt dass fast jedes Wochenede irgendwo an den Schwellen recht laut Musik läuft und gerade am Wochenende Besucher der Schwellen nicht mehr ihre Ruhe haben können. Sie haben sicher Recht wenn sie sagen dass sie max 3 Veranstalltungen im Jahr veranstallten wollen und dies niemand stört. Sie sind aber nicht alleine! Es gibt dan sicher dutzend andere die auch ihr Fest feiern wollen und die sind sicher nicht so sauber wie sie. Schnell würden die Schwellen dann noch mehr vermüllen und ich denke davor haben die meisten Angst.
Gerne würde ich auch abends einfach die Natur geniessen ohne dass ich von irgendwoher den Bass höre. Ich denke ihnen würde es gleich gehen wenn jedes Wochenende Havy Metal oder Volksmuski laufen würde.
Es gibt in der Gemeinde genügend öffentliche Plätze die ohne Probleme für solche Veranstalltungen genutzt werden können und dürfen. Ich spreche da aus Erfahrung ;-)
Die Narrenzunft die sie erwähnt haben, hat übrigens jedes Jahr die Genehmigung vom Wasserwirtschaftsamt. Ich bin einer der Vorstände. Ausserdem sind wir nicht an den Schwellen sonder fast 5 km weiter Nördlich und auch nicht direkt am Wasser.

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Manni Fischer  

Manni Fischer

Registriert seit: 29.11.2010

Kommentare: 808

02. Juli 2012 - 13:42 Uhr

Ich kann verstehen, dass eine Location wie die Schwellen gerne genutzt werden um so eine Party zu feiern. Ich hab früher in Kirchen gewohnt und wir haben die Schwellen sehr oft abends besucht und die NAtur genossen.

Und ich will auch glauben, dass bisher nir etwas passiert und der Platz immer einwandfrei hinterlassen wurde. Dass niemand berauscht oder bekifft war, naja, das lassen wir mal aussen vor, diese Problematik gibts aber auch an Dorffesten. Wie gesagt, ich hab in Kirchen gewohnt....

Problematisch sehe ich nur eins: Das ist ja ein öffentlicher Platz, also gehen dort auch Leute hin, die gerne abends noch etwas spazieren wollen und die Ruhe dort geniessen... Das wäre in so einem Fall nicht mehr möglich. Wenn das nur ein oder zweimal im Jahr vorkommt, mag das noch zu tolerieren sein, aber sonst?
Ich hätte Angst, dass -sollte die Gemeinde dieser Party zustimmen- noch viele andere auf die selbe Idee kommen. Und mit welchem Grund sollte man es denen dann verbieten? Der Herr Roesch macht mir ja einen relativ ordentlichen Eindruck, wer aber kann das von allen anderen auch behaupten?

Ich freu mich, wenn junge Leute Verantwortung übernehmen und sich für eine Sache einsetzen.War ja selber mal jung (lang lang ists her) und hab auch mal über die Stränge geschlagen. Ob nun die Schwellen gerade der passende Ort sind? Kann ich nicht so pauschal beurteilen. Bisher, bei den (ungenehmigten) Veranstaltungen schien ja alles ok gewesen zu sein. Beschwerden gabs auch nicht von anderen Spaziergängern? Man kann ja zwischendurch mal eine Streife vorbeischicken, die kontrolliert, wies aussieht. Und einen Ansprechpartner bei Verunreinigungen hat man ja auch...So what?

Ich möchte allerdings auch nicht die Bedenken von Naturschützern einfach unter den Teppich kehren, es gibt ja viele negative Beispiele für solch ausgeuferten Parties, leider.

@Herr Roesch
ich fand witzig, wie sie den Ort dort als etwas "heiliges" sehen und dort die Ruhe und die Natur geniessen wollen. Aber Aussagen wie "Ruhe und Natur" in einem Atemzug mit Techno, das hat was....

Ein Gedanke noch zu Gross- und Kleinschreibung: Großschreiben bedeutet im Internet schreien, das ist hinlänglich bekannt. Schlimmer finde ich allerdings, dass man es schwer lesen kann. Es ist mühsam.

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Yvonne Geithe  

Yvonne Geithe

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 7

02. Juli 2012 - 14:46 Uhr

Lieber Herr Peikel,

Sie können sich nicht vorstellen wie oft ich an den schwellen bin, einfach um zu entspannen, den stressigen Arbeitstag hinter mir zu lassen. oder einfach den Sonnenuntergang zu zuschaun und wie schon erwähnt neue Energie zu schöpfen! Ja die Schwellen sind der richtige Ort dafür!

Herr Schulze, wenn ich jedes wort googeln würde dann wäre ich im Leben nicht mehr glücklich! Für mich heisst Gross-schrift auffallen oder Achtung... für sie oder googel eben schreien!!!

Ich denke das hier sehr viele Vorurteile sind. Solche "Technoveranstaltung" stehen in der Regel für Liebe-Frieden-Harmonie und genau das ist es was Herr Rösch weiter geben möchte! Und natürlich gibt es Menschen die das nicht verkörpern können da die szene eine Modeerscheinung geworden ist, diese Menschen wie schon erwähnt finden sie aber auf Herrn Rösch seine Veranstaltungen nicht, da es private Einladungen sind! Ich kann nur bestätigen das es immer friedlich und ohne Probleme bisher zuging und ich bin Herrn Rösch dankbar für die tolle Zeit an den Schwellen, ich denke ich spreche da für einige! Die meisten von uns sind friedliche zurückgehaltene Menschen die auf der suche im Leben sind und zwar nach mehr! Ein grosses Wort ist die Liebe und das gegenseitige akzeptieren!Es wird hier so viel schlecht geredet, doch kennt keiner keinen, gerne würde ich diese Gespräche von angesicht zu angesicht weiter Diskutieren, sodass auch ein Herr Schulze sieht das es hier um so viel mehr geht als um Drogen nehmen und bis in den frühen Morgenstunden zu tanzen! Zudröhnen kann man sich überall und tanzen kann man so oder so immer! Ich denke das die Menschhheit weniger Probleme hätte wenn man mehr miteinander reden würde und wenn man offener für andere ansichten wäre! Der Streit hier um was es geht wird zu einer Endlosstory und niemand möchte irgendwas versuchen zu verstehn und zu akzeptieren, deshalb ist die Welt wie sie ist! Warum kann man Herr Rösch nicht einmal die chance geben das umzusetzten was ihn so an Herzen liegt? Einen sexualstraftäter lässt man schliesslich nach viel zu kürzer Zeit auch wieder auf freien Fuss! Das verstehe ich nicht! Und egal ob alt oder jung, jeder der die Partys gesehn hat der uns gesehn hat, viele sind ersteinmal stehn geblieben und haben ein grinsen im gesicht gehabt,..die Menschen waren Glücklich und das ist das was zählt!

Einige fragen sich sicher warum ich der selben Meinung bin wie "Rösch"...Das ist ganz einfach,..Wir fühlen und wollen das gleiche Vermitteln und das ist alles andere als Krach, Ärger oder zudröhnen!!!

Ich bitte alle ihre Meinung nochmal zu überdenken und wenigstens jemanden die chance zu geben, für einige, die Welt für ein kurzen moment besser zumachen, denn viele vergessen das, dass Thema Schwellen nur ein minimales Problem der Welt ist, besser gesagt es wird zu einem gemacht!

Ich wünsche Herr Rösch auf diesem wege viel Erfolg und das alles so kommt wie er es sich wünscht!

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Jens Müller-Storz  

Jens Müller-Storz

Registriert seit: 04.07.2011

Kommentare: 633

02. Juli 2012 - 15:11 Uhr

Alle die Techno hören nehmen Drogen und saufen sich die Birne zu? Klasse! Schublade Ahoi!
Schauen wir doch mal, was bei einer durchschnittlichen Fasnetfeier so passiert? Süße Düfte durchqueren den Raum und junge Menschen teilen sich eine Zigarette. Der große Rest ist besoffen. Redet da jemand von verbieten.
Herr Rösch und Frau Geite, kämpft weiter für eure Partylocation aber bitte mit nicht ganz so vielen Großbuchstaben.

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Diego Suarez

Registriert seit: 02.07.2012

Kommentare: 1

02. Juli 2012 - 15:27 Uhr

[ed. - Verwendung eines Aliasnamens]

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Yvonne Geithe  

Yvonne Geithe

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 7

02. Juli 2012 - 15:57 Uhr

Danke Herr Müller,

ich denke wichtig ist nicht der Sieg, sondern der Versuch es probiert zu haben!

Hier ist ein Text, den sollte sich jeder mal durch lesen, ist natürlich nicht von mir, aber er verrät viel:

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast des Lebens
und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.
Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen
Mitmenschen. Äußere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch
den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte.
Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.
Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest du bitter werden und dir nichtig
vorkommen; denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als du.
Freue dich deiner eigenen Leistungen wie auch deiner eigenen Pläne.
Bleibe weiter an deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer.
Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.
In deinen geschäftlichen Angelegenheiten laß Vorsicht walten; denn
die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll dich nicht blind machen
gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit.
Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum.
Sei du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung. Noch sei zynisch was die
Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch
immerwährend wie das Gras.
Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend
mit Grazie auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich
hereinbrechendem Unglück schütze. Aber beunruhige dich nicht mit Einbildungen.
Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu dir selbst.
Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und Sterne; du
hast ein Recht hier zu sein. Und ob es dir nun bewusst ist oder nicht: zweifellos
entfaltet sich das Universum wie vorhergesehen.
Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung du auch von ihm hast.
Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen
ist diese Welt doch wunderschön.
Sei wachsam und strebe danach, glücklich zu sein.

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Philipp Eichhorn  

Philipp Eichhorn

Registriert seit: 02.07.2012

Kommentare: 3

02. Juli 2012 - 16:06 Uhr

Herr Schulze,

ich finde Ihren erlebten Kontakt mit der "Techno-Szene" durchaus bemerkenswert, wenn auch nicht wirklich grundlegend fundiert, im gegenteil. Wir leben im Jahre 2012 und seit den frühen 90igern hat sich, was Techno angeht einiges Verändert. Natürlich auch musikalisch.

aber, Zitat: "..zu dem es heutzutage im Jahre 2012 leider ausgeartet ist (Komasaufen, Drogen, Sachbeschädigungen, Gewalt)." Mir ist nicht bekannt, dass Komasaufen, Sachbeschädigungen oder Gewalt auch nur in irgendeinem Zusammenhang mit der "Techno-Szene" genannt werden könnte. Sie werfen Sachen in den Raum, welche völlig zusammenhangslos sind, wobei Sie offensichtlich Fakten mit falschen Tatsachen verwechseln. Es gibt Großraumdiskotheken, wo sicherlich so etwas wie Komasaufen praktiziert wird, aber von derlei kommerziellen Einrichtungen und Gruppen distanzieren wir uns deutlich. Mit einer "Szene" hat das auch wenig zu tun. Sachbeschädigungen und Gewalt in Verbindung mit der Technoszene sind meines Wissens auch ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Um Quellen für "das Ausarten in 2012", wie Sie schildern, wäre ich dennoch erfreut.
Und Aussagen wie Ihr sogenannter "Krach" und das Techno und Natur nicht zusammen gehören würden ist natürlich Ansichtssache. Trotzdem ist es mir unverständlich wie man zu solch einer Meinung kommt.
Um nur ein Beispiel zu nennen: die früheren Indianerstämme vollzogen unzählige musikalische Tänze, Rituale und Zeremonien auf der Basis rhythmusorientierer Percussionlastiger Musik. Diese war ihnen heilig. Sie lebten im Einklang mit der Natur und schätzten diese.

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Raimund Zack

Registriert seit: 20.01.2012

Kommentare: 20

02. Juli 2012 - 16:29 Uhr

@Julien Roesch

das ist doch kein krach, also bitte… http://youtu.be/JMPYmNINxrE … oder?

WAS IST ES DANN??
MUSIK GEHT ANDERS !!

Aber gemach die Geschmäcker sind natürlich verschieden deshalb wird es in diesem Punkt niemals einen Konsens geben.

http://youtu.be/Qur0nuQJZZU
Dieser Link geht (glaube ich) in Richtung Musik

Aber dafür werde ich dann gesteinigt.
Also jedem das seine!!

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JULIEN ROESCH  

JULIEN ROESCH

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 6

02. Juli 2012 - 16:46 Uhr

Zu dem Kommentar von Herrn Klinke:
Ja, es wäre tatsächlich bedenklich, wenn auf einmal wirklich jedes Wochenende größere Veranstaltungen dort wären. Das wollen wir aber auch gar nicht und haben uns aus diesem Grund schon relativ früh mit anderen Leuten, die gerne dort gefeiert hätten zusammengeschlossen.
Eine gutes Beispiel für die Handhabe an Orten mit beschränktem Zugang gibt es in Basel: Es gibt eine gemeinsame Anmeldung für alle möglichen Veranstalter und dann verlost die Gemeinde fair unter den vorab angemeldeten Projekten.

Dass es an einem Ort wie den Schwellen nur wenige „mögliche“ Termine (im Jahr) geben sollte, finde ich grundsätzlich erstrebenswert. Oft, wenn ich privat zum Spazierengehen dort entlang laufe, fällt mir der viele Müll auf, der hinterlassen wird und am liebsten würde ich dann das gesamte Gebiet selbst bereinigen. Wer mit Genehmigung veranstaltet, der muss (!) dann auch den Platz ordentlich verlassen – damit wäre also allen geholfen.

Für mich als Mise-en-scène-Künstler ist natürlich die Kulisse wichtig, um durch Licht, Musik und Dekoration eine schöne Atmosphäre zu schaffen. Auf einem Parkplatz könnte ich leider nicht den gewünschten Effekt zaubern. Deshalb sind die meisten „öffentlichen Plätze“ einfach aufgrund ihrer Lage nicht geeignet.

Ich weiß um Ihre Ängste und Bedenken, es ist wichtig, dass diese Punkte Erwähnung finden. Ihre Anliegen sind mir daher sehr wichtig und ich danke Ihnen für die konstruktive Diskussion.

Julien Roesch

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Rolf Schulze  

Rolf Schulze

Registriert seit: 26.02.2012

Kommentare: 151

02. Juli 2012 - 17:08 Uhr

Herr Specker,

es gibt behördliche Auflagen und Gesetze, die eingehalten werden müssen. Wenn in Waldkirch zu Techno in einem Park gechillt wird, dann informieren Sie sich bitte erst mal über deren Auflagen (...Samstag zwischen 14 und 22 Uhr elektronische Beats genießen), bedenken weiter dass es sich nicht um ein Naturschutzgebiet handeln, und dort zudem keine Überflutungsgefahr bestehen dürfte. Ebenso berücksichtigen Sie bitte den Grund, warum die Waldkircher Jungs ihr Projekt gestartet haben, sie wollen mit dieser Veranstaltung "...die Allee und vor allem Waldkirch für junge Leute attraktiver gestalten...". Das alles sind völlig andere Voraussetzungen als das Vorhaben der Jungs an den Schwellen.

Ebenso wäre z. B. die Black/Death Metal-Veranstaltung "Baden in Blut" in Lörrach zu erwähnen, die im Landschaftspark Grütt ihr jährliches Fest zelebriert, aber man muss dazu über Hintergrundwissen verfügen, warum es dort genehmigt wird, und in Istein an den Schwellen wohl eher nicht genehmigt werden würde. Der Grütt-Park z. B. war vor seiner künstlichen Anlegung zur Landesgartenschau 1983 quasi eine Müllhalde, an dem Teil des Parks, wo das Metal-Fest stattfindet, befindet sich direkt eine große Fabrik nebenan, eine Tennishalle und Freizeitcenter, der Bahnhof Lörrach-Haagen, usw... aber auch dort bestehen Auflagen aufgrund der Anwohner, dass irgendwann gegen Mitternacht Ruhe einkehren muss.

Man sollte also hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, warum irgendwo etwas genehmigt wird, und in Istein an den Schwellen eben nicht, und dann noch dazu an den Haaren herbeigezogene Gründe aufführen, warum es dort an diesem Ort unbedingt eine laute Technoparty geben muss, von wegen die "Symbiose" zwischen Techno und Natur usw..., die gegensätzlicher gar nicht sein könnte als Krach und Stille...

Herr Eichhorn,

dann frage ich mich, warum Drogen-Razzien fast ausschließlich bei Techno-Veranstaltungen stattfinden, auf Metal-Konzerten hingegen nie (wenn man nicht gerade auf einer Hells Anels-Party landet). Ganz einfach deswegen, weil man dieses ewige Gehämmer, diesen Krach, dieses endlose "Tanzen" ohne Unterbrechung bis in die frühen Morgenstunden, nüchtern gar nicht aushalten würde. Sowas geht nur mit "Party"-Drogen jeglicher Art...

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Bea Joeck  

Bea Joeck

Registriert seit: 03.07.2009

Kommentare: 98

02. Juli 2012 - 17:52 Uhr

Ich gehe mit den Aussagen von Herrn Schulze völlig konform. Und ich stimme Herrn Fischer zu, der sagt, wenn die eine Gruppe eine Genehmigung bekommt, wieso dann nicht noch eine und noch eine und irgendwann dann jedes WE eine Veranstaltung mit Party, wohlige Wohlfühlfeste abgehalten und heilige besinnliche Musike dort erschallen dürfen - egal ob jetzt Techno oder House oder HipHop oder Oper, ob live oder aus der Konserve.
Auch wenn alle Auflagen erfüllt werden würden, es müsste kontrolliert werden, in der Nacht müsste evtl. ein Streifenwagen kommen, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist, es wäre doch ein grosser Aufwand.
Ja, und die Leute, die eben Natur pur, ohne technische Unterstützung genießen wollen, denen Wassergeplätscher, Windsäuseln und Vogelgesang genügen, die haben immer das Nachsehen.
Gehen Sie durch die Stadt - was haben meist junge Leute auf den Ohren? Teile ihrer Anlage, Riesenkopfhörer, um nur ja nix von der Umwelt mitzukriegen. Geht mir ja oft auch so, aber wenn ich neben solchen MusikliebhaberInnen stehen muss, tun mir schon die Ohren weh, wenn mir die "Restmusik" zugemutet wird. Außerdem ist der nächste Hörakustiker schon im Anmarsch...
Also, Fazit: Die Behörden haben recht, wenn sie die Genehmigung verweigern und sich nicht auf Diskussionen einlassen. Klingt für mich auch wie Eltern-Kind-Gespräche, wo der Nachwuchs unbedingt was will und quengelt und die Eltern standhaft bleiben müssen, weil sie einfach die Auswirkungen kennen und die Langzeiterfahrung haben.

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Caroline Weber  

Caroline Weber

Registriert seit: 18.07.2011

Kommentare: 120

02. Juli 2012 - 17:53 Uhr

Ich werde dieses Land nie verstehen. Hier ist selbst die Spontanität und die Fröhlichkeit genehmigungspflichtig …

Ansonsten fällt mir nur ein: Minimal hören – Maximal feiern … 8-)

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Bea Joeck  

Bea Joeck

Registriert seit: 03.07.2009

Kommentare: 98

02. Juli 2012 - 18:02 Uhr

Frau Geithe: Danke für den Text von Max Ehrmann (1872-1945)

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Yvonne Geithe  

Yvonne Geithe

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 7

02. Juli 2012 - 18:24 Uhr

Herr Schulze, sie nennen es also an den Haaren herbei gezogen....Sie haben eine Einstellung zum Leben, da wirds einen schlecht. Wenn jeder so auf alles beharren würde wie Sie, dann kämen wir keinen Schritt weiter! Ich denke das jede Diskusion mit Ihnen zwecklos ist! Sie sind dagegen und andere eben dafür! *Feeling is a touching*

Probleme sind da um Lösungen zu finden und nicht um aus ein Problem viele Probleme zu machen! Derartige Aussagen bestätigen mich nur das ich alles richtig mache im leben und bin froh so zu sein wie ich bin und nicht wie es andere gerne hätten!

Und da mich solche Diskusionen nur runter ziehen werde ich mir jetzt Musik auf die Ohren machen, ein Bier kaufen gehn und eine Runde an den Schwellen spazieren laufen! Vieleicht tanze ich auch, wenns genehmigt ist...

Uns wird soviel vorgeschrieben im leben was richtig und was falsch sein soll, aber keiner fragt was man selber wirklich fühlt...Diese Welt ist einfach kaputt!!! Herr Schulze ich wünsche Ihnen für die Zukunft nur das beste, vorallem eine positivere Einstellung zum Leben und das man manche dinge nicht verstehn muss, sondern einfach akzeptieren sollte! Musste ich auch lernen!

und noch was Herr Schulze dieser Link ist speziel für sie, sollten sie sich anhören! Ich öffne mein Herz damit http://www.youtube.com/watch?v=4_njrTP2juw

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Thomas Schütz

Registriert seit: 02.07.2012

Kommentare: 1

02. Juli 2012 - 18:36 Uhr

Herrn Schulze,

abgesehen auf ihre Verweise zu irgendwelchen behördlichen Auflagen kann ich hier eig. nur Vorurteile und Ablehnung erkennen.
Bevor sie hier mit irgendwelchen Vorurteilen kommen, bitte ich sie sich mal genauer mit den verschiedenen Jugendkulturen auseinander zu setzten!

Sie schreiben:

Zudem scheint es bei Techno-Freaks üblich zu sein, dass sie den Krach und Lärm dieser Musik mit der Ruhe in der Natur gleichsetzen können, die sie angeblich genießen wollen..., und deshalb laut mit Krach, Alkohol und Hanf Party feiern, und erkennen nicht mal den Widerspruch darin, selbst wenn von den Kommentatoren darauf hingewiesen wird.

Dazu meinerseits:

Auch z.B. im Metal, je nach Untergruppe, wird die Natur zum ´´Krach´´ sehr stark mit einbezogen und teilweise sehr geachtet und verehrt!
Wenn auch die Konzerte, zugegeben eher weniger in der Natur stattfinden

Schauen sie sich aber ganz besonders mal die Goascene an, und um ihnen die Arbeit nicht zu erleichtern schreibe ich hier nichts näheres dazu...

Ausserdem, und darauf erhoffe ich mir eine Antwort ihrerseids, muss man denn etwas was man nicht verstehen kann automatisch Abwerten und Ablehnen? Hatten sie noch nie an etwas Spaß, was andere als Sinnlos abgetan haben weil sie es einfach nicht verstanden haben?

Sie schreiben:

dann frage ich mich, warum Drogen-Razzien fast ausschließlich bei Techno-Veranstaltungen stattfinden, auf Metal-Konzerten hingegen nie

Ich war selbst viele Jahre in der Metalscene unterwegs, und bin es auch heute noch. Ich habe auf Metalkonzerten genauso viele Leute auf Drogen kennengelernt/gesehen wie auf Technoparty´s und auch anderen ´´normalen´´Veranstaltungen. Nicht mehr und auch nicht weniger, der einzige Unterschied den Ich erkennen konnte waren die Drogen an sich.
Um dabei anzumerken, ich finde es bedenklicher wenn man auf einem Straßenfest o.ä. die ganzen besoffenen sieht, wie wenn sich eine Gruppe abseits von unbeteiligten mit anderen Rauschmitteln zudröhnt die darauf achten das keine Minderjährigen/Kinder dabei sind, und falls doch deren Konsum wohl eher Unterbinden und Aufklären anstatt deren Konsum eher noch zu unterstützen....

Und nebenbei:

Ebenso berücksichtigen Sie bitte den Grund, warum die Waldkircher Jungs ihr Projekt gestartet haben, sie wollen mit dieser Veranstaltung "...die Allee und vor allem Waldkirch für junge Leute attraktiver gestalten..."

Das hätte Istein, so wie die umliegenden Dörfer genau so nötig, also letz Fetz :)

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Rolf Schulze  

Rolf Schulze

Registriert seit: 26.02.2012

Kommentare: 151

02. Juli 2012 - 22:11 Uhr

Frau Geithe,

mich stört es nicht, wenn Sie eine Runde auf den Schwellen spazieren laufen oder tanzen, wenn es aber eine Masse von Menschen stunden- bzw nächtelang mitten im Naturschutzgebiet tut und alles zertrampelt, schon, da die Flora und Fauna nachhaltigt gestört, sogar geschädigt wird, unabhängig vom Müll und menschlichen Ausscheidungen jeglicher Art... Nicht nur durch die Technoparty, sondern alle Veranstaltungen dort (deswegen ist es ja illegal dort zu Veranstaltungen einzuladen). Denn während dieser Massenansammlungen flüchten nicht nur die Menschen, die ohne Techno Erholung und Entspannung in der unberührten, stillen Natur suchen, sondern auch die Tiere, z. B. die Vögel, usw....
Allerdings sähe ich es lieber, wenn Sie ohne Alkoholkonsum und Kopfhörer die Natur PUR genießen könnten, dann wüssten Sie, was Sie im Leben verpassen...

Wie gesagt, habe ich nichts gegen eine Technoveranstaltung an sich einzuwenden, auch nicht in Istein, und zum hundersten Mal, habe ich aber etwas dagegen, wenn dies ausgerechnet an den besten Plätzen der Natur geschehen muss, die noch dazu ein Naturschutzgebiet darstellen (und das nicht umsonst).
Soll der Herr Rösch seine Party doch ein paar Kilometer weiter weg von den Schwellen veranstalten, wie diese Narrenzunft dort auch, dann gibts auch weniger Probleme mit der Genehmigung, als wie wenn man drei Behörden schmollartig von der Symbiose zwischen Techno und Natur überzeugen versucht...

Herr Schütz,

ich habe viele Jugendszenen (außer Hiphop und Gangsta-Zeugs) und andere Szenen als Erwachsener durch gemacht, mir müssen Sie diesbezüglich nichts erzählen. Ich argumentiere auch nicht mit Vorurteilen, sondern mit Tatsachen, und logischer Vernunft, eben weil ich viele Szenen, und auch Jugentreffs von innen kenne, und auch verstehe. Daher werte ich auch nicht ab, sondern argumentiere mit Vernunft und Verstand, da viele junge Menschen das Ausmaß ihres Vorhabens nicht erkennen. Sie denken nur an sich, den kurzzeitigen Spaß und Chillen, Saufen, ohne Limit bis kurz vor dem Zusammenbruch oder darüber, möglichst überall und zu jeder Zeit etc..., ich betrachte dies eher im gesamten Ausmaß, wenn ich hinterher die Konsequenzen daraus ziehe.

Von daher nochmals: Technoparty ja, im Naturschutzgebiet, ohne Genehmigung und Kontrolle nein.

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Patrik Brehm  

Patrik Brehm

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 8

03. Juli 2012 - 00:16 Uhr

Zu dem Thema, Techno hat in einem Naturschutzgebiet nichts verloren, fällt mir nur eine Frage ein: "Was bleibt den Jungen Erwachsenen hier in der Gegend?"
Von Basel bis Offenburg ist der "Naturpark Südschwarzwald" also ein Quasi Naturschutzgebiet. Glauben Sie das Geschrei von den unzähligen Badegästen und Grillern an den Schwellen oder die direkt daneben liegende Autobahn machen der Natur nichts...aber die Musik, da nehmen alle Tiere sofort Reißaus und rennen auf die Autobahn.
Meine Erfahrung zeigt aber genau das Gegenteil, an Techno Partys habe ich schon die verschiedensten Tiere beobachtet, die sich von der Musik nicht gestört fühlten sondern eher neugierig waren.
Nach der Aussage von vielen hier bleibt den Jungen Leuten, welche gerne in der Natur Musik hören und diese mit Natur verbinden, nur der Umzug in eine tolerantere Gegend Deutschlands, wo es Ihrer Meinung nach wohl keine Natur gibt.

Weiter sagen Sie es gäbe genügend Räumlichkeiten und Plätze an denen gefeiert werden darf.
Aus meiner Erfahrung kann ich das nicht bestätigen. Nennen Sie doch mal hier bitte konkrete Beispiele, damit ich eines besseren belehrt werde.
Viele behaupten hier etwas, ohne eine konkrete Aussage zu machen. Hauptsache dagegen, ohne einen Vorschlag zu bringen wie man das Problem lösen könnte.
Es besteht einfach ein Bedürfnis an diesen wie Sie es nennen "Techno Partys" im freien. Das sieht man alleine an der steigenden Anzahl der Partys.
Also wieso nicht ein paar davon genehmigen, um wenigstens den guten Willen zu zeigen?
Wenn die Chance besteht eine Genehmigung zu bekommen, werden sicherlich auch mehr versuchen eben diese zu bekommen. Dadurch wäre eine bessere Kontrolle bezüglich der Anzahl an Veranstaltungen möglich.
Heute läuft es doch eher so: Das genehmigt eh keiner, also machen wir halt einfach auf gut Glück.
Und genau das ist doch das Problem.
Durch die allgemein ablehnende Haltung der Behörden/bzw. Gemeinden haben wir doch erst so viele "illegale Veranstaltungen".
Meiner Meinung nach sind ein paar genehmigte Veranstaltungen, mit denen die Musik und Naturliebhaber (damit meine ich die "Techno Fans") zufrieden sind, um einiges besser als viele illegale.
Als kleiner Gedankenanstoß.

P.s. mit Ihrer/Sie meine ich alle abwertenden, negativ eingestellten Kommentarschreiber ;)

Mit freundlichen Grüßen

Patrik Brehm

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Caroline Weber  

Caroline Weber

Registriert seit: 18.07.2011

Kommentare: 120

03. Juli 2012 - 01:47 Uhr

[ed.]

Aber wie auch immer, ich wollte eigentlich etwas über die Tradition der illegalen Goa-Partys schreiben, und auch darüber, warum die meisten davon in der Illegalität stattfinden.[ed.]

Also; wie der Name schon sagt stammt diese Tradition von den damaligen Hippie-Kommunen südlich von Goa, also in Indien. Im Grunde waren diese Partys sehr spontane Angelegenheiten, und niemand konnte noch kurze Zeit vorher mit Bestimmtheit sagen, ob und wann so eine Party stattfinden wird. Die elektronische Musik – wie hier von einigen „Fachleuten“ Techno genannt (bis Anfang der 90er war dieser Ausdruck durchaus geläufig) – kam erst in den 80er Jahren dazu. Da aber Spontanität in der deutschen Kultur nicht unbedingt eine größere Bedeutung hat, war es faktisch nie möglich, eine derartige Veranstaltung mit all ihren Dutzend Genehmigungen innerhalb einer Woche anzumelden.
Die Alternativen die unsere Gesellschaft Menschen zu bieten hat, die sich mit dem schwammigen Einerlei der immer größer werdenden Mainstream-Kultur nicht mehr identifizieren können und wollen, werden leider immer weniger und zunehmend unterdrückt. Was zählt, ist nur noch der schnöde Kommerz. Natürlich alles schön reguliert und überwacht, mit Monaten von Planungszeit. Nach offiziellen deutschen Richtlinien sind diese Partys gar nicht durchführbar, weil die Kosten gar niemand tragen könnte. Denn bei diesen Partys geht es in den wenigsten Fällen um Geld. Viele der Leute die solche Sachen organisieren legen am Ende noch drauf.
Und man mag es nicht glauben; es gibt doch tatsächlich Leute die mit dem offiziell organisierten Brot-und-Spiele-Programm und dem dazugehörigen Zuschütten nichts anfangen können. Ich denke da an so Dinge wie Weinfeste (die man ohne eine intensive Vorbereitung im Komasaufen gar nicht besuchen kann), wahnsinnig kreative Stadtteil- oder Dorffeste, so drittklassige Veranstaltungen wie das ZMF oder auch an den Besuch von Live-Fußballübertragungen (primitives Grölen mit Ansage muss man ja auch erst einmal lernen). Früher gab es zumindest noch die Vauban, wo ein wenig Toleranz gelebt wurde, aber das ist ja auch vorbei; Money talks …

Fazit: Ich bin sehr froh dass es diese Kultur noch gibt, und bin dankbar über jede illegale Goa-Party, auch wenn ich nicht mehr zur Jugend gehöre.
In diesen Sinne → http://www.youtube.com/watch?v=L7UWnjdyWcU

Mit besten Grüßen von einer überzeugten Raverin 8-)

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Matthias Klinke

Registriert seit: 15.07.2011

Kommentare: 5

03. Juli 2012 - 07:52 Uhr

Wir haben früher auch einige Feste an den Schwellen bzw am Rhein gefeiert. Dort hörten wir meist die etwas härtere Musik wie Infected Mushrom oder Sun Project. Das war aber eigentlich nie ein Problem da wir selten mehr wie 25 Personen waren und daher hat auch die Polizei nichts gesagt wenn die den mal kamen. Den Platz haben wir auch immer schön sauber verlassen und somit waren alle zufrieden. Von dem her kann ich euch gut verstehen dass ihr diese einmalige Location nutzen wollt.
Allerdings muss ich ehrlich sagen dass ich einer genehmigten Party an den Schwelle ehere skeptisch gegenüber stehe. Da kommen gleich mal an die 100 Leute oder mehr und dann kann man sich ausrechnen dass dann recht schnell jedes Wochenende ein riesen Fest an den Schwellen statt findet. Nicht jeder will Techno, Goa oder Hous hören. Auf die solltet ihr auch Rücksicht nehmen.
Mein Vorschlag an euch ist dass ihr bei so grossen Festen einfach an andere Plätze ausweicht wie z.B an die Kandermündung, in die Reben bei Blansingen oder an den alten Huttinger Sportplatz um nur mal drei zu nennen. Es gibt bei uns massig Plätze an denen man richtig ungestört feiern kann und nicht gleich in einem Naturschutzgebiet die Eichhörnchen erschreckt ;-)
Ansonsten haltet eure Feste eher klein dann ist dass kein Problem. Wie hat es Herr Pfahler gesagt: "Kein Problem sieht Clemens Pfahler zum Beispiel für ein privates Fest, zu dem ein Geburtstagskind ein paar Freunde mitnimmt" Wie alt das "Geurtstagskind" ist steht ja nicht dabei.
Ich verstehe hier auch die Diskussion nicht über Alkohol und Drogen. Klar ist es ein Problem der heutigen Jugend und die heutige Jugend hört elektrische Musik aber reicht dieser Zusammenhang schon. Drogen und Alkohol haben alle Generationen schon genommen. Ausserdem geht es in diesem Artikel nicht um dieses Problem.

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Patrik Brehm  

Patrik Brehm

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 8

03. Juli 2012 - 15:15 Uhr

@ Mathias Klinke: Die Feste sollen ja klein gehalten werden, keiner will eine Party mit 200-300 Leuten an den Schwellen. Wir reden hier von bis zu max. 100 Personen.

Das Problem an der Aussage -die sich ja wirklich gut anhört- ist, dass es sobald eine Musikanlage dabei ist, nicht mehr als privates Fest zählt, egal wie viele Beteiligte dabei sind.
Wenn jetzt 10 Freunde einen Geburtstag feiern ist das Ok, solange keine Musik läuft. Ist aber eine Anlage im Spiel, zählt auch das Fest mit 10 Mann als öffentliche Veranstaltung, was eigentlich für mich keinen Sinn ergibt.

Genau darum geht es doch auch, nur um hier mal klar zu stellen, dass es nicht um Massenveranstaltungen mit hunderten von Leuten geht.

Ich kann mich auch an eine Zeit erinnern, da wurden diese "kleinen" Feste oder Partys von der Polizei toleriert. Jedoch wird man heute sobald man an seinem Geburtstag mit Freunden Musik hören will kriminalisiert.
Im Prinzip geht dieses Thema eben auch diese "Geburtstagsfeierer" etwas an. Denn die betrifft es genau so wie Herrn Rösch.

Ein Künstler, der eine Lichtershow oder Videoshow in der Natur mit musikalischer Untermalung machen will, bekommt eine Genehmigung ohne Probleme sogar im Naturschutzgebiet. (siehe Wolfsschlucht)
Da frage ich mich, was ist an den Veranstaltungen von Herrn Rösch denn so anders?
Eine Lichtershow oder Videoshow in der Natur mit musikalischer Untermalung, nur dass eben die Musik im Vordergrund steht.
Also quasi eine Musikshow, mit optischer Unterstützung.
Das ist genau so eine Form der Kunst, auch wenn das einige nicht wahr haben wollen und das als Lärm bezeichnen.
Kunst ist so vielseitig und zur Kunst gehört nun mal auch die elektronische Musik und die richtige Umgebung. (in diesem Fall eben die Natur)
Deshalb gehört elektronische Musik eben nicht nur in Industrieanlagen, sondern auch unter freien Himmel.
Viele Leute hier verwechseln die Veranstaltungen von Herrn Rösch mit einer Hard-Techno Party -welche wirklich besser in Industrieanlagen passt- oder mit einer Großveranstaltung -welche an den Schwellen wirklich nichts verloren hat.
Das ist auch eins der Probleme, die Herrn Rösch und andere Veranstalter haben. Durch die Auflagen -welche gestellt werden- werden solche Veranstaltungen so teuer, dass sie nur noch als kommerzielle Großveranstaltung finanzierbar sind.
Dadurch wird die Kreativität dieser Künstler massiv behindert, wenn nicht sogar mit Auflagen totgeschlagen.

P.s. Zum Thema Ausscheidungen in der Natur, welches Herr Schulze angesprochen hat:
Ich bin mir sicher, die ganzen grillenden, badenden Naturliebhaber fahren alle nach Hause wenn sie auf die Toilette müssen und nehmen ihren Müll -wie man sieht- immer schön brav mit.
Denken Sie mal darüber nach, wer hier mehr die Natur mit Urin, Kot und Müll verschmutzt!

Mit freundlichen Grüßen

Patrik Brehm

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Wendelin Meier

Registriert seit: 22.09.2009

Kommentare: 77

03. Juli 2012 - 18:15 Uhr

Lieber Herr Brehm,

nur zwei Fragen: Wer haftet?
Wer ist haftbar und verantwortlich, wenn eine "kleine" Veranstaltung bis 100 Personen durchgeführt wird und nur eine davon etwas beschädigt?

Eine weitere Frage, wenn man es generell erlaubt, wie argumentiert man bei anderen Veranstaltungen? Wie beschränkt man die Vergabe? Oder soll man das Areal prinzipiell zur Nutzung freigeben?

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Patrik Brehm  

Patrik Brehm

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 8

03. Juli 2012 - 18:57 Uhr

Nun diese Fragen kann ich Ihnen beantworten.
Im Fall einer Haftung gibt es mehrere Möglichkeiten.
Zum Einen könnte man, da ja eh alles geladene Gäste sind, diese gleich mit der Einladung unterschreiben lassen dass jeder auf eigene Verantwortung handelt, wenn er an dieser Veranstaltung teil nimmt.
Eine weitere Möglichkeit wäre, dem Veranstalter die Auflage zu machen, für Sicherheitspersonal zu sorgen und damit den Veranstalter haftbar zu machen. (Dies wäre im Falle eines Personenschadens)
Für Beschädigungen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Veranstaltung stehen sollte natürlich der Veranstalter haftbar sein.
(Wie bei jeder anderen Veranstaltung auch)

Dies sind nur ein paar Vorschläge von mir. Ich bin auch offen für andere Vorschläge bzw. Alternativen.

In diesem Zusammenhang habe ich aber eine Gegenfrage, wie ist die Haftung bei einer Geburtstagsparty mit sagen wir 10 Leuten?
Ist da das Geburtstagskind verantwortlich, wenn ein paar Krawallmacher die Party stören und etwas beschädigen??
Dort ist es ja wohl auch so, dass die Personen, die etwas beschädigen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. (also ist jeder für sein Handeln selbst verantwortlich)

Zu Ihrer zweiten Frage gibt es auch wieder viele Wege.
Einer wäre zum Beispiel ganz einfach "first come, first serve" (Wer zuerst kommt, mahlt zuerst)
Ein weiterer Weg wäre, alle Veranstalter Konzepte vorlegen zu lassen und dann von der Gemeinde die besten und schönsten auszuwählen.
Oder man könnte ein Zufallsverfahren einführen, so zu sagen ein Veranstaltungs-Los verfahren oder etwas ähnliches.

Wie Sie sehen gibt es viele Möglichkeiten und uns mangelt es nicht an konstruktiven Vorschlägen. ;)

Für weitere Zweifel und Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Patrik Brehm

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Matthias Klinke

Registriert seit: 15.07.2011

Kommentare: 5

03. Juli 2012 - 19:24 Uhr

Es werden euch aber selbst wenn ihr die Genehmigung bekommt noch viele weitere Steine in den Weg gelegt. Wenn ihr Veranstallter seit dann seit ihr auch haftbar. Für alle die an der Feier waren. Egal ob eingeladen oder nicht. Jetzt lasst nur mal einene besoffen auf den Steinen ausrutschen oder ins Wasser fallen und dem passiert was. Ihr seit Verantwortlich! Um dieses Risiko weg zu bekommen könnt ihr nur Versicherungen abschliessen und die kosten richtig Geld! Also wird die Feier kommerziell und dass ist sicher das letzte was die Gemeinde will.
Ich finde es auch blöd dass eine solche Feier nicht einfach tolleriert wird- ohne Genehmigung. Aber vielleicht hat ja die Gemeinde schlechte Erfahrungen gemacht. Herr Roesch wird es bei einem Gespräch mit unserem Bürgermeister raus finden...

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

03. Juli 2012 - 19:26 Uhr

Ich kann mich nur wundern ob der an den Haaren herbeigezogenen "Argumente" Pro-Techno im Naturschutzgebiet.

Tiere die sich zu Technomusik wiegen, Religöse Fanatiker die Reime und Gedichte vor sich hin brabbelnd zu rhytmischem Utz-Utz im Wald herum tanzen.

Ein sehr interessantes Bild tut sich gerade vor meinem geistigen Auge auf. :-)

Ich bin nur mal gespannt, wann es soweit ist und jemand im Freiburger Münster zu Carl Cox die Ruhe geniessen will und gleichzeitig zur Lasershow die Beichte ablegt.

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Yvonne Geithe  

Yvonne Geithe

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 7

03. Juli 2012 - 22:48 Uhr

Herr Kern man kanns auch übertreiben! und vorallem alles bis ins detail hochziehen, wersuchet der findet auch und manche von uns haben schon gefunden wissen es aber noch nicht ganz ;-)

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Patrik Brehm  

Patrik Brehm

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 8

03. Juli 2012 - 23:00 Uhr

Sehr geehrter Herr Kern,
ich kann mich nur über Ihr Kommentar wundern, denn wirklich produktiv ist es nicht. Ich habe mir auch alle Posts noch einmal durchgelesen und von religiösem Gebrabbel kann ich wirklich nichts finden.
Die Rede ist von Spiritualität (nicht Religion) und ich finde es bemerkenswert, wie geistreich und zugleich erfrischend aber dennoch völlig an den Haaren herbeigezogen und unnötig Ihr Kommentar ist.

Dennoch muss ich Ihnen in einem Punkt recht geben, elektronische Musik hat wirklich etwas mit Glauben zu tun, nämlich der Glaube an die gigantische Kraft die von dieser Musik ausgeht.
Diese Musik lässt Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenkommen, lässt die Menschen aus dem Alltag entfliehen, lässt Menschen neue Kraft tanken und schafft damit einen Ausgleich zum Stress der Woche.

Manche Menschen machen Sport, andere pflegen ihren Garten, wieder andere saufen in der Kneipe und diese Menschen tanzen und erfreuen sich an der Musik.
Hier kann man jetzt darüber streiten was der bessere Ausgleich ist, aber in einem Punkt sind wir uns wohl schon mal einig.
Jeder Mensch braucht einen Ausgleich zum Alltag.

@ Matthias Klinke: Herr Rösch hat eine Veranstalter Versicherung für Schadensfälle, denn wie er bereits erwähnte werden von der Gruppe zum größten Teil legale Veranstaltungen durchgeführt.

In diesem Sinne.

Mit freundlichen Grüßen

Patrik Brehm

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Peter Specker

Registriert seit: 12.02.2011

Kommentare: 237

04. Juli 2012 - 07:50 Uhr

@Hr. Kern:
Ich finde das Verhalten der Senioren zur Humba-Humba-Tätäräää-Musik auf Straßenfesten etc. auch etwas befremdlich.......
*Ironie aus!

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Patrik Brehm  

Patrik Brehm

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 8

04. Juli 2012 - 18:24 Uhr

Schade, das die Diskussion hier schon ein Ende findet. Aus der Erfahrung dachte ich es würde viel mehr Menschen stören. Aber da hier ja nur 6 Personen den Mut hatten Ihre Bedenken auszusprechen und eine Diskussion zu starten, macht sich bei mir das Gefühl breit, dass eben die, die solche Veranstaltungen nicht wollen deutlich in der Unterzahl sind.
Wir leben in einer Demokratie (das Bedeutet: Die Mehrheit gewinnt.)
Alle BZ-Online Leser, die hier nicht ihre Meinung sagen, treten ja sozusagen gar nicht zur Wahl an.
Also ein klarer Mehrheitssieg für die tanzende Gemeinde :)

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Michael Keller

Registriert seit: 12.03.2012

Kommentare: 745

04. Juli 2012 - 18:44 Uhr

"Wir leben in einer Demokratie (das Bedeutet: Die Mehrheit gewinnt.)"

Wenn das BZ-Forum irgendwann zum relevanten Demokratieorgan wird, bekommen Sie von mir 'ne Mail - versprochen!

Mal etwas drastischer formuliert: Man muss ja nicht zu jeder Schnapsidee (passt sogar) was sagen...

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Yvonne Geithe  

Yvonne Geithe

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 7

04. Juli 2012 - 20:22 Uhr

@ Herr Keller.., egal wie es kommt das kann uns niemand nehmen, werden trotzdem weiterhin unseren spass haben so oder so.Und wenn sie das als Schnappsidee interpretieren dann sag ich nur "prost". Sie kennen doch sicher das Sprichwort : wer zu letzt lacht, lacht am besten ;-)

@ patrick danke für dein einsatz auf dich kann man sich verlassen ;-)

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Philipp Eichhorn  

Philipp Eichhorn

Registriert seit: 02.07.2012

Kommentare: 3

05. Juli 2012 - 00:13 Uhr

Ich kann Patrick hier nur den Rücken stärken. Super Argumente.
Die tanzende Gemeinde feiert weiter, und hat nicht nur zuletzt, wie Yvonne so schön gesagt hat, das Lachen im Gesicht, sondern auch sonst die Freude an all den noch vor uns liegenden Sprirituellen Vereinigungen im Zuge der Technofestchen.
(:

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Patrik Brehm  

Patrik Brehm

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 8

05. Juli 2012 - 03:41 Uhr

@ Herr Keller
wenn Sie sich durch mein Kommentar angegriffen fühlen, tut mir das Leid.
Allerdings hat mein Kommentar seinen Zweck erfüllt, nämlich die Diskussion wieder zu beleben.
Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass das BZ-Forum nicht als Demokratieorgan fungiert.
Aber wie funktionieren Wahlprognosen?
Genau, eine kleine Gruppe wird repräsentativ für die gesamte Gesellschaft genommen...und genau das habe ich gemacht. ;)
Bei so vielen angemeldeten BZ-Online Usern kann ich kaum glauben, dass nur die sechs kommentierenden hier aus der Ecke kommen. Das lässt nur einen Schluss zu, dem Rest sind die Schwellen und die Technopartys egal oder es stört sie nicht. Deshalb würde ich das BZ-Forum als zuverlässige Prognosequelle gelten lassen.

Ich finde es nur traurig, dass bei einem Thema wo angeblich so viele Menschen sich drüber aufregen es gerade einmal 6 schaffen, Ihre Meinung bzw. Bedenken zu äußern.

Mit freundlichen Grüßen

Patrik Brehm

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