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28. Juni 2012 23:06 Uhr
EM-Aus
Italien-Niederlage: Nicht alles in Frage stellen
Das deutsche Halbfinal-Aus ist keine Schande, aber eine große Enttäuschung. Das 1:2 gegen Italien ist ein Rückschlag. Jetzt alles in Frage zu stellen wäre aber trotzdem falsch.
Immerhin hat die Auswahl nun vier Mal in Folge bei einem Turnier die Vorschlussrunde erreicht. Es ist aber eine gewaltige Enttäuschung, dass diese Serie zu keinem einzigen Titelgewinn führte. Besonders bei dieser EM war die Chance riesig, am Ende den Pokal in Händen zu halten. Souverän wie nie zuvor hatte das Team von Bundestrainer Joachim Löw die Qualifikation gemeistert, sich beim Turnier selbst als widerstandsfähig präsentiert. Nicht mehr ganz so wild und lustvoll war der Spielstil, dafür gereift. All das hatte die Hoffnung wachsen lassen, Löws Ensemble sei bereit für den finalen Coup. Deutschland war nach Vorrunde und Viertelfinale zum Favoriten aufgestiegen. Auch wenn die Italiener zuletzt wieder zu einem ernst zu nehmenden Gegner geworden sind. Ihr Potenzial hätte nicht ausreichen dürfen, um das Duell mit den Deutschen zu gewinnen. Joachim Löw weiß das, mit seiner Startaufstellung lag er am Donnerstag daneben. Die Niederlage ist ein Rückschlag. Sie schmerzt ihn deshalb so sehr, weil er um die außergewöhnliche Qualität seines Kaders weiß. Seit 40 Jahren hat Deutschland keine derart talentierte Nationalelf mehr gehabt. Daran wird sie, daran wird Löw gemessen. Dennoch wäre es unangebracht, den unter seiner Regie eingeschlagenen Weg in Frage zu stellen. Die Entwicklung der vergangenen Jahre war kontinuierlich und gut. Daran hat Löw beträchtlichen Anteil.
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- Spielbericht: Italien zerstört die deutschen Titelträume
Autor: René Kübler
24 Kommentare
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Matthias Akermann
Registriert seit: 12.06.2012
Kommentare: 7
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28. Juni 2012 - 23:16 Uhr
So sieht's aus! Jogi bleib Deiner Linie teu!
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Nathanael Warnke
Registriert seit: 10.09.2011
Kommentare: 162
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29. Juni 2012 - 00:22 Uhr
"Selbstbewusst, frech und mutig" wollten sie spielen !
Kann mir jemand sagen, wie das mit Gomez und Podolski gehen soll !
Gomez ist ein Stoßstürmer, der nur vor dem Tor steht und wartet das vielleicht mal der optimale Pass kommt. Völlig berechenbar. Ebenso ist Podolski alles andere als frech und mutig im Vergleich zu Schürrle und Reus.
Klose, welcher wirklich viel mehr rennt und viel schnelleren, überraschenden Zug zum Tor hat, wäre wesentlich frecher gewesen. Gerade auch, weil die Italiener ohnehin grossen Respekt vor ihm haben.
Dies ist natürlich nur ein Faktor. Die zwei Tore waren gute Spielzüge der Italiener, aber auch klare Abwehrfehler. Aber wenn schon. Italien hat auch Abwehrfehler gemacht. Man muss ihnen zu gute halten, dass sie eben ihre Chancen konsequent genutzt haben und Deutschland nicht. -
Michael Basket
Registriert seit: 30.07.2009
Kommentare: 1207
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29. Juni 2012 - 08:23 Uhr
Wieso soll die Richtung stimmen? Seit Jahren nur Stillstand ( 2006 Dritter, 2012 Zweiter, 2012 Vierter)...... Welche Richtung denn?
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Nathanael Warnke
Registriert seit: 10.09.2011
Kommentare: 162
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29. Juni 2012 - 09:49 Uhr
Naja....das sind schon gute Ergebnisse. Wir sind vielleicht auch etwas anspruchsvoll und verwöhnt. Ausserdem sind wir 2012 eventuell auch dritter.
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Bernardo di Francia
Registriert seit: 19.07.2010
Kommentare: 25
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29. Juni 2012 - 10:09 Uhr
Es war ziemlich auffällig, dass gestern weder die Laufbereitschaft, noch die technische Präzision und auch nicht die Koordination der Laufwege gestimmt haben - das war leider nicht die dt. Mannschaft, die wir bei der EM so gerne gesehen haben. Vielleicht hat die lange Spielpause die Spannung und Konzentration im Team angeknackst, so dass das Ziel abhanden kam?
Tatsache ist, dass das Team unter Löw beachtliche Fortschritte gemacht hat und mit vielen Neuen auf Jahre hinaus Deutschland gut vertreten wird.
@ Herr Basket: Das ständige Erreichen der Finale oder Halbfinale bei EM oder WM (also unter den besten 4 zu sein) ist für Sie Stillstand? In einer Fussballwelt, wo sich immer wieder neue Mannschaften (auch dank ausländischer Trainer) in die Top Ten spielen und grosse Fussballnationen sich ständig erneuern müssen, finde ich das eine konstant sehr gute Leistung. Und im Vergleich zu vorherigen Turnieren hat das dt. Spiel an Kreativität und Schönheit gewonnen - nicht mehr nur "Bollwerk", "Blutgrätsche", "Freistoss-1:0-Siege" und "Elfmeter-Entscheide". -
Johannes Allgaier
Registriert seit: 11.06.2010
Kommentare: 134
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29. Juni 2012 - 10:15 Uhr
Genau, Herr Basket!
Seit Jahren nur Stillstand!
Ich erlaube mir, ihre genannten Daten zu überarbeiten:
2006 Dritter, 2008 Zweiter, 2010 Dritter, 2012 Dritter!
Wie bei den Spaniern, nur Stillstand:
2008 Erster, 2010 Erster, 2012 Erster... einfach keine Weiterentwicklung.
Warum zählen für manche denn nur Titel?
4 Mal nacheinander ins Halbfinale eingezogen, mit (zumeist) erfrischendem Offensivfußball. Statt Stillstand würde ich es Stabilität auf sehr hohem Niveau nennen. Und auf diesem Niveau entscheiden nun mal Kleinigkeiten: ungeschicktes Zweikampfverhalten von Boateng und Hummels vor dem 1:0; Balotellis Knaller zum 2:0, den er bei vollem Risiko optimal trifft, der aber genauso gut in die Wolken gehen kann.
Italien hat gestern verdient gewonnen, aber mit Glück kann auch Deutschland in Führung gehen, mit Glück macht Lahm kurz nach der Pause das 2:1, mit Glück geht Reus' Freistoß statt an die Latte ins Tor...
Kleinigkeiten eben. -
Michael Basket
Registriert seit: 30.07.2009
Kommentare: 1207
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29. Juni 2012 - 10:22 Uhr
@ Herr Algeier: Spanien hält Spitzenniveau, Deutschland nur besseres Mittelmaß. Aber manche scheinen ja damit zufrieden zu sein... Aber wie sagte selbst P.Lahm (seineszeichen Kapitän der DFB-Elf): "Nur Titel zählen, nur dann bist Du ein großes Team! Alles andere ist Mittelmaß....."
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Egon Mayer
Registriert seit: 30.06.2010
Kommentare: 1485
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29. Juni 2012 - 11:39 Uhr
Die Richtung stimmt schon. Aber warum laufen die Spieler dann alle woanders hin?
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Johannes Allgaier
Registriert seit: 11.06.2010
Kommentare: 134
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29. Juni 2012 - 11:46 Uhr
Herr Basket,
"Spanien hält Spitzenniveau" - da gebe ich Ihnen vollkommen Recht, aber Deutschland eben auch.
Und spielerisch waren die deutschen Auftritte bei dieser EM überzeugender als die Spaniens!
Liegt für Sie der Unterschied zwischen Spitzenniveau und Mittelmaß tatsächlich in Lattenunterkante (und raus) und Innenpfosten (und drin) wie bei Spaniens Elfmetersieg gegen Portugal?
Und wo sehen Sie Italien?
2004 Vorrunden-Aus, 2006 Weltmeister, 2008 Viertelfinale, 2010 Vorrunden-Aus, 2012 ?. Fortschritt? Rückschritt? Stillstand? Achterbahn?
Wenn für Sie mit dem zweiten Platz bereits das Mittelmaß beginnt und nur Titel zählen, tun Sie mir sogar leid, denn dann können Sie ja (nahezu) NIE zufrieden sein, ganz egal, für welche Mannschaft Sie sind, und Sie können sich NIE an einem schönen Spiel erfreuen, wenn dann am Ende kein Titel rüberkommt. Echt bedauernswert!
Bei der internationalen Leistungsdichte ist das, was Jogi Löw und seine Jungs in den letzten Jahren geboten haben - und auch in Zukunft noch bieten werden, davon bin ich überzeugt - absolutes Welt-Spitzenniveau!
Daher von meiner Seite ein ganz herzliches Danke, Jogi, danke Jungs, für eine tolle EM, auch wenn sie mit einer Enttäuschung endet. -
Michael Basket
Registriert seit: 30.07.2009
Kommentare: 1207
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29. Juni 2012 - 12:01 Uhr
@ Herr Allgaier: Die Aussage das nur Titel zählen kommt nicht von mir, sonder vom Kapitän der DFB-Elf Phillip Lahm. Und wenn Sie mich so fragen: Ja. Achterbahn wäre mir lieber. Da kann man wenigstens ab und zu einen titel feiern und muss sich nicht bei jedem Turnier, welches wieder nicht gewonnen wurde, selbst beweihräuchern...... Ich hatte das schon an anderer Stelle geschrieben, seit 2006 hört man nach jeder Enttäuschung das unser Team ja so jung ist (gaaaaz toll), den schönsten Fussball spielt (kann man sich da was für kaufen?) Perspektive hat (wie lange denn eigentlich noch?)....
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Johannes Allgaier
Registriert seit: 11.06.2010
Kommentare: 134
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29. Juni 2012 - 12:12 Uhr
Herr Basket,
klar stammt das Zitat von Lahm, aber Sie haben es doch offensichtlich gewählt, um Ihre Meinung zu unterstreichen. Sonst würde es ja wenig Sinn machen.
Und genau das meinte ich damit, daß Sie mir leid tun: könnten Sie sich allein am Spiel der deutschen Mannschaft erfreuen, müssten Sie sich nicht jedesmal beweihräuchern, wenn wir rausfliegen.
Apropos Achterbahn wäre Ihnen lieber: dann bin ja schon mal auf Ihren Kommentar hier gespannt, sollten wir bei der WM 2014 ohne Punkt nach der Vorrunde rausfliegen oder gar die Quali verpassen.
Wäre für Sie dann ja nicht so schlimm, holen wir dann eben 2016 in Paris den Pott:-) -
Michael Basket
Registriert seit: 30.07.2009
Kommentare: 1207
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29. Juni 2012 - 12:27 Uhr
@ Herr Allgaier: Käpt´n, mein Käpt´n! Der Kapitän hat immer Recht! Was 2014 betrifft: Bevor man wieder 2 mal scheitern sollte, fahren wir halt 2014 vorzeitig heim und holen uns den EM-Pott 2016 in Paris! 2014 führt eh kein weg am Gastgeber vorbei (den wir übrigens genau wie Italien noch nie in einem Turnier besiegt haben)...... Übrigens: Das mit dem beweihräuchern haben Sie nicht richtig verstanden, glaube ich.. Ich beweihräuchere mich oder das Team ja nicht (wie denn auch bei meiner Meinung ;-) ? ), sondern all jene die damit zufrieden sind, welch tolle Manschaft wir doch haben (theoretisch und vom gequatsche her die beste der Welt, in der Praxis halt doch nur erweiterte Weltspitze...).) Ach so: Meine Frau und ich wollten übrigens lange Zeit ein Kind, nicht nur das meine Frau nur ein bißchen schwanger wird.... Wurden dann 2 gesunde Kinder (Mädchen 4, Junge 11 Jahre). Gott sei Dank haben wir uns nicht immer schon damit zufrieden gegeben, dass es halt hätte sein können ;-) . Ansonsten schätze ich Ihre Art der Argumentation, das gestehe ich gerne ein. MfG Michael Baaske
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Donna Loewe
Registriert seit: 28.06.2012
Kommentare: 9
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29. Juni 2012 - 12:28 Uhr
endlich ist dieser Überheblichkeit ein ende gesetzt worden und wilkommen in der Realität.
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Harald Meierhofer
Registriert seit: 12.09.2011
Kommentare: 2115
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29. Juni 2012 - 12:29 Uhr
Das deutsche Team ist eines der Spitzenteams im Weltfußball. Das steht ausser Frage. Das ist hauptsächlich Löws Verdienst.
Wie hoch die Leistungsdichte bei einem solchen Turnier ist, zeigt das Griechenlandspiel. Ein paar Minuten Unkonzentriertheit führten zum ersten Gegentreffer. Auch ein vermeintlich "schwacher" Gegner nutzt jeden Fehler aus.
Aber bei dem selbst gesetzten Anspruch muss eben auch die Kritik auf einem hohen Niveau ansetzen. Und unter dieser Voraussetzung waren die Aufstellung von Podolski, Gomez und Schweinsteiger falsch. Kroos wurde an falscher Stelle eingesetzt, Özil damit seines ureigenen Aktionsraums beraubt, das gesamte Mittelfeld verunsichert und die Defensive allein gelassen.
Alles nur kleine Fehler, aber gegen einen so starken Gegner wie Italien eben ein paar zu viel.
Kritik üben heisst ja nicht, dass man alles schlecht macht. Sie zeigt aber das Verbesserungspotenzial auf. -
Herbert Pommerenke
Registriert seit: 29.11.2010
Kommentare: 994
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29. Juni 2012 - 12:33 Uhr
Freuen wir uns doch mit den Italienern, im Fußball verloren und
Frau Merkel ging auch in die Knie, also ist Deutschland doch ein
symphatisches Geberland. Keiner darf uns weiterhin KRAUTS,
TEDESKAS o.ä. nennen. -
Christian Stocker
Registriert seit: 01.09.2010
Kommentare: 166
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29. Juni 2012 - 12:41 Uhr
Man muss klar und deutlisch festellen:
Die Mannschaft hat in diesem Spiel versagt auf ganzer Linie!
Da nutzen die guten Vorrundenspiele auch recht wenig, wenn
die guten Leistungen nicht über das ganze Turnier hinwegtransportiert
werden können. Das Ziel "Europameister" hat die Mannschaft formuliert.
Und daran muß sie sich auch messen lassen! Fakt ist: Lahm, Podolski, Schweinsteiger haben alle jeder einzelne so um die 100 Länderspiele inzwischen. Die sind alles andere, nur nicht unerfahren! Schweinsteiger (zwar verletzt, aber wenn er spielt ist dies keine Entschuldigung), Podolski waren während der gesamten EM Totalausfälle! Lahm hat sich hierzu gestern eingereiht! Von diesen Spielern muss man einfach mehr erwarten! Da muss einfach mal Klartext gesprochen werden! Als Chefs oder Anführer hat sich dieses Trio während der gesamten EM nicht präsentiert! Und dieser Kritik müssen sie sich stellen! Wenn dann noch Badstuber und Hummels leistungsmässig ausfallen, wie gestern, dann gute Nacht!
Zur Abwehrleistung gestern kann man nur eines sagen:
Naiv bis zum geht-nicht-mehr! -
Johannes Allgaier
Registriert seit: 11.06.2010
Kommentare: 134
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29. Juni 2012 - 12:43 Uhr
Herr Meierhofer,
"Und unter dieser Voraussetzung waren die Aufstellung von Podolski, Gomez und Schweinsteiger falsch."
Da muß ich Ihnen widersprechen: sie verwechseln "Voraussetzung" mit "Wissen nach dem Spiel".
Deutschland hätte das Spiel auch mit dieser Aufstellung gewinnen können, genauso wie das Spiel auch ohne Schweinsteiger, Gomez, Podolski wohl verloren gegangen wäre. An Balotellis Toren war keiner dieser Spieler Schuld...
Und auch das "Verbesserungspotenzial" zu benennen und zu kennen, sogar es nächstes Mal besser zu machen, gibt keine Garantie, daß es dann erfolgreicher sein wird.
Manchmal sind es eben einfach nur Lattenunterkante und Innenpfosten (s.o.). -
Ammar Ulabi™
Registriert seit: 08.05.2009
Kommentare: 3966
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29. Juni 2012 - 12:46 Uhr
Apropos Mittelmäßigkeit:
In einem Punkt - einem ganz Wesentlichen meiner Meinung nach - ist die aktuelle DFB-Auswahl eben doch nur Mittelmaß. In deren Reihen gibt es aktuell keinen ECHTEN Führungsspieler, der die Moral der Mannschaft POSTWENDEND nach einem Abwehrfehler und einem Rückstand zum Anschlußtor spürbar treibt, vor allem gegen sehr starke Gegner. Spätestens nach dem 0:2 hat die Passicherheit, das Ideenspiel, das Aufgehen von durchschlagenden Kombination auf deutscher Seite dann unübersehbar nachgelassen und fand teilweise überhaupt nicht statt.
Grundangesetzte 90 Minuten für ein Fussballspiel sind einfach zu kurz, um sich 15-20 Minuten lang Konzentrations- und Schwungschwächen leisten zu können, weil Neuaufbauten hiernach ja selbst noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Wir konnten gestern abend sehr gut miterleben, wie hilflos die Herren in Schwarz-Weiss mit dem Rückstand moralisch umgegangen sind, zu lange hat es gedauert, bis ein neuer Antrieb wieder da war, wozu dann aber auch die Einwechselspieler positiv mit beigetragen haben.
Eine wirklich GUTE Mannschaft schafft sehr häufig das, was man "Spieldrehen" und im Pechfall, was man "Zittersieg" für den in Führung liegenden Gegner nennt, wenn die Moral stimmt.
Für eine solche Moral ist im Übrigen während eines Spiel niemals der Trainer am Spielfeldrand zuständig sondern mindestens EIN Führungsspieler, besser noch sogar eine kleine, aber genau darauf eingeschworene Gruppe innerhalb des spielenden Teams.
Das genau hat übrigens den Holländern noch wesentlich mehr gefehlt, als anderen favorisierten Manschaften bei diesem Turnier, weshalb sie auch so frühzeitig ausgeschieden sind.
Die DFB-Auswahl war hingegen zwar mit wahrlich guten Leistungen zuvor aufgefallen jedoch NIE in eine Rückstandslage geraten. Die moralischen Auswirkungen mit einer solchen Situation waren für sie regelrecht neu und ungewohnt. Dies künftig abzustellen sollte die nun Herausforderung sein, denn kicken können sie ja verdammt gut - durchweg aber leider wohl nur in Führung liegend. -
Harald Meierhofer
Registriert seit: 12.09.2011
Kommentare: 2115
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29. Juni 2012 - 13:28 Uhr
Herr Allgeier, ich hatte ja die vorherigen Spiele des DFB-Teams gesehen.
Gomez, Schweinsteiger und Podolski nicht in der Startelf zu sehen, war meine Erwartung *vor* dem Spiel. Schon beim Studium der Startaufstellung war ich entsetzt. Hab ich woanders aber auch schon geschrieben. Das ist also kein Besserwissen *nach* dem Spiel. Es ist nur ein *Schreiben* nach dem Spiel. Während des Spiels hatte ich andere Dinge zu tun, als hier einen Kommentar zu hinterlassen.
Meine Couchnachbarn würden es Ihnen bestätigen, dass mein erster Kommentar zur Aufstellung "Ach Du Scheisse" war. Und gleich danach erklärte ich, warum. -
Michael Basket
Registriert seit: 30.07.2009
Kommentare: 1207
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29. Juni 2012 - 13:33 Uhr
@ Herr Meierhofer: Ich würde Ihre Aussage gerne persönlich von Ihrem Couchnachbarn bestätigt bekommen. Ich bitte Sie um Namen, Anschrift, Telefonnummer dieser Person ;-) .....
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Johannes Allgaier
Registriert seit: 11.06.2010
Kommentare: 134
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29. Juni 2012 - 13:40 Uhr
Herr Meierhofer,
ich mag es Ihnen ja überhaupt nicht absprechen, daß Sie diese Meinung schon vor dem Spiel abgegeben haben (ich habe übrigens an anderer Stelle erwähnt, daß auch ich mir Reus und Klose von Anfang an gewünscht hätte), aber ich behaupte, daß Sie diese Einschätzung nicht in dieser Art und nicht hier in diesem Forum öffentlich gemacht hätten, wenn Deutschland das Spiel gewonnen hätte.
Die Einschätzung, daß eine Aufstellung falsch war, kann doch immer nur hinterher durch das Ergebnis erfolgen.
Sie schreiben ja auch, die Siege in der Vorrunde wurden u.a. trotz Schweinsteiger etc. erzielt, und nicht, daß die Aufstellung in diesen Spielen falsch war. -
Harald Meierhofer
Registriert seit: 12.09.2011
Kommentare: 2115
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29. Juni 2012 - 13:55 Uhr
Nicht unbedingt. Ich erspare mir gerne die Beschimpfungen, wenn ich nach einem gewonnenen Spiel Kritik anbringe. Passiert sehr gerne nach Spielen des SC, und bei der DFB-Auswahl gehen die Emotionen noch höher. Nach einem Erfolg ist immer alles sakrosankt.
Verbesserungen kann man so nicht erzielen. Das Verrückte ist, dass nur die Fans so unkritisch sind. In Profivereinen wird sehr wohl auch nach einem gewonnenen Spiel aufgearbeitet, was falsch lief. -
Egon Mayer
Registriert seit: 30.06.2010
Kommentare: 1485
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29. Juni 2012 - 13:59 Uhr
@Johannes Allgaier
Was stellen Sie denn jetzt für Hypothesen auf? Deutschland hat das Spiel nicht gewonnen sondern verloren. Der Hauptgrund besteht in der Auswahl der Spieler, die in der Startelf standen. An der Kausalkette gibts nichts mehr zu rütteln. Jetzt das "was wäre gewesen, wenn"-Spiel zu spielen bringt auch niemanden weiter.
Die grundlegende Kritik von Herrn Meierhofer wurde bereits nach dem ersten Spiel gegen Portugal hier in diesem Forum geäußert. Damals hieß es - wie immer - "jetzt kommen wieder die Klugscheißer"... Es kam wie es kommen musste: Deutschland verliert, das Land ist enttäuscht.
Seien Sie mal froh, dass der Jogi aus dem Ländle stammt. Bei sport1.de fordern die Kommentatoren massiv seinen Rücktritt. Sowas gibts hier aus regionaler Solidarität wohl nicht... -
Johannes Allgaier
Registriert seit: 11.06.2010
Kommentare: 134
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29. Juni 2012 - 14:23 Uhr
Herr Mayer,
Sie verwechseln da was: nicht ich stelle die Hypothesen auf, sondern die, die jetzt schreien, daß die Aufstellung falsch war. Denn das impliziert, daß mit anderer Aufstellung das Spiel zu gewinnen gewesen wäre, eben eine reine Hypothese.
Und Ihre Aussage, daß es an der AUSWAHL der Spieler lag, ist ebenfalls reine Hypothese. Es lag an den Spielern, die auf dem Platz waren, zweifelsohne, aber daß eine ANDERE Auswahl an Spielern das Spiel gewonnen hätte, ist doch nix anderes als hypothetisch.
So viel zur "Kausalkette"...
Und an diesem "Was wäre wenn"-Spielchen möchte ich mich eben nicht beteiligen: was wäre, wenn wer auch immer von Anfang an gespielt hätte...
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