Jahreskarten gehen besonders gut

Andreas Peikert

Von Andreas Peikert

Fr, 15. September 2017

Kirchzarten

Die Badesaison im Dreisambad in Kirchzarten endet am Sonntag / Höchste Besucherzahl im Juni, die niedrigste im September.

KIRCHZARTEN. Die Freibadsaison in Kirchzarten geht dem Ende zu. Am kommenden Sonntag besteht zum letzten Mal in diesem Jahr die Gelegenheit, sich ins kühle Nass zu stürzen.

Weil in Kirchzarten nicht alle Besucher, die das Kassenhäuschen passieren, auch statistisch erfasst werden, lässt sich die genaue Anzahl der Badegäste nicht exakt feststellen. Der Grund: Sowohl die Besitzer von Saisonkarten als auch die Gäste vom benachbarten Campingplatz werden beim Eintritt ins Bad nicht erfasst. Nach Angabe der Gemeindeverwaltung bezahlt der Betreiber des Campingplatzes eine "nennenswerte" Nutzungsentschädigung. Über deren Höhe äußert sich die Gemeinde nicht. Im Rathaus wird davon ausgegangen, dass die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben sind. Wie Dorian Vedder vom Rechnungsamt mitteilt, sei zwar die Anzahl der verkauften Einzel- und 10er-Karten im Vergleich zum Vorjahr um etwa 2500 Tickets zurückgegangen. Eine erfreuliche Entwicklung nahm dagegen der Saisonkartenverkauf: Während im Vorjahr 650 Jahreskarten erlöst wurden, waren es diesmal 800 Exemplare der mit Lichtbild versehenen Berechtigungsausweise.

Besucherstärkster Monat war der Juni. Am wenigsten "Baderatten" kamen – dem Wetter geschuldet – im September. Wie in anderen Städten und Gemeinden ist auch das Freibad in Kirchzarten nicht mit Gewinn zu betreiben. Das Defizit werde durch die Gewinnabführung der Energie- und Wasserversorgung (EWK) gegenfinanziert, so Dorian Vedder. Wie in der Vergangenheit wurde auch in dieser Saison in die technische Ausstattung investiert: Etwas mehr als 50 000 Euro verschlang die Modernisierung der Mess- und Regeltechnik sowie der Solarabsorber-Anlage.

Andrea Herrmann, Fachangestellte für Bäderbetriebe, ist – im Team mit Kollegen – seit fünf Jahren für die Sicherheit in und um die Becken verantwortlich. "Besondere Vorkommnisse oder schwere Verletzungen gab es keine", so Herrmann rückblickend. Auch Alkohol- oder Drogenmissbrauch seien bisher kein Thema. Die Folge des Rückgangs vom Schwimmunterricht in der Schule zeigt sich nach Angaben von Herrmann auch im Dreisambad: So sei zu beobachten, dass immer öfter Kinder im Alter von acht, neun oder zehn Jahren schlecht oder gar nicht schwimmen können.

In den Wintermonaten wird das Wasser nicht abgelassen, sondern verbleibt im Becken. "Würde man die Becken leeren, dann müsste mit deutlich mehr Schäden gerechnet werden", sagt Herrmann. Abbaubare Überwinterungs-Chemikalien sorgen dafür, dass auch bei strengem Frost das Wasser in den Becken nicht gefriert.

Wenn nichts dazwischenkommt, geht die neue Badesaison am 15. Mai 2018 los. Nach Mitteilung der Gemeindeverwaltung muss dann mit einer Erhöhung der Eintrittspreise gerechnet werden. Die Entscheidung darüber trifft der Gemeinderat. Wegen der aktuellen und abzusehenden Witterung teilt die Gemeindeverwaltung mit, dass die Öffnungszeiten und die Nutzung des Dreisambads in den letzten Saisontagen eingeschränkt werden: Bis Sonntag ist das Bad nur noch von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Ab Freitag wird die Beheizung des Schwimmerbeckens nur noch über die Solaranlage erfolgen. Die weiteren Becken werden nur noch über die direkte Sonneneinstrahlung erwärmt.
Samstag und Sonntag ist der Eintritt frei.