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06. August 2012
"Jede Probe weckt neue Ideen in mir"
Für das neue Musical "Lichterloh" im Gloria-Theater proben Tänzer aus aller Welt / Die Darsteller haben jede Menge Arbeit.
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Einen einwöchigen Probenmarathon absolvierten die Darsteller des Musicals "Lichterloh", das am 3. November im Gloria-Theater Premiere feiert. Foto: Hildegard Siebold
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Einen einwöchigen Probenmarathon absolvierten die Darsteller des Musicals „Lichterloh", das am 3. November im Gloria-Theater Premiere feiert. Foto: Hildegard Siebold
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Die Stimmung ist gut. Foto: Hildegard Siebold
BAD SÄCKINGEN. Tänzer aus aller Welt – sogar aus Japan waren einige dabei – gaben sich in der vergangenen Woche ein Stelldichein in der Trompeterstadt. Anlass war ein Probenmarathon der Stars für das neue Musical "Lichterloh", das am Samstag, 3. November, ab 20 Uhr Premiere im Bad Säckinger Gloria Theater feiert.
Am Samstagvormittag gewährten die Musical-Macher Komponist Jochen Frank Schmidt, Choreografin Vanessa Vario und Produzent Alexander Dieterle der Presse einen spannenden Einblick in die tänzerische Arbeit der Darsteller. Seit Montag hatten sie jeden Tag rund zwölf Stunden geprobt. Umso erstaunlicher mutete die fröhliche, lockere Stimmung der Musical-Truppe an. "Ich bin begeistert, das ist die beste Crew, die wir je hatten", lobte Vanessa Vario die unglaubliche Perfektion der Tänzer nach nur einer Woche gemeinsamer Arbeit. "Wenn es sein müsste, könnten wir das Musical morgen aufführen", zeigten sich Komponist, Choreografin und Produzent überzeugt.Und dennoch: Die kommenden Wochen bis zur Premiere bergen noch jede Menge Arbeit. "Jede Probe weckt neue Ideen bei mir, die umgesetzt werden wollen", erzählt Schmidt, der das 2007 uraufgeführte Musical komplett überarbeitet hat. Nur die Story bleibt erhalten, sonst ist alles neu. So birgt das "neue Lichterloh" fast doppelt so viele Choreografien wie das Urwerk. Auch neue Songs sind dazugekommen. Insgesamt aber, so versichert Schmidt, sei die Länge der Aufführung der zauberhaften Geschichte um die Straßenlaterne Paul, die alles daran setzt, ein Mensch zu werden, um dem Mädchen seines Herzens seine Liebe zu gestehen, gleich geblieben.
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So haben die Darsteller ein strammes Probenprogramm zu absolvieren. "Einem Theater wie unserem auf der grünen Wiese stehen nur begrenzte Mittel zu Verfügung", erklärt Schmidt. Das heißt kompakte Probenarbeit und das wiederum klappt, weil außer wenigen Ausnahmen nur Profis engagiert werden konnten. Auch Schmidt zeigt sich begeistert von der Disziplin der Darsteller, die schon beim Casting hervorragend vorbereitet waren. Das war möglich Dank videoaufgezeichneter Schrittfolgen, die jedem Darsteller bereits im Vorfeld zugingen. Videoaufzeichnungen spielten auch während des Probenmarathons eine große Rolle. Allabendlich wurde das Material gesichtet, kleinste Haltungsfehler diskutiert und korrigiert. "Wir müssen super sein, um das breite Publikum anzusprechen", lautet Schmidts Anspruch an sein Musical. Da sei es von der ersten Sekunde an wichtig, richtig gut zu sein.
Die Zwischenbilanz kann sich jedenfalls sehen lassen. "Wir haben mehr Probenarbeit geschafft, als vorgesehen", sagt Schmidt. Einfach weil das Team so gut zusammenpasse. Und es sei gelungen, die Darsteller den richtigen Rollen zuzuordnen. Etwa den Hauptdarsteller Lukas Bassler als Straßenlaterne Paul. "Er tanzt und spielt nicht nur, sondern bringt immer wieder seine Ideen mit ein", attestiert ihm Schmidt schmunzelnd die Rolle eines "stellvertretenden Regisseurs".
Bassler schätzt an seinem Job vor allem den anspruchsvollen Part, sich in die Laterne Paul hineinzuversetzen und dann den Sprung zum Menschen zu schaffen. Er möchte die magische Geschichte um Liebe, Lampen und Leidenschaft so spielen, dass der Funke auf das Publikum überspringt. Aber im Grunde weiß der 24-jährige, dem Schmidt eine große Karriere voraussagt, ganz genau was er tut – und dass es ihm ungeheuren Spaß macht.
Autor: Hildegard Siebold





