Endingen

Jörg Dengler aus Freiburg will Bürgermeister in Endingen werden

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 14. September 2018 um 17:05 Uhr

Endingen

Das Bewerberfeld um das Amt des Endinger Bürgermeisters wächst. Am Freitag kündigte der Freiburger Physiker und Politikwissenschaftler Jörg Dengler (56) seine Kandidatur bei der Wahl am 11. November an.

Das Bewerberfeld um das Amt des Endinger Bürgermeisters wächst. Am Freitag kündigte der Freiburger Physiker und Politikwissenschaftler Jörg Dengler (56) in einer Pressemitteilung und persönlich im Rathaus seine Kandidatur an.

Endingen ist Stadt-Land-Partner des Freiburger Stadtteils Vauban. Dort ist Jörg Dengler Vorstandsmitglied beim Stadtteilverein und Schatzmeister der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine. Im Hauptberuf leitet der Physiker und Politikwissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme Forschungsprojekte zur wirtschaftlichen und beschleunigten energetischen Sanierung von Gebäuden. Er arbeite dabei an der Schnittstelle von Politik und technischen Innovationen im Auftrag von EU, Bund, Kommunen und Unternehmen, so Dengler in seiner Pressemitteilung.

Seit 2013 ist Jörg Dengler Vorsitzender des Regionalverbands Südbaden des Verkehrsclubs Deutschland. Der Freiburger Gemeinderat hat ihn als sachkundigen Einwohner in den Umweltausschuss und Verkehrsausschuss berufen.

Früh für Kommunalpolitik interessiert

Für Kommunalpolitik interessierte sich Dengler nach eigenen Angaben schon früh. Er war freier Mitarbeiter der BZ-Lokalredaktion in seinem Heimatort Titisee-Neustadt, studierte Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz, wechselte nach Freiburg, unter anderem an das Institut für Kommunalpolitik, und legte das Staatsexamen in Physik und Politikwissenschaften ab. Die Fächerkombination erklärt Dengler so: "Früher habe ich gesagt: Ich will wissen, wie ein Atomkraftwerk funktioniert, und auch, was wir dagegen tun können. Heute würde ich das Gleiche anders ausdrücken: Ich will die Herausforderungen der Zukunft verstehen und ebenso die Chancen, die technische Innovationen in sich bergen. Um dann gemeinsam mit den Menschen, die davon betroffen sind, die Lösungen finden, die uns weiterbringen. Mein übergreifendes Ziel ist es, unseren Kindern eine glückliche und friedvolle Zukunft zu bieten und ihnen unsere liebenswerte Heimat zu erhalten."

"Verbundenheit zu Endingen und dem Kaiserstuhl"

Jörg Dengler ist mit der Frauenärztin Ulrike Mohrmann verheiratet, mit der er zwei Töchter im Alter von 27 und 13 Jahren hat. Vor einem Jahr wurden Jörg Dengler und seine Frau Großeltern. "Als Vater einer noch sehr jungen Tochter und als junger Großvater will ich meinen Beitrag dazu leisten, dass dieses Jahrhundert ein Gutes wird", sagt Dengler.

Den Entschluss zur Kandidatur traf er zusammen mit seiner Familie. Dengler: "So eine Entscheidung im Leben muss passen. Zu Endingen und dem Kaiserstuhl ist über die Jahre eine Verbundenheit entstanden, und ich freue mich auf den Wahlkampf und darauf, mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen."

Jörg Dengler ist Mitglied der Grünen, doch "Parteipolitik sollte keine Rolle spielen, wenn es darum geht, die Geschicke einer Gemeinde mit zu gestalten", sagt er. Da sei Pragmatismus gefragt, die Fähigkeit zuzuhören, und Kreativität, um möglichst viele Interessen und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Deshalb trete er als unabhängiger Kandidat an.

"Attraktiv und spannend"

An Endingen mit seinen Winzerdörfern reizt Jörg Dengler die Mischung aus Tourismus, Wein- und Obstbau, Landwirtschaft und Industrie- und Gewerbebetrieben. Das mache Endingen attraktiv und spannend. Er wolle diese vielfältigen wirtschaftlichen Aktivitäten mit den Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig weiterentwickeln. Aufgaben sieht er auch in der Schaffung bezahlbarer Wohnungen, der nachhaltigen Nutzung von Gewerbeflächen und dem Ausbau der Nahverkehrsversorgung der Ortsteile, dem Schuldenabbau, dem Erhalt des Einzelhandels in Endingen und der Nahversorgung in den Winzerdörfern. Beeindruckt ist Dengler nach eigener Aussage von der Vielfalt und Lebendigkeit des Engagements und des Vereinslebens in der Gesamtstadt.

In den kommenden drei Wochen will der 56-Jährige erst einmal möglichst viel erfahren über die Stadt und "lernen, was die Menschen in Endingen bewegt". Jede Woche soll ein anderes Thema im Mittelpunkt der Gespräche stehen, die Dengler in allen Ortsteilen anbieten will. Seinen Wahlkampf beginnt er am Samstag, 15. September, auf dem Marktplatz in Endingen unter der Überschrift "Gemeinsam". Die Themen in den Wochen darauf lauten dann "Zukunft gestalten" und "Heimat erhalten."

Informationen, Termine und Kontaktaufnahme will Jörg Dengler voraussichtlich ab Samstag auch unter joerg-dengler.de anbieten. Präsent sein will er auch auf Instagram unter joergdengler.