Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
22. Juni 2011
Vizeweltmeister mit dem Seniorenteam
Judoka Dölf Siegwolf vom JC Efringen-Kirchen bei der Veteranen-WM erfolgreich.
JUDO (hf). Vor wenigen Wochen wurde er souverän Deutscher Meister der Veteranen, vorige Woche legte Dölf Siegwolf vom JC Efringen-Kirchen bei den World Masters in Frankfurt mit Rang fünf im Einzel und dem Vizeweltmeistertitel mit der Ü-60-Nationalmannschaft nach.
Gegenüber der Senioren-Weltmeisterschaft 2010 hat sich Siegwolf im Einzel der Kategorie bis 90 Kilo (Altersklasse 60 bis 64 Jahre) damit um zwei Ränge gesteigert. Das Turnier begann er am Donnerstag fulminant: Nach 40 Sekunden hatte er seinen Gegner aus der Ukraine mit Tani-otoshi (Kontertechnik), für den es Ippon (voller Punkt) gab, bezwungen. "Danach war ich richtig in Wettkampfstimmung", resümiert der frühere Bundesligakämpfer. Dennoch ging er dann, wie er im Nachhinein selbstkritisch anmerkt, gegen den späteren Weltmeister Leonid Prikazchikov (Kasachstan) "nicht ganz an meine Grenzen", so dass er knapp unterlag. "Ich war selbst etwas überrascht, wie gut ich da mithalten konnte", so der Judo-Veteran. Danach schaffte er den Einzug ins "kleine Finale" um Rang drei, wo er dem Franzosen Jacques Neslias mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse, nämlich durch Kampfrichterentscheid, unterlag.
Werbung
Dennoch ist Siegwolf, der sich konditionell stark präsentierte, mit dem Erreichten zufrieden. Selbstverständlich blieb er danach bis zu den Teamwettkämpfen am Sonntag in Frankfurt und frischte Kontakte zu zahlreichen früheren Weggefährten auf.
Mit dem Ü-60-Nationalteam, zu dem auch Judolegende Arthur Schnabel gehörte, zeigte Siegwolf zum Abschluss, dass auf ihn Verlass ist. Nur den starken Russen mussten sich die Deutschen beugen. Sowohl Japan I, als auch Japan II wurden zu Null geschlagen. Als das deutsche Seniorenteam dann auch noch die Ukraine bezwingen konnte – Siegwolf steuerte dazu einen wichtigen Ippon-Sieg bei – stand Platz zwei und damit die Vizeweltmeisterschaft fest. Für Siegwolf stimmte somit neben dem Spaß auch die Erfolgsbilanz.
Autor: hf
