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26. Mai 2009
"Möglichkeit, die Politik mitbestimmen zu können"
BZ-Umfrage unter THG-Schülern zur Frage, wählen gehen mit 18 Jahren oder nicht / "Man kann nicht nur meckern und jammern"
SCHOPFHEIM. Wer nicht wählen geht, entscheidet sich gegen die Demokratie: Sie sind gerade einmal 18 Jahre alt, doch schon wartet auf die Schüler des Schopfheimer Theodor-Heuss-Gymnasiums das Superwahljahr 2009. Wie die Schüler zu den bevorstehenden Wahlen stehen und ob sie sich schon in der Wahl-Frage entschieden haben, hat Maria Blenich gefragt.
Louisa Kimmig: Ich werde auf jeden Fall den Gang zur Wahlurne machen. Wenn einem die Möglichkeit geboten ist, die Politik mitzubestimmen, sollte man diese auch nutzen. Ich habe schon eine Idee, wen ich wählen könnte, möchte mich aber trotzdem erst über das Programm der einzelnen Parteien informieren. Ich denke, ich werde mir ein Wochenende frei nehmen und dann eine kleine Tour mit Freunden durch Lörrach machen und höre mir dann an, was die so zu sagen haben. Danach bin ich mir mit meiner Entscheidung hoffentlich sicherer.Carsten Kavelmacher: Klar gehe ich wählen, denn die Hoffnung, dass man etwas ändern kann besteht ja immer. Ich werde die REP (Republikaner) wählen, denn meiner Meinung nach haben die ein ziemlich gutes Programm für die derzeitige Wirtschaftslage in Deutschland. Ich steh da auch voll dahinter, auch wenn sie etwas braun angehaucht sind.
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Tobias Baldzuhn: Ich werde wahrscheinlich nicht wählen gehen. Es gibt kein Wahlprogramm, das auch nur annähernd interessant für mich ist und weil ich denke, dass sich die Politik gar nicht großartig verändern wird. Wenn die Politiker sehen, dass die Anzahl der Wähler noch weiter zurückgegangen ist, dann werden sie sich nach den Gründen fragen und fangen vielleicht an, sich mehr nach den Wünschen der Bürger zu richten.
Anna McKenzie: Ich gehe wählen, denn wenn man nicht wählen geht gibt man extremen Randparteien die Chance, näher an die fünf Prozent Hürde zu kommen. Außerdem bedeutet nicht wählen zu gehen sich gegen die Demokratie zu entscheiden. Ich werde die Grünen wählen, weil sie für mich für eine verantwortungsbewusste Generation stehen, die weiß, dass wir nicht so weitermachen können wie bisher, wenn wir weiterhin auf dieser Welt leben wollen.
Annabelle Jenisch: Ich gehe wählen, weil ich finde, dass man nicht nur meckern und rumjammern kann. Den Teil, den man zur Politik beitragen kann sollte man auch leisten.
Es ist feige, aus Frustration beziehungsweise Antihaltung nicht zu den Wahlen zu gehen.
Das Projekt "Jugend wählt die Politik" wird unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB), der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) und dem Landesjugendring (LJR). Alle Beiträge sind unter www.badische-zeitung.de/jugend-waehlt-die-politik
Autor: mble


