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29. Mai 2009 16:10 Uhr
"Politik muss Spaß machen"
Was wollen Freie Wähler und CDU für die Jugend tun?
Was wollen die CDU und die Freien Wähler aus Vogtsburg in den nächsten fünf Jahren für die Kinder und Jugendlichen ihrer Stadt tun? Christine Aniol, Mitglied der Breisacher BZ-Jugendredaktion, hat nachgefragt.
VOGTSBURG. Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür. Fleißig wurden auch in Vogtsburg Wahlprogramme gedruckt und die Gemeinderatskandidaten vorgestellt. Was wollen die CDU und die Freien Wähler in den nächsten fünf Jahren für die Kinder und Jugendlichen ihrer Stadt tun? Christine Aniol, Mitglied der Breisacher BZ-Jugendredaktion, hat Vertreter der beiden Gruppierungen befragt, welche Schwerpunkte sie in ihrem Programm für die Jugend setzen wollen.
"Die Taktung des öffentlichen Nahverkehrs muss ausgebaut werden", betont Roman Baumgartner. Sonntags fahre nur 4- bis 5-mal ein Bus, erklärt der Vorsitzende der Jungen Union Vogtsburg, der auf der Liste der CDU für den Gemeinderat kandidiert. "Gerade am Wochenende und abends möchten wir uns für einen stündlichen Bus nach Bötzingen mit Anschluss nach Gottenheim und Breisach einsetzen", betont er.
Auch Benjamin Bohn ist der Meinung, dass die Taktung enger werden muss. "Wer kein Auto hat, sollte flexibel bleiben und nicht an den Ort gebunden sein", hebt der jüngste Kandidat der Freien Wähler für den Gemeinderat Vogtsburg hervor. Die Freien Wähler möchten sich zudem für den Ausbau des Radwegenetzes einsetzen. "Damit beispielsweise Schüler sicher zur Schule fahren können", erklärt er.
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Die geplanten ökologischen Flutungen seien unhaltbar, so Baumgartner. Er setze auf eine enge Zusammenarbeit, um ein vertretbares Resultat zu erzielen. "Die Umsetzung dauert nur 5 Jahre. Die langfristigen Auswirkungen haben dann aber die jungen Leute zu tragen", hebt er hervor. "Auch der Burkheimer Baggersee fällt als Freizeitangebot weg, da die Wasserqualität durch die Flutungen erheblich schlechter wird", bemängelt Bohn.
Des Weiteren möchte sich die CDU für die Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit einsetzen. "Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen zu steigern und Arbeitsplätze für Jugendliche vor Ort zu schaffen", sagt Baumgartner.
Die Freien Wähler möchten sich für familienfreundliche Strukturen stark machen, beispielsweise durch attraktive Wohnmöglichkeiten für junge Familien. "Nicht nur die Jugendarbeit in den Vereinen, sondern auch die Krabbelstube, Kindergärten und Schulen brauchen Unterstützung", betont Bohn. Außerdem sollten die bestehenden Freizeitangebote, wie das Oberrotweiler Schwimmbad, erhalten bleiben und gleichzeitig neue, kindgerechte Flächen wie Bolz- und Spielplätze geschaffen werden.
Auch der Vorsitzende der CDU-Vogtsburg, Udo Beck, hebt die Förderung der Vereine hervor. Ein wichtiger Punkt sei die Schaffung von Jugendräumen in Vogtsburg, sagt er, und nennt ein Beispiel: "In Oberbergen teilt die Landjugend sich den Raum jetzt mit dem DRK-Ortsverein, das klappt gut."
Zudem möchte sich die CDU für ortsnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze engagieren. "Es sind Plätze da, aber an dem Thema müssen wir dran bleiben, damit die Jugend merkt, dass bei uns in Vogtsburg was geht", betont Beck. In diesem Zusammenhang sei es besonders wichtig, den Schulstandort Vogtsburg zu sichern, sagt er.
Allen Kandidaten aus Vogtsburg ist es wichtig, vor allem junge Menschen zu ermuntern, am 7. Juni wählen zu gehen. "Wir wollen die Kommunalpolitik gemeinsam mit den Bürgern gestalten", erklärt Bohn. Deshalb möchten die Freien Wähler auch nach den Wahlen regelmäßig eine Bürgerwerkstatt veranstalten, um mehr Transparenz zu schaffen. Bei den Treffen könne sich jeder zu einzelnen Themen einbringen, sagt der Gemeinderatskandidat. Gerade bei Jugendlichen solle so die Lust an der Kommunalpolitik geweckt werden. Sie können im Rahmen einzelner Projekte einfach hereinschnuppern. "Politik muss Spaß machen", betont er.
Autor: Christine Aniol
