Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

18. Juni 2012

Jugendarbeit soll weitergehen

Hartheimer Gemeinderat will die Betreuung der Jugendlichen in Eigenregie weiterbetreiben.

HARTHEIM AM RHEIN (sam). Hartheims Jugendarbeit soll wieder Strukturen bekommen. Darin sind sich Verwaltung und Gemeinderat einig. Dem Vorschlag der Bürgermeisterin, dabei künftig auf die Dienste des Christophorus-Jugendwerkes Oberrimsingen zu vertrauen, erteilten die Räte jedoch ein Absage mit einem Votum von 14 Stimmen und zwei Gegenstimmen.

"Wir sollten selbst eine Stelle ausschreiben, am besten unbefristet", fanden die Ratsmitglieder bezüglich der Neubesetzung des derzeit verwaisten Jobs (wobei eine Bürgerin sich ehrenamtlich um die bislang vom Jugendreferenten bewältigte Nachmittagsbetreuung in der Alemannenschule sorgt, für die es künftig jedoch eine Neuregelung ohne das Jugendreferat geben soll). "Warum wollen Sie denn keinen Jugendreferenten über das Christophorus-Jugendwerk", erkundigte sich Bürgermeistern Kathrin Schönberger bei der ablehnenden Runde. Wie aus den Antworten deutlich wurde, fürchten die Räte bei einer solchen Lösung einerseits um die Kontrolle, und sehen es andererseits als nachteilig an, dass das Jugendwerk nur Einjahresverträge abschließe. Außerdem wollen sie, so der Tenor, für "100 Prozent" Bezahlung auch nicht nur 75 Prozent Leistung. Michael Knobel (CDU) meinte: "Das Christophorus-Jugendwerk macht gute Arbeit, aber die Jugendlichen brauchen Kontinuität, und wenn wir einen eigenen Referenten einstellen, haben wir mehr Transparenz." Antoinette Faller (CDU) pflichtet ihm bei: "Wir fangen immer wieder von vorne an, das ist nicht gut, wir sollten uns überlegen, ob wir die Stelle nicht unbefristet ausschreiben."

Werbung


Worauf Bürgermeisterin Kathrin Schönberger einwandte, dass man vor einem Wechsel nie gefeit sei, und der Vertrag nach Jahresfrist doch verlängert werden könne. Zudem gebe das Jugendwerk den Referenten eine Betreuung, die eine Verwaltung nicht bewerkstelligen könne. "Das war für uns ein wichtiger Punkt." "Es gibt doch bei jedem Vertrag eine Probezeit, dieser Zeitraum müsste genügen", urteilte Iris Weymann (FWG) und sprach sich ebenfalls für eine unbefristete Ausschreibung aus. Ein weiteres Argument dafür kam von Christian Link (FWG), in dem er wissen ließ, dass es Ansprechpartner beim Jugendamt gebe, welche die neue Kraft bei Bedarf in der ersten Zeit unterstützten.

Dass auch die Bürger daran interessiert sind, dass die Verwaltung nun auf Ratsbeschluss baldmöglichst eine Stelle ausschreibt, das wurde am Ende der Sitzung in der Bürgerfragestunde klar, als ein Familienvater sein Unverständnis über die aktuelle Situation bekundete.

Autor: sam