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17. Juli 2017

Der Neue setzt auf seinen eigenen Stil

Wachsablösung: Ullrich Müller geht, der Bräunlinger Armin Bader führt jetzt die Jugendfußballer.

  1. Der eine kommt, der andere geht: Armin Bader (rechts) ist neuer Bezirksjugendwart des Fußballbezirks. Ulrich Müller stellte sich nach sechs Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl. Foto: rohde

JUGENDFUSSBALL (vfqw). Eine prall gefüllte Tagesordnung galt es in dreieinhalb Stunden beim Bezirksjugendtag 2017 in Blumberg zu bewältigen: Viele Ehrungen, Neuwahlen, Verabschiedungen und Vorträge sowie die Staffeleinteilungen forderten Sitzfleisch und Zuhörvermögen. Und am Ende des langen Abends gab es, da im Vorfeld gut vorbereitet, einen Wechsel an der Spitze des Jugenbezirksausschusses: Ulrich Müller (Grafenhausen), der bisherige Bezirksjugendleiter, kann nach sechs Jahren im Amt ruhigen Gewissen abtreten – seinen Nachfolger Armin Bader aus Bräunlingen hatte er bereits vor drei Jahren in sein Team geholt.

"Leider ist es mir nicht mehr, möglich diesen Aufwand zu betreiben. Aber wer weiß, ich kehre vielleicht irgendwann einmal wieder zurück", so Müller. Der Bezirksvorsitzende Kuno Kayan würdigte den scheidenden Obmann in einer launigen Laudatio. Der neue Bezirksjugendwart Armin Bader zeigte sich sehr motiviert: "Ich habe meinen eigenen Stil und freue mich auf ein tatkräftiges Team an meiner Seite", so der 52-jährige Familienvater, dessen Stamm- und Heimatvereine der FC Bräunlingen und SV Mundelfingen sind. Bisher fungierte Bader als Junioren-Staffelleiter und Hallensachbearbeiter und ist somit seit mehr als 20 Jahren ein Insider der Jugendarbeit im Bezirk Schwarzwald. "Jugendarbeit liegt mir am Herzen. Die Arbeit in den Vereinen wird in Zukunft eine immer größere Herausforderung und ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass wir im Schwarzwald hier unseren positiven Beitrag leisten", so Bader. Kuno Kayan ist sich sicher: "Armin Bader ist der ideale Mann."

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Sportrichterin moniert Flut falsch ausgefüllter Spielbogen

Bei den Neuwahlen gab es frische Gesichter: Für Bader kommt Frank Steidle (Hüfingen) als neuer Staffelleiter dazu – ebenso der bei den Aktiven über Jahre erfahrene Wolfgang Braun (Löffingen), da Silke Machado (Bräunlingen) bereits in der vergangenen Winterpause aufhörte.

Jugend-Sportrichterin Marion Burger (Schönwald) hatte in der vergangenen Saison ordentlich Arbeit. 256 Urteile musste sie fällen, "das war leider ein Anstieg um 30 Prozent." Die Kosten von 4590 Euro (Strafen) und 2530 (Urteile) stieg bei 18 Monaten Spielsperre für 43 Spieler auf 7120 Euro. Hauptmanko: 73 Spielberichtsbögen waren falsch ausgefüllt. "Das war völlig unnötig", so Burger, "es ließe sich viel Geld einsparen." Sie forderte die Vereine zu mehr Gewissenhaftigkeit und Eigenkontrolle auf und erwartet auf den Sportplätzen als Selbstverständlichkeit einen respektvollen Umgang zwischen Trainern, Schiedsrichtern, Vereinen und Spielern.

Kai Schmidt (SBFV) wies die Vereine darauf hin, dass sie im D-Junioren-Bereich einheitliche Spielfeldmaße beachten müssen und als Gastverein auch darauf hinweisen sollen. "Das Spielfeld ist genau vorgegeben, wir haben es ja kleiner gemacht mit dem Ziel, dass die Kinder mehr Ballaktionen im Spiel haben. Dies hat sich positiv ausgewirkt." Kai Schmidt nahm eine Ehrung im Bereich Talentförderung mit "warmem Geldsegen" vor. Das Bonussystem für Ausbildungsvereine von späteren Junioren-Nationalspielern und möglichen Profis begünstigte im Verbandsgebiet in diesem Jahr fünf Vereine, zwei davon aus dem Schwarzwald. Der FC 08 Villingen erhielt einen Scheck von 2450 Euro für Mert Püscüllü, der beim VfB Stuttgart U-18-DFB-Spieler wurde. Der SV Niedereschach erhielt für Nico Hug (SC Freiburg/DFB-U18) den Scheck über 3450 Euro. Der nächste Bezirkstag ist am 13. Juli 2018 in Dauchingen.

Der Bezirksjugendausschuss: Armin Bader (Bezirksjugendwart), Marion Burger (Sportgericht). Die Staffelleiter: Waldemar Wolbert, Bernadette Mangold, Silke Neubauer, Klaus-Dieter Kalipke, Frank Steidle, Albert Reiner, Werner Fichter, Franz-Josef Grüninger, Susanne Maier (Mädchenreferntin), Horst Kienzler (Schulfußballbeauftragter), Dennis Dickscheidt (Schiri-Obmann).

Autor: vfqw