Jugendliche engagieren sich für Mountainbikeanlage

Hrvoje Miloslavic

Von Hrvoje Miloslavic

Sa, 21. Juli 2018

Bad Säckingen

Wallbacher Ortschaftsrat zeigt sich beeindruckt.

BAD SÄCKINGEN-WALLBACH (milo). Bekommt Wallbach einen Mountainbike-Parcours? Erste Schritte seien getan, wie Ortsvorsteher Fred Thelen den Ortschaftsrat in der Sitzung am Donnerstag informiert hat. Während das Bauamt für das Vorhaben in technischer Hinsicht grünes Licht gibt, scheint bei Bürgermeister Alexander Guhl noch Überzeugungsarbeit nötig zu sein.

Rückblende: Wallbacher Jugendliche waren an den Ortsvorsteher mit der Bitte herangetreten, den vermeintlich wenig frequentierten Spielplatz an der Lindenstraße zu einem Mountainbike-Übungsgelände umzugestalten. Die anfängliche Bereitschaft Thelens führte in der Ortschaftsratssitzung vom 21. Juni allerdings zu Protesten, weswegen das Ansinnen wieder aufgegeben wurde. Den bereits in der vorangegangenen Sitzung vorgeschlagenen Alternativstandort auf der Obstwiese westlich der Flößerhalle bewertet das Bauamt als "machbar", sagte Thelen. Besonders angetan war der Ortsvorsteher von der Reaktion der Jugendlichen, die sich "wirklich interessiert" gezeigt hätten. Diese hätten nach Rücksprache sogar einen Bauplan vorgelegt.

Einige Probleme seien aber noch aus dem Weg zu räumen, erklärte Thelen. Noch nicht überzeugt sei der Bad Säckinger Bürgermeister, der auf das Vorhandensein einer Mountainbike-Trainingsanlage in Obersäckingen hingewiesen hatte. Zu bedenken seien auch versicherungstechnische Aspekte, die aber mit der Gründung eines Vereines gelöst werden könnten. Keinesfalls will Thelen in Wallbach ein neues Mountainbike-Mekka am Hochrhein entstehen sehen. Die Anlage dürfe zwar gewisse Parallelen zur Anlage in Obersäckingen aufweisen. Gedacht sei diese aber für Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren, weswegen Thelen für eine "deutlich abgespeckte" Version plädierte. Keinesfalls wolle er "einen Tummelplatz für Jugendliche von Wehr bis Laufenburg schaffen", stellte Thelen klar. Die Finanzierung sieht der Ortsvorsteher nicht als vordringliches Problem. In Aussicht stünden Einnahmen der Wallbacher Hörnle-Clique aus der jüngsten Tombola-Aktion in Höhe von rund 1200 Euro. Sollte der Ortschaftsrat hinter den Plänen stehen und sich die Realisierung des Vorhabens kostenneutral gestalten, sehe er gute Chancen, das Rathaus von dem Vorhaben überzeugen zu können.

In einer Abstimmung votierte der Ortschaftsrat für die Realisierung der Pläne. Heike Bechler (CDU) lobte das engagierte Auftreten der Jugendlichen. Sie wolle dieses unterstützen, betonte die CDU-Ortschaftsrätin. Für "gut und geeignet" befand auch Wolfgang Wenk den Alternativstandort bei der Flößerhalle. Der Freie Wähler forderte jedoch die Einhaltung von Ordnung, die er vor allem durch die Einhaltung von Ruhezeiten gewahrt sehen wollte.

Ausgeräumt werden konnten Befürchtungen von Klaus-Konrad Umbreit (CDU), der sich nach einer möglichen Beeinträchtigung des Obstbaumbestandes auf dem fraglichen Areal erkundigte.