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03. September 2011
Das "Downtown" ist jetzt wieder Anlaufstelle
Anstatt Ullrich Jordan hat die Kaltenbach-Stiftung jetzt Roman Bukowski zum neuen Leiter des Jugendzentrums bestellt.
KANDERN (nos) Zufriedene Gesichter gab es am Donnerstag bei der Wiedereröffnungsfeier im Jugendzentrum "Downtown", hatten doch zahlreiche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene den Weg in die Bahnhofstraße 15 gefunden. Besonders der neue Billardtisch stand im Fokus der Besucher. Zudem gab es eine personelle Änderung seitens der Dieter Kaltenbach-Stiftung, die das "Downtown" jetzt betreibt: Sozialarbeiter Roman Bukowski (50 Jahre) übernimmt nach einer personal-internen Entscheidung der Stiftung für den zunächst als Leiter benannten Ullrich Jordan zusammen mit Malte Lindemann und Sandra Möbus (19 Jahre) die Leitung des "Downtown".
Zusammen mit der Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Beatrice Kaltenbach-Holzmann, und Geschäftsführer Joachim Sproß sowie Ulla Willscheid, Schulleiterin der August-Macke-Schule, mit Junggebliebenen, Bürgern und Nachbarn des Jugendtreffs und etwa zehn Jugendlichen eröffnete Bürgermeister Bernhard Winterhalter den Jugendtreff.
Von Jugendlichen, Eltern und Gewerbetreibenden wurde 1999 das "Downtown" mit großem Engagement in Eigenarbeit erstellt und seither von unzähligen Besuchern aufgesucht, erinnerte Bürgermeister Winterhalter an die Anfänge des Jugendzentrums. Nach der Erkrankung von Jugendpfleger Marc Osswald wurde das "Downtown" Anfang Dezember geschlossen, aber in der Bevölkerung bestand ein reges Interesse an einer Wiedereröffnung. Um den Jugendlichen wieder ein eigenes Domizil in der Stadt zu bieten, nahm die Stadtverwaltung mit der Kaltenbach-Stiftung Kontakt auf. "Die Stiftung genießt einen hervorragenden Ruf bei der Betreuung von Jugendlichen, zudem arbeitet sie bereits mit der August-Macke-Schule zusammen", unterstrich Winterhalter die Maßnahme. Auch der Kontakt zu Vereinen soll weiter ausgebaut werden. Die Stadt hat mit mehr als 80 kulturellen, sportlichen oder karitativen Vereinen eine sehr hohe Vereinsdichte, betonte der Bürgermeister. Bei der Gemeinde genießt die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert, so wurde eigens eine neue Stelle für den Kindergarten- und Jugendbereich eingerichtet und diese mit Cornelia Flury besetzt.
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"Die Aufgabe der offenen Jugendarbeit ist sehr reizvoll und die Partnerschaft mit der Stadt sehr gut", betonte Joachim Sproß: Den Jugendlichen stehe nun wieder ein "tolles Haus" auf zwei Ebenen zur Verfügung. Die Räumlichkeiten sind sehr sauber, Tische und Stühle vorhanden, auch einen Kühlschrank und eine – allerdings etwas in die Jahre gekommene – Küche gibt es. Aber es gibt auch noch viel zu tun, Ideen seien schon vorhanden, so Sproß. Wie der Neuanfang aussehen soll, das hängt auch von den Besuchern ab: Die Jugendlichen sollen teilhaben an der Gestaltung ihres Umfelds, erläuterte Sproß, allerdings gebe es auch Regeln, an die sich alle halten müssen. Sichtbar groß war die Freude bei den anwesenden Jugendlichen "dass es endlich wieder im Jugendtreff losgeht!" Die beiden Freunde Marco und Franz sind beispielsweise ganz begeistert vom Billardtisch.
Auch die unmittelbaren Nachbarn Peter und Ruth Vollmer haben keinerlei Berührungsängste – im Gegenteil, sie freuen sich über den Neuanfang: "Wir hatten früher auch unseren Jugendtreff, warum sollen die heutigen Jugendlichen keinen haben?" Positiv finden sie, dass kein Alkohol ausgeschenkt wird und hoffen, dass alles in geregelten Bahnen verläuft.
Alle Jugendlichen sind eingeladen ihre freie Zeit im Jugendtreff zu verbringen, Leute zu treffen oder die Spiel- und Unterhaltungsangebote zu nutzen.
Autor: sed
